Rugby

TGS Hausen verpasst wieder den Aufstieg

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Voller Einsatz bei einer Gasse: Nach einem Einwurf fängt ein Spieler der TGS Hausen den Ball. Die Spieler des RC Rottweil greifen daneben.

Auch im dritten Anlauf ist er wieder geplatzt, der Traum der Rugby-Löwen der TGS Hausen vom Aufstieg in die Erste Bundesliga. Gleich im ersten Spiel der Play-offs, dem Halbfinale gegen den RC Rottweil, kam das Aus mit einer 13:25 Niederlage.

Obertshausen – Und das trotz einer 10:0-Halbzeitführung. Auch der Heimvorteil hat dem Meister der 2. Bundesliga West nichts genutzt.

„Wir waren einfach zu dünn besetzt“, sagte Tobias Apelt, der Spielertrainer der TGS Hausen, „besonders ärgerlich waren zwei kurzfristige Absagen von zwei Leistungsträgern.“ David Schild teilte mit, dass er nach einer gegen Köln erlittenen Verletzung doch noch nicht wieder einsatzfähig sei. „Und dann bekam ich von Bill Sokoveta eine SMS, dass er nach Fidschi müsse, um dort in seiner Heimat etwas zu klären“, sagte Apelt, „solche Absagen sind schon ärgerlich.“ Hinzu kam, das in Erste-Reihe-Stürmer Petar Simeunovic ein weiterer Leistungsträger seit Wochen nicht trainiert hat, weil er derzeit ein Haus baut, Robert Haase noch bei der Siebener-Nationalmannschaft weilte und der zweite Fidschi der Hausener für sechs Wochen für die britische Armee im Irak weilt.

Trotzdem gingen die Hausener gegen den Vizemeister der 2. Bundesliga Süd mit 10:0 in Führung durch einen Versuch von Nichita Macaria sowie eine Erhöhung und einen erfolgreichen Straftritt von Joaquin Rayces. Ein Versuch der Gäste aus Baden-Württemberg wurde nicht anerkannt. „Die hatten einen regelwidrigen Pass nach vorne gespielt“, erklärte Apelt. Ein weiterer Versuch von Macaria wurde auch aberkannt. „Das war etwas unübersichtlich, kann aber korrekt sein“, so Apelt. So blieb es zur Halbzeit beim 10:0.

Nach der Pause gelang Hausen noch ein erfolgreicher Straftritt zum 13:0, danach ging aber nichts mehr und es punktete nur noch Rottweil bis zum 13:25. „Rottweil war schon stark. Die hatten zwei Tongaer und zwei Samoaner, die für die das Spiel gemacht haben. Vor allem aber waren sie in der Breite besser besetzt“, sagte Apelt, „normalerweise wechselst du etwa in der 60. Minute die komplette erste Reihe aus. Wenn diese 110-, 120-Kilo-Männer die vollen 80 Minuten gehen müssen wie bei uns, gehen die irgendwann ein, vor allem bei der Hitze, die wir hier am Samstag hatten.“ Zwischendurch ging auch noch Hausens Spielmacher Sale Ibarra kurzfristig k.o., so dass mehrfach umgestellt werden musste. Auch das nutzten die Gäste aus Rottweil gnadenlos aus. Die treffen nun im Play-off-Finale am Sonntag, 16. Juni, auf den großen Favoriten SC Neuenheim, der im zweiten Halbfinale den RC Aachen mit 120:0 abfertigte.

Apelts Ziel bleibt es derweil, für die nächste Saison einen in der Breite noch stärkeren Kader hinzubekommen. „Wenn alle da und wirklich fit sind, sind wir stark genug, uns im unteren Drittel der ersten Liga zu behaupten“, meint er: „Man muss nur endlich auch einmal aufsteigen.“ (mos)

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