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Hanau 93 kommt nicht vom Fleck: 1:1 gegen Hünfeld hilft im Kampf um Aufstiegsrunde nicht weiter

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Von: Gert Bechert

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Interessante Schusshaltung: Hanaus Francesco Calabrese, der vor den Augen der Supporters von Nicolas Häuser gestört wird, versuchte im Heimspiel gegen Hünfeld viel. Gelungen ist hingegen wenig.
Interessante Schusshaltung: Hanaus Francesco Calabrese, der vor den Augen der Supporters von Nicolas Häuser gestört wird, versuchte im Heimspiel gegen Hünfeld viel. Gelungen ist hingegen wenig. © Scheiber

Dem FC Hanau 93 schwimmen die Felle im Kampf um die Qualifikation zur Aufstiegsrunde in der Fußball-Hessenliga davon. Das 1:1 (0:0) gegen den Hünfelder SV nutzte nur den Gästen, die ihren Drei-Punkte-Vorsprung auf die 93er wahrten und weiter den begehrten fünften Tabellenplatz einnehmen. Und nur noch um Platz fünf geht es für den HFC in den verbleibenden vier Spielen der Gruppe A. Zum Vierten FC Bayern Alzenau hat sich nach dessen 2:0-Sieg gegen den KSV Baunatal der Rückstand auf fünf Zähler vergrößert.

Hanau – Vor der Minuskulisse von nur 130 Zuschauern bestimmten im ersten Durchgang beide Abwehrreihen das Spielgeschehen. Spielertrainer Kreso Ljubicic gab im Tor Mitja Hofacker den Vorzug vor Armend Brao, der zuletzt beim 1:2 in Flieden an beiden Gegentoren nicht schuldlos war. Hofacker rechtfertigte das Vertrauen, wobei ihn die Gäste auch nicht vor allzu große Probleme stellten. Was wiederum am fehlerfreien Auftritt von Mohamed Adam Ahmed lag. Der erst unter der Woche verpflichtete Neuzugang überzeugte mit einer tadellosen Partie als Innenverteidiger und ersetzte den gesperrten Tarik Sejdovic zu 100 Prozent. „Er absolvierte drei Trainingseinheiten und hat mich dabei überzeugt“, freute sich Ljubicic über den tollen Einstand des seit 2019 vereinslosen Abwehrrecken. Besonders das fast fehlerfreie Zweikampfverhalten imponierte dem 93er-Coach.

Adam Ahmed war auf Empfehlung von Torjäger Dominik Wüst nach Hanau gekommen. Apropos Wüst. An ihm lief das Spiel nach seiner Verletzungspause weitgehend vorbei. Was auch an der gut organisierten Innenverteidigung der Gäste lag, die Wüst fest an der Leine hatte. Nach der Einwechslung von Kristijan Bejic ließ sich Wüst etwas zurückfallen, konnte aber auch aus der zweiten Reihe für keine Impulse sorgen.

Die gingen eher von Francesco Calabrese aus. Der Ex-Offenbacher absolvierte ein großes Laufpensum, wich auf die Flügel aus, hatte mit seinen Abschlüssen aber kein Glück. So in der 17. Minute als sich sein 20-Meter-Schuss auf das Tordach senkte und in der 26. Minute, als Gästekeeper Fabian Brunner den tückischen Aufsetzer zur Ecke lenkte.

Erst nach einer halben Stunde tauchten die Osthessen gefährlich vor dem 93er Kasten auf, doch Hofacker war bei einem Schuss von Maximilian Fröhlich (29.) auf dem Posten. Eine weitere Chance der Hausherren bot sich Cem Kara nach 38 Minuten. Schiedsrichter Volker Höpp entschied auf Freistoß an der Strafraumgrenze, als Brunner den Ball mehr als die laut Regel zugelassenen sechs Sekunden in den Händen hielt, eine Entscheidung, die von den Referees sehr selten getroffen wird. Karas Schuss ging in die Mauer. Ein weiterer Freistoß von Ljubicic (41.) stellte Brunner vor keine Probleme.

In der 45. Minute musste Semih Sentürk mit Oberschenkelproblemen das Feld räumen, für ihn kam Tolga Ünal, Niklas Biehrer übernahm den Posten Sentürks in der Innenverteidigung.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten die 93er ihre beste Zeit. Kara (51.) versetzte mit einer geschickten Körpertäuschung seinen Gegenspieler und traf ins lange Eck. Der Vorsprung währte nur sechs Minuten. Damjan Kovjenic rutschte weg, der Ball kam zum in der Halbzeitpause eingewechselten Leon Zöll (57.), der Hofacker mit einem Schlenzer überwand. Für Ljubicic war der Ausgleich auch eine Kopfsache. „Wir haben uns nach dem 1:0 unbewusst etwas zurückgezogen, was der Gegner sofort nutzte.“ Nur vier Minuten später hatte Calabrese die erneute Führung auf dem Fuß. Nach tollen Pass von Ljubicic scheiterte er am prächtig reagierenden Brunner.

Mit der Einwechslung von Bejic setzte Ljubicic auf totale Offensive. „Für uns war der eine Punkt einfach zu wenig, wir mussten alles riskieren.“ Die erhoffte Schlussoffensive kam aber nicht ins Rollen, die gut organisierten Gäste ließen außer einem Schuss Karas (73.) nichts mehr zu. Vielmehr mussten die in der Abwehr entblößten Gastgeber bei schnellen Kontern höllisch aufpassen. Zöll (83.) prüfte Hofacker und Andre Vogt (87.) stand bei seinem Abstaubertor im Abseits. „Ich bin enttäuscht vom Ergebnis, leider wurde unser Aufwand nicht belohnt. Jetzt liegt das Erreichen des fünften Platzes nicht mehr in unserer Hand“, meinte Ljubicic nach Spielschluss.

Hanau: Hofacker - Kovjenic (72. Bejic), Adam Ahmed, Sentürk (45. Ünal) - Calabrese, Ljubicic, Biehrer, Kara, Abdul Ghani, Topcu - Wüst

Hünfeld: Brunner - Fuß, Häuser, Faulstich (46. Zöll), Dücker, Fröhlich (79. Brähler), Krieger (62. Sternstein), Schilling, Alles, Reith, Vogt

Tore: 1:0 Kara (51.), 1:1 Zöll (57.) - Schiedsrichter: Höpp (Dauernheim) - Zuschauer: 130 - Beste Spieler: Adam Ahmed, Biehrer, Calabrese/Häuser, Fuß

Von Gert Bechert

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