Als A-Liga-Meister zurück in die Bezirksoberliga

„Fahrstuhl“-Handballer des HSV Götzenhain wieder auf dem Weg nach oben

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Die Mannschaft des HSV Götzenhain, links Trainer Igor Naric. 

Dreieich - Turbulente Jahre liegen hinter den Handballern des HSV Götzenhain. Drei Abstiege und zwei Aufstiege gab es in den letzten sieben Spielzeiten. Jetzt geht es wieder aufwärts in die Bezirksoberliga, als Meister der Bezirksliga A. Von Stefan Moritz 

Disziplin ist das Geheimnis, mit dem die Dreieicher den Abstieg aus dem vorigen Jahr postwendend korrigierten. „Dieser Abstieg wäre vermeidbar gewesen“, sagt Außen und Pressesprecher David Blischke, „wir hatten ein bisschen Verletzungspech, aber auch unnötige Sperren, vor allem fehlte Disziplin.“ Bis auf zwei Spieler, die sich in die zweite Mannschaft zurückzogen, blieb das Abstiegsteam zusammen und auch Trainer Igor Naric machte weiter. In Steva Petrovic von der HSG Dreieich kam ein guter Torwart, dazu Rückkehrer David Lübbing und in Andre Metzger auch noch ein Außen von der HSG Dreieich. Und in der Saisonvorbereitung war dann Disziplin das Hauptthema, auf und außerhalb des Feldes, im Spiel und im Training. „Über Disziplin haben wir immer wieder gesprochen und das haben auch alle verinnerlicht“, sagt Blischke.

Vor allem in der Abwehrarbeit machte sich das bemerkbar. Hatten die Götzenhainer in ihrer Abstiegssaison noch durchschnittlich 30 Gegentreffer pro Spiel kassiert, so waren es in dieser Saison nur noch 22. Natürlich waren jetzt in der A-Liga die Gegner auch schwächer als in der Bezirksoberliga. „Aber in der Abwehr haben wir uns schon gesteigert und unsere 6:0-Formation zusammmen mit dem Torwart Petrovic waren der Grundstein für die Meisterschaft“, sagt Naric. Gleich zum Auftakt gelang ein 33:20 gegen den TV Altenhaßlau und dann gerieten die Götzenhainer auf eine Welle des Erfolgs und sicherten sich mit dem 16. Sieg im 16. Spiel vorzeitig die Meisterschaft.

Archivbilder:

Bilder: HSG Dreieich siegt im Stadtderby gegen Götzenhain

Auch nach dem Aufstieg wird die Mannschaft nur geringfügig verändert. In Lübbing und Julian Sasse gibt es nur zwei Abgänge aus beruflichen Gründen. Mit zwei, drei potenziellen Zugängen werden Gespräche geführt. „Zugesagt hat mir Martin Schöne“, sagt Naric. Der Linkshänder für den Rückraum hat zuletzt ein Jahr pausiert, davor war er Leistungsträger bei der SG Egelsbach in der Landesliga. Trotzdem werden die Götzenhainer in der Bezirksoberliga wieder um den Klassenerhalt kämpfen müssen, darum, das Image der Fahrstuhlmannschaft loszuwerden. Nach sieben Jahren in der Landesliga von 2005 bis 2011 ging es direkt runter in die A-Liga, in der der HSV nun ein zweites Mal war, aber nicht wieder hin will. „Das wird schwer“, sagt Naric, „der Leistungsunterschied zur A-Liga ist groß. Da hatten wir einige Spiele praktisch schon nach zehn Minuten gewonnen. In der Bezirksoberliga musst du immer bis zur letzten Sekunde kämpfen.“ Zum entscheidenden Faktor für eine erfolgreiche Saison könnte aber auch im nächsten Jahr die Disziplin werden.

HSV Götzenhain:

Tor: Steva Petrovic, Thomas Zimmermann

Rückraum: Houssein Trabelsi, Ivan Isakowski, Lukas Weigand, Maximilian Kalusa, David Lübbing, Saif Smati, Dusan Duric

Kreisläufer: Slaven Maksimovic

Außen: David Blischke, Julian Marijanovic, Julian Sasse, Andre Metzger, Michal Miadziolko

Trainer: Igor Naric (im 2. Jahr)

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