Kickers steigen nach 13 Jahren in die Bezirksoberliga auf

OFC-Handballer: Rückkehrer als Erfolgsgaranten

+
Die jubelnden Kickers-Handballer (hinten von links): Michael Weis, Trainer Norbert Thanscheidt, Christopher Rieth, Christopher Wicklein, Carl-Philipp Erk, Michael Ritter, Sercan Aslam, Vorsitzender Theo Schenk, Cornelius Göbel, Tobias Günther, Dennis Epping, Max Langsdorf, Daniel Adolph, Philipp Kuhn, Mario Markovic. Knieend von links: Pascal Strohl, Fabian Sauer und Jannis Ruhnau.

Offenbach - Ihr letztes Spiel in der Bezirksoberliga hatten die Handballer der Offenbacher Kickers am 12. April 2003 beim 20:46 in Büdingen absolviert. Am Samstag beim bedeutungslosen 26:32 in Klein-Auheim traten sie zum vorerst letzten Mal in der Bezirksliga A an. Von Holger Appel 

13 Jahre haben sie benötigt, um in die Bezirksoberliga zurückzukehren. Warum hat das so lange gedauert? „Bei uns sind immer wieder gute Spieler zu höherklassigen Clubs abgewandert. Zuletzt sind aber einige zurückgekommen“, berichtet Abteilungsleiter Theo Schenk und verweist auf Akteure wie Carl-Philipp Erk (HSG Rodgau Nieder-Roden, 3. Liga), Cornelius Göbel (SKG Roßdorf, Landesliga), Fabian Sauer (HSG Stockstadt/Mainaschaff, Landesliga) oder Sercan Aslam (HSV Götzenhain, Bezirksoberliga). Schenk ergänzt: „Und unsere Nachwuchsspieler waren endlich so weit, um wichtige Rollen zu übernehmen. Es hat eine Weile gedauert, aber jetzt hat es gepasst.“ Der scheidende Trainer Norbert Thanscheidt (51) ergänzt: „Wir hatten ein sehr gutes Tempospiel, und die Mannschaft hat großen Willen gezeigt. So gewinnt man auch enge Spiele.“ Als Tabellenzweiter hinter Meister HSG Hanau III haben die Offenbacher die Klein-Auheimer letztlich klar distanziert und freuen sich nun auf die Bezirksoberliga.

Für Thanscheidts Nachfolger Klaus Bastian schließt sich damit der Kreis. Der 59-Jährige, zuletzt HSG Stockstadt/Mainaschaff, hat einst in der Kickers-Jugend mit dem Handball begonnen und übernimmt nun im Spätherbst seiner Karriere erstmals den OFC als Trainer. „Wir haben eine junge, ehrgeizige Mannschaft, gepaart mit meiner Routine sollte das mit dem Klassenerhalt klappen“, meint er und spricht seinem Vorgänger ein dickes Kompliment aus: „Das ist ein großes Werk, das er in den vergangenen drei Jahren hier beim OFC erbracht und nun gekrönt hat.“

Dennoch trennen sich die Wege der OFC-Handballer und des erfolgreichen Trainers, der nach eigener Aussage gern noch ein Jahr geblieben wäre und nun auf Vereinssuche ist. Schenk sagt: „Das war der Wunsch der Mannschaft. Sie war mit dem Trainer in dieser Liga zufrieden, konnte sich das mit ihm bei den höheren Ansprüchen aber nicht so recht vorstellen.“ Göbel, mit 22 Jahren bereits Teamkapitän und stellvertretender Abteilungsleiter, ergänzt: „Wir wollten für die neue Liga neue Impulse setzen. Wir sind eine junge Mannschaft und in engen Spielen oft zu überhastet. Klaus Bastian hat höherklassig trainiert, ist erfahren, er weiß, wie man diese schwierigen Situationen bewältigt.“

OFC Kickers Handballer feiern Aufstieg: Bilder

In Christopher Wicklein hat ein Routinier angekündigt, künftig lieber in der Reserve zu spielen (Bezirksliga C). Bringt der neue Trainer neue Spieler mit? „Klares nein - dazu wäre es jetzt auch noch zu früh“, versichert Bastian. Göbel, der in der neuen Saison schon einen Platz im vorderen Mittelfeld der Bezirksoberliga für möglich hält, ergänzt: „Der neue Trainer kennt unsere Philosophie. Wir wollen gar nicht so viele Spieler von außerhalb, die keine Bindung zu unserem Verein haben. Wir versuchen aber nach wie vor, ehemalige Spieler zurückzuholen. Denn wenn wir alle wieder in Offenbach spielen, können wir hier erfolgreich sein.“

Auf seinem Wunschzettel stehen unter anderem ehemalige Offenbacher wie Christian Weis und Paul Markovic (beide HSG Rodgau Nieder-Roden).

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare