Tennis: Langener Abel verliert Endspiel

Hallenmeisterin in Hessen: Pröse schafft den Hattrick

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Natalie Pröse (Offenbacher TC) wurde ihrer Favoritenrolle bei den hessischen Hallentennis-Meisterschaften gerecht. 

Offenbach - Mehr Spannung geht nicht: Die beiden Endspiele bei den hessichen Hallentennis-Meisterschaften wurden erst im Matchtiebreak entschieden. Für etwas Unmut sorgte derweil die Tatsache, dass es kurzfristig ein paar Absagen gegeben hatte.

Natalie Pröse (Offenbacher TC) ist ihrer Favoritenrolle bei den hessischen Hallentennis-Meisterschaften gerecht geworden und hat ihren Titel erfolgreich verteidigt. Da die 25-Jährige zwischendurch zudem Landesmeisterin im Freien geworden war, gelang ihr somit ein Hattrick. Gegen Vanessa Pinto (Olympia Lorsch) musste sie im Finale jedoch in den Matchtiebreak gehen und setzte sich dort letztlich mit 10:4 durch. Bei den Herren gelang Maximilan Abel, der zum TK Langen gewechselt ist, die Titelverteidigung nicht. Er musste sich im Finale Philip Stockmar vom SC 1880 Frankfurt ebenfalls im Matchtiebreak geschlagen geben.

Vor den Titelkämpfen hatte Pröse noch eine Handverletzung Probleme bereitet, doch während der Tage auf der Rosenhöhe war davon nichts zu sehen. Mit drei klaren Zweisatz-Siegen stürmte sie ins Finale. Gegen Pinto, einst in der Bundesliga aktiv, drehte sie im ersten Satz einen Rückstand zum 6:4 und hatte im zweiten sogar drei Matchbälle, die sie aber vergab. „Ich habe plötzlich einige Fehler gemacht und Vanessa Pinto traf auf einmal alles“, erklärte Pröse. Doch im entscheidenden Matchtiebreak (ein dritter Satz wurde nicht ausgespielt) war die Konzentration dann wieder da: „Ich habe wieder zu meinem druckvollerem Spiel zurückgefunden und mir das nötige Selbstvertrauen zurückgeholt.“

Für etwas Unmut bei den Organisatoren sorgte die Tatsache, dass es kurzfristig einige Absagen gegeben hatte. Unter anderem fehlte in Niklas Schell (Wiesbaden) der topgesetzte Spieler der Herrenkonkurrenz. „Er hat ein anderes Turnier gespielt, erreichte dort das Halbfinale und konnte daher nicht mehr kommen“, erklärt HTV-Vizepräsident Peter Becker. „Und bei den Damen hat Ruxandra Schech vom THC Hanau wegen Verletzung abgesagt.“ Zudem seien „viele hessiche Spieler derzeit in den USA am College, und die bei hessischen Vereinen gemeldeten Ausländer glänzten mit Abwesenheit“.

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Mit den Leistungen war Becker aber zufrieden. „Besonders in den beiden Endspielen haben wir zwei hochklassige und spannende Tennis-Matches gesehen“, sagt er. Bei den Herren zeigte der an Nummer vier gesetzte Abel vor allem in der Vorschlussrunde gegen Leon Hoeveler (TC Bergen-Enkheim) eine ganz starke Leistung. Doch gegen Philip Stockmar gelang der große Coup nicht. Nach einem hochklassigen Finale musste sich Abel im Matchtiebreak geschlagen geben.

Abel spielt künftig für den TK Langen in der Hessenliga, nachdem er beim TC Palmengarten zuletzt nicht mehr zum Einsatz gekommen war. Grund: Da das zweite Team der Frankfurter Meister der Verbandsliga geworden war, konnte die erste Mannschaft nicht mehr aus der Hessenliga absteigen. „Der Verein hat aus Kostengründen auf die Spitzenspieler verzichtet“, so Abel. Der Kontakt nach Langen habe sich kurzfristig ergeben, als der TK bereits sechs Spieler für die Hessenliga unter Vertrag hatte. „Doch ich werde sicher auch zu Einsätzen kommen und freue mich bereits auf die neue Aufgabe“, so Abel.

Damen, Finale: Natalie Pröse (Offenbacher TC) – Vanessa Pinto (TC Olympia Lorsch) 6:4, 5:7, 10:4 - Halbfinale: Pröse – Luisa Hrda (SC SaFo Frankfurt) 6:2, 6:1 – Pinto – Theresa Piontek (Hochheimer STV) 6:1, 7:5

Herren, Finale: Philip Stockmar (SC 1880 Frankfurt) – Maximilian Abel (TK Langen) 6:2, 2:6, 10:5 – Halbfinale: Stockmar – Marvin Werr (TC Olympia Lorsch) 7:6, 5:1 Aufgabe – Abel – Leon Hoeveler (TC Bergen-Enkheim) 6:0, 6:3

rjr

 

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