Hanau bei Altmeister Großwallstadt Außenseiter

3. Liga: HSG Nieder-Roden erwartet Gelnhausen

Offenbach - Auf die beiden Handball-Drittligisten der Region wartet ein TVG-Spieltag: Nieder-Roden trifft bereits am Freitag auf Gelnhausen, Hanau steht in Großwallstadt auf dem Prüfstand.

Nach der Galavorstellung in Hanau steht für die Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden in der 3. Liga Ost mit dem Heimspiel gegen den TV Gelnhausen das nächste Derby ins Haus. Aufsteiger Hanau erwartet mit dem Tabellenzweiten und siebenfachen Deutschen Meister Großwallstadt den nächsten Kracher.

HSG Rodgau Nieder-Roden - TV Gelnhausen (Fr., 20.30 Uhr)

Bis zum vergangenen Wochenende waren beide Mannschaften punktgleich. Allerdings unter völlig verschiedenen Voraussetzungen: Während Nieder-Roden bis auf Großwallstadt schon gegen alle Topteams spielte, trafen die Barbarossastädter vor allem auf Gegner aus der unteren Tabellenregion. Am vergangenen Spieltag unterlag Gelnhausen dann den Handballfreunden Springe vor eigenem Publikum letztlich deutlich mit 30:36.

Nieder-Roden zauberte zuletzt in Hanau und geht gegen den TVG als Favorit ins Spiel – auch wenn Torjäger Timo Kaiser (stürzte in Hanau zweimal schwer auf den Ellenbogen) auszufallen droht. Ein besonderes Spiel ist die Partie für Nieder-Rodens Rückraumspieler Jonas Müller, der im vergangenen Jahr im Gelnhausener Trikot noch mithalf, den Abstieg zu verhindern.

Rodgau gewinnt Handball-Derby

Im bundesligaerfahrenen Julian Lahme hat Gelnhausen im Tor einen sicheren Rückhalt, Linkshänder Fabian Eurich nimmt mit aktuell 40 Treffern in der Torjägerliste den sechsten Platz ein. Bei den Gästen aus dem Kinzigtal fehlt allerdings Routinier Philip Deinet, der nach einer Schulterverletzung frühestens wieder im November zur Verfügung steht. Dennoch warnt Nieder-Rodens Trainer Alexander Hauptmann: „Es wartet wieder ein schweres Derby gegen einen unangenehmen Gegner auf uns. Wir stellen uns der Aufgabe und hoffen auf eine stimmungsvolle Kulisse.“

Denn klar ist: Nach dem überzeugenden Saisonstart mit 10:4 Punkten, vor allem aber aufgrund der bisher gezeigten guten Leistungen, wollen die Nieder-Rodener in eigener Halle nachlegen und ihren Platz in der Spitzengruppe behaupten. Die Hoffnungen ruhen dabei vor allem auf der zuletzt überragenden Abwehr.

TV Großwallstadt - HSG Hanau (So., 17 Uhr)

Tabellenführer Hildesheim, Zweitliga-zwangsabsteiger Springe, die HSG Rodgau Nieder-Roden und jetzt Altmeister Großwallstadt – „das ist für uns der vierte Kracher hintereinander“, sagt Hanaus Trainer Patrick Beer vor der Fahrt nach Unterfranken. Immerhin: Nach vier Begegnungen in Niedersachsen haben die Grimmstädter dieses Mal eine deutlich kürzere Anfahrt.

Großwallstadt will zurück in die 2. Liga – und untermauerte das Vorhaben mit bisher 10:4 Punkten eindrucksvoll. Das Spitzenspiel in Hildesheim am vergangenen Wochenende verloren die Unterfranken allerdings mit 22:23. TVG-Topscorer Florian Eisenträger erzielte bisher 44 Treffer, der neunmalige Nationalspieler Michael Spatz war 38 Mal erfolgreich. Die weiter personell arg gebeutelten Hanauer sind klarer Außenseiter, können nur überraschen. In Hildesheim und Springe war das der HSG in den jüngsten beiden Auswärtsspielen sogar fast gelungen. (leo)

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