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Große Spannung in der Bezirksoberliga

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Hier geht es nicht durch: Die Dreieicher Seifeddine Smati (links) und Malte Moritzen (rechts) versuchen, Gabriel Stöhrer von der TGS Seligenstadt zu stoppen.
Hier geht es nicht durch: Die Dreieicher Seifeddine Smati (links) und Malte Moritzen (rechts) versuchen, Gabriel Stöhrer von der TGS Seligenstadt zu stoppen. © eyßen

Die HSG Dreieich braucht in der Handball-Bezirksoberliga nach dem Sieg bei der TGS Seligenstadt noch Schützenhilfe vom Gegner.

Offenbach – Die HSG Rodgau Nieder-Roden III hat in der Gruppe 1 der Handball-Bezirksoberliga Offenbach-Hanau der Männer das Topspiel gegen Spitzenreiter TV Flieden 30:32 verloren und damit die Qualifikation für die Aufstiegsrunde immer noch nicht sicher. Das Spiel der TSG Bürgel II gegen den TV Wächtersbach wurde kurzfristig abgesagt.

In der Gruppe 2 hat der TSV Klein-Auheim das Topspiel gegen Spitzenreiter SG Bruchköbel II knapp mit 29:30 verloren. Die HSG Dreieich hat mit einem 25:24 bei Schlusslicht TGS Seligenstadt Tabellenplatz vier erobert, der - wenn er am letzten Spieltag am nächsten Wochenende gehalten wird - zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigen würde.

Gruppe 1

HSG Rodgau Nieder-Roden III - TV Flieden 30:32 (13:18). Nach offenem Schlagabtausch mit wechselnder Führung zu Beginn setzten sich die Gäste auf 6:9 (13.) und vom 12:14 (25.) zum 13:18-Halbzeitstand ab. Im zweiten Durchgang behauptete Flieden lange den Vorsprung, auch acht Minuten vor Schluss stand es noch 21:28. Die Rodgauer versuchten es nun noch mit einer offensiveren Abwehrvariante mit Manndeckung gegen Fliedens herausragenden Tim Bagus (9). Sie verkürzten zwar etwas, 90 Sekunden vor Schluss stand es aber immer noch 27:31. Mit dem Mute der Verzweiflung griffen die Rodgauer nun ganz offensiv an, Fliedens Bagus flog mit Roter Karte ohne Bericht vom Feld, der starke Till Eyßen verwandelte auch seinen siebten Siebenmeter zum 29:31. Doch die Zeit lief den Rodgauern davon. Mit dem Tor zum 29:32 machte Simon Goldbach 29 Sekunden vor Schluss Flieden zum Sieger.

„Das war ein schweres Stück Arbeit“, konstatierte Fliedens Trainer Jakub Kowacki. Die Rodgauer benötigen für die Qualifikation für die Aufstiegsrunde immer noch einen Punkt aus ihrem letzten Vorrundenspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den Tabellenvorletzten TGS Niederrodenbach II. Nach dieser Niederlage gegen Flieden würde das Team von Trainer Björn Hartmann allerdings nur mit 6:6 Punkten in die Aufstiegsrunde starten.

HSG Rodgau III: Graf, J. Rhein; Eyßen (9/7), Schrod (8), Lenhardt (4), Betzel (2), Wade (2), Pardon (2), Jäger (1), Muratoglu (1), Korinth (1), Wiest, Pollert, Lanzendörfer

Gruppe 2

TSV Klein-Auheim - SG Bruchköbel II 29:30 (16:15). Ein von der ersten Minute an spannendes und umkämpftes Derby mit vielen Führungswechseln. Die Abwehrreihen auf beiden Seiten fanden dabei nicht so recht ins Spiel, doch da die Torhüter bei Klein-Auheimern und Bruchköbelern gleichermaßen auf dem Posten waren, kam es nicht zu einem Schützenfest. Die Klein-Auheimer drehten einen 8:11-Rückstand (20.) zur 16:15-Halbzeitführung.

Im noch umkämpfteren zweiten Durchgang gelang es keiner Mannschaft mehr, sich auf mehr als ein Tor abzusetzen. Den entscheidenden Treffer setzten schließlich die Bruchköbeler in der Schlusssekunde: „Wir waren in Unterzahl, also bin ich volles Risiko gegangen und habe den Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers ausgewechselt“, so SGB-Coach Thomas Grimm. Mit der Schlusssirene netzte Jonah Wolff zum 30:29 für die Gäste ein. Bei TSV-Coach David Casselmann war die Enttäuschung über die Last-Minute-Niederlage groß: „Wir hatten am Ende wirklich Pech, ein Unentschieden wäre gerecht gewesen.“ So aber nimmt Klein-Auheim 0:4 Punkte gegen Bruchköbel mit in die Aufstiegsrunde.

TSV Klein-Auheim: von Eiff, Eberhardt; Schäfer (12/7), Flender (5), Jüttner (2), Flasche (1), Erkan (1), Casselmann (1), Ziegler, Welsch, Horch

TGS Seligenstadt - HSG Dreieich 24:25 (9:14). Die TGS hat sich vor dem Spiel von Trainer Michael Mehrpahl getrennt, der seinen Abschied zum Saisonende schon verkündet hatte und mit seiner Aussage, einigen Spielern sei es scheinbar egal, ob die Mannschaft absteigt oder nicht, für einige Verärgerung gesorgt hatte. Michael Mehrpahls Sohn Keno wird die Mannschaft als Spielertrainer weiter anführen. „Er wird vom Verein jedwede Unterstützung bekommen, die er benötigt“, erklärte Aktivenwart Bastian Heilos, der gegen Dreieich interimsmäßig an der Seitenlinie aushalf.
Nach 6:1-Führung dominierten die Dreieicher die erste Halbzeit. Angeführt von Keno Mehrpahl, der acht seiner neun Tore nach dem Seitenwechsel erzielte, kämpfte sich das Schlusslicht aber heran und glich knapp 90 Sekunden vor dem Ende durch das dritte Mehrpahl-Tor in Folge zum 24:24 aus. „In der Halbzeit ist was passiert in den Köpfen. Anschließend hat sich jeder voll reingehauen“, sagte Heilos. Auf der Gegenseite traf allerdings Dreieichs Spielertrainer Matthias Jünger noch einmal und ein letzter Seligenstädter Freiwurf landete am Lattenkreuz. So jubelten am Ende die Dreieicher, die zur Qualifikation für die Aufstiegsrunde aber noch einen Punkt in ihrem letzten Vorrundenspiel am nächsten Sonntag gegen Tabellenführer Bruchköbel II brauchen oder tags zuvor einen Patzer der SG Dietesheim/Mühlheim in Seligenstadt, beziehungsweise Seligenstädter Schützenhilfe.
TGS Seligenstadt: Lorenz, Bernhard; Mehrpahl (9), J. Keil (6/3), G. Stöhrer (3), Marchlewitz (2), Gurzawski (1), Scheib (1), Geißler (1), Sema (1), K. Keil, Reigl, Schlitt, Manger
HSG Dreieich: Gerhardt, Stokan; Kalusa (12/7), Smati (2), Müller (2), Mitteregger (2), Moritzen (2), Zachgo (1), Jünger (1), Marijanovic (1), Naric (1), Maksimovic (1), Finder mos/rob

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