Aller guten (Aufstiegs-)Dinge sind drei

Zweitliga-Meister TGS Hausen erwartet zum Play-off-Halbfinale RC Rottweil

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Spielertrainer Tobias Apelt (mit Ei) will mit den Rugby-Löwen der TGS Hausen in die erste Bundesliga aufsteigen.

Mit dieser Konstellation könnte sich Tobias Apelt problemlos anfreunden: Im 20. Jahr des Bestehens zum ersten Mal ins Oberhaus aufsteigen.

Hausen – „Das wäre natürlich geil, passend, auf den Punkt“, meint der Spielertrainer des Rugby-Zweitligisten TGS Hausen, warnt jedoch zugleich: „Immer Schritt für Schritt.“ Denn der Weg ist weit und steinig zugleich.

Erst mal müssen sich die „Löwen“ am Samstag (15 Uhr) als Titelträger der 2. Bundesliga West zu Hause im Halbfinale der Play-offs gegen den Süd-Vizemeister RC Rottweil behaupten. Dann wartet aller Voraussicht nach im Endspiel der haushohe Favorit SC Neuenheim und bei einer Niederlage die Relegation gegen den Vorletzten der 1. Bundesliga Süd/West, SG Pforzheim.

Für die TGS Hausen spricht, dass sie über Play-off-Erfahrung verfügt. Schon zum dritten Mal in Folge stehen die „Löwen“ in dieser K.o.-Runde. Sie sind zweimal gescheitert. Nun soll es endlich klappen. Aber der erste Gegner ist eine große Unbekannte. „Ich habe den RC Rottweil noch nie gesehen und weiß nicht, wie die drauf sind“, gibt Apelt zu.

Die Baden-Württemberger hatten in der Süd-Staffel vorzeitig Platz zwei gesichert, in der abschließenden Partie gelang am 18. Mai ein 67:0-Erfolg gegen den RC Unterföhring. Für Hausen (zehn Spiele, zehn Siege, 49 von 50 möglichen Zählern) ist die Punktrunde bereits seit dem 11. Mai zu Ende. Mit der längeren Pause hat Apelt jedoch keine Probleme: „Das ist nicht schlimm. So kann man sich erholen und gut auf das Spiel vorbereiten“, sagt er. Und obwohl der Gegner für Apelt eine Wundertüte ist, geht er von einer interessanten Partie aus: „Ich habe Bock auf ein gutes Spiel und glaube auch, dass es eins werden wird. Beide können viel erreichen.“

Im zweiten Halbfinale ist der neunmalige Deutsche Meister SC Neuenheim aus der Rugby-Hochburg Heidelberg haushoher Favorit gegen den RC Aachen und damit der potenzielle Endspielgegner für Hausen (oder Rottweil). „Die sind schon übermächtig, haben viele starke Einzelspieler. Wenn wir einen guten Tag haben und die einen schlechten, ist aber etwas möglich“, meint Apelt.

Zuerst geht es aber gegen Rottweil. Und Hausens Chancen scheinen nicht schlecht zu stehen, zumal Apelt wieder deutlich mehr Auswahl hat. Der spanische Spielmacher Sale Ibarra, der am Flughafen im Schichtdienst arbeitet, hat sich für das Spiel schon Urlaub genommen. Der Fidschianer Bill Sokoveta hat seine Sperre für die Rote Karte aus dem Duell mit dem SC Frankfurt 1880 II abgesessen. Und David Schild kehrt pünktlich zum Halbfinale von seinem Polen-Aufenthalt zurück. Nur Robert Haase fehlt, da er bei der Siebener-Nationalmannschaft weilt.

VON CHRISTIAN DÜNCHER

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