HSG will gegen Coburg den fünften Heimspiel-Sieg

Hanau vor eigenen Fans eine Macht

Nieder-Roden/Hanau - Unangenehme Aufgaben erwartet die Handballer der Region am Sonntag in der 3. Liga Ost: Gleich zweimal geht es gegen eine zweite Mannschaft eines Profiklubs.

Die HSG Rodgau Nieder-Roden fährt nach Mittelfranken, die HSG Hanau bekommt Besuch aus Oberfranken. Während die erste Vertretung des HC Erlangen auch 2017/2018 in der 1. Bundesliga spielt, stieg der HSC 2000 Coburg in die 2. Liga ab. Die zweite Mannschaft der Coburger spielt bereits bereits im zweiten Jahr in der 3. Liga, die Bundesliga-Reserve aus Erlangen ist in diesem Jahr als Meister aus der Bayernliga aufgestiegen.

HC Erlangen II - HSG Rodgau Nieder-Roden (So., 15.30 Uhr): „Das ist ähnlich wie Magdeburg eine sehr junge Mannschaft mit einem hohen Trainingsaufwand“, sagt Nieder-Rodens Trainer Jan Redmann über die Mittelfranken. Und dieser Aufwand lohnt sich, mit 12:6 Punkten stürmte die Mannschaft von Spielertrainer Tobias Wannenmacher bis auf den zweiten Tabellenplatz. „Die Mannschaft ist eingespielt, hat sich nach dem Aufstieg kaum verändert. lebt von der Euphorie und spielt strategisch cleveren Handball“, erklärt Redmann. Und in Maximilian Lux (69 Treffer) stellt Erlangen den besten Torjäger der Liga. „Die haben ein gesundes Selbstvertrauen“, sagt Jan Redmann mit Blick auf die Tabelle. Wobei die Nieder-Rodener bei einem Spiel weniger nur einen Minuspunkt mehr aufweisen. Nach dem überzeugenden 30:19 gegen Groß-Bieberau/Modau am vergangenen Spieltag gilt es für die HSG, einmal über mehrere Wochen konstant zu spielen. „Wir müssen die Leistung aus der Partie gegen Groß-Bieberau wiederholen, dann ist auch in Erlangen etwas möglich“, erklärt Redmann.

HSG Hanau - HSC 2000 Coburg II (So., 17 Uhr): In der vergangenen Saison kämpften die Oberfranken bis zum Rundenende gegen den Abstieg, in der laufenden Runde sieht es mit aktuell 8:8 Punkten deutlich besser aus. „Die Mannschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr weiterentwickelt“, sagt Hanaus Trainer Patrick Beer. Zudem verstärkte sich die Mannschaft mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs, die A-Junioren der Coburger spielen in der Jugendbundesliga.

Zuletzt lieferte der HSC dem TV Großwallstadt trotz der am Ende klaren 26:33-Niederlage einen großen Kampf. Bis zum 23:24 eine Viertelstunde vor Spielende war die Partie völlig offen, erst dann setzte sich Altmeister TVG mit einem 6:0-Lauf entscheidend ab. Nur rund 40 Minuten hielten die Hanauer zuletzt das Derby bei der SG Bruchköbel offen, am Ende setzte es eine 24:32-Pleite. „Das war einfach ein Derby zu viel. Man kann ein Derby auch aus der Hand geben. Aber 22 Gegentore in einer Hälfte, das geht nicht“, erklärt Beer.

Bilder: Hanau gewinnt Handball-Derby

HSG Hanau - HSG Rodgau Nieder-Roden in der 3. Handball-Liga: Bilder
HSG Hanau - HSG Rodgau Nieder-Roden in der 3. Handball-Liga: Bilder
HSG Hanau - HSG Rodgau Nieder-Roden in der 3. Handball-Liga: Bilder
HSG Hanau - HSG Rodgau Nieder-Roden in der 3. Handball-Liga: Bilder
Bilder: Hanau gewinnt Handball-Derby

Daher sind die Grimmstädter froh, endlich einmal wieder ein „normales“ Handballspiel zu bestreiten. Wobei natürlich auch gegen Coburg 100-prozentige Konzentration gilt. „Das wird eine schwierige Aufgabe. Aber wir sind in dieser Saison vor eigenem Publikum eine Macht, das soll auch so bleiben“, sagt Beer mit Blick auf vier Siege aus vier Heimspielen. Philipp Reuter und auch Patrick Pareigis fallen verletzt aus, offen ist der Einsatz von Marius Brüggemann, den nach zehn Minuten in Bruchköbel Schmerzen im Ellenbogen plagten. (Leo)

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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