HESSENLIGA

Heimpremiere mit Hindernissen Hygieneregeln machen Erlensee zu schaffen - Walldorf gastiert am Fliegerhorst

Neu-Hessenligist FC Erlensee will die Auftaktniederlage vergessen machen. Nico Hixt musste sich mit seinem Team Rot-Weiß Hadamar (Steffen Rücker, rechts) geschlagen geben.
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Neu-Hessenligist FC Erlensee will die Auftaktniederlage vergessen machen. Nico Hixt musste sich mit seinem Team Rot-Weiß Hadamar (Steffen Rücker, rechts) geschlagen geben.

Diesem Termin fiebern die Fans des FC Erlensee seit Wochen entgegen. Nachdem der ursprüngliche Startschuss am 5. September gegen den FSV Fernwald coronabedingt ausfiel, feiert der Aufsteiger heute Abend (16. September 2020, 19 Uhr, Sportzentrum Fliegerhorst) gegen Rot-Weiß Walldorf seine Heimpremiere in der Fußball-Hessenliga.

Erlensee – „Das gibt ein mit vielen Hindernissen gepflastertes Heimdebüt in der höchsten hessischen Amateurliga“, hält sich die Freude von Chris Sickmann in Grenzen. Auf der einen Seite sei es super, sich mit den besten hessischen Amateurmannschaften messen zu können, andererseits habe das Coronavirus doch etliche hochfliegende Erwartungen gedämpft.

Der Sportliche Leiter denkt dabei besonders an die Zuschauerzahlen. „Wir hätten zum Saisonstart gegen den FSV Fernwald sicher um die 800 Zuschauer gehabt, jetzt dürfen maximal 250 Besucher unsere Heimspiele verfolgen“, blickt Sickmann auch auf die wirtschaftliche Seite. Vom Verkauf von Dauerkarten hat der Vorstand Abstand genommen. „Das macht in der jetzigen Situation keinen Sinn und führt nur zu Verdruss“, sagt der frühere FCE-Aktive.

Nach einem Beschluss der Hessenligavereine gingen 30 Karten an die Gäste aus Walldorf, womit noch 220 Karten zur Verfügung stehen. „Wenn diese weg sind, werden die Pforten geschlossen. Die behördlichen Auflagen werden wir akribisch einhalten“, betont Sickmann. Er rät den Fans, rechtzeitig zu kommen, um eine Karte zu ergattern. Der Neuling ist ein gebranntes Kind: Im August legte ein Corona-Fall den Spiel- und Trainingsbetrieb lahm. „Wir sind bestens gewappnet und werden die Hygienevorschriften genau einhalten“, hebt er hervor.

Erlensee will mindestens eines der beiden kommenden Heimspiele gewinnen

Tobias Heilmann macht vor den beiden Heimspielen gegen Walldorf und am Samstag (17 Uhr) gegen Mitaufsteiger SV Zeilsheim eine einfache Rechnung auf. „Eine Partie wollen wir unbedingt gewinnen“, fordert der FCE-Coach. Auch wenn das Debüt am vergangenen Samstag 0:1 bei RW Hadamar verloren ging, blickt Heilmann zuversichtlich nach vorne. „Trotz der misslichen Vorbereitung hat meine Mannschaft gezeigt, dass sie konditionell und auch spielerisch mithalten kann.“ Was fehlte, war die Effektivität vor dem gegnerischen Tor. „Das muss in den kommenden Spielen besser werden“, fordert der 33-jährige Übungsleiter.

Große Umstellungen plant er nicht, „vielleicht auf ein oder zwei Positionen“. Beobachtungen des Gegners sind nicht mehr nötig. „In der Hessenliga gibt es Videoaufnahmen von jedem Spiel, auf die die Trainer zurückgreifen können“, berichtet Heilmann. Ein Service, den er gerne in Anspruch nimmt. Zudem kennt er Walldorf noch von der vorletzten Saison in der Verbandsliga Süd. „Wir werden uns nicht auf einzelne gegnerische Spieler konzentrieren“, verrät Heilmann, ansonsten hält er sich in Sachen taktischer Ausrichtung bedeckt.

Gegner von Erlensee startet verhalten in die Saison

Rot-Weiß Walldorf, beim Abbruch der vergangenen Saison Tabellenneunter, startete verhalten in die neue Saison. Einem 1:1 beim Aufsteiger Hünfelder SV folgte am vergangenen Sonntag eine ernüchternde 0:1-Heimniederlage gegen den SV Neuhof. Ein Punkt aus den ersten beiden Spielen – entschieden zu wenig für den letztjährigen Aufsteiger. Um einen Fehlstart zu verhindern, muss bei den Erlenseer Underdogs gewonnen werden.

Trainer Max Martin, der ins fünfte Jahr seiner Tätigkeit bei den Gästen geht, ist weit davon entfernt, den FCE zu unterschätzen. Er kann auf ein eingespieltes Team zurückgreifen. Gegen Neuhof standen mit den beiden Ginsheimern Simon Geisler und Maximilian Thomasberger sowie Andre Schneider (Viktoria Urberach) nur drei Neuzugänge in der Anfangself. In Hanauer Gefilden am bekanntesten ist Takero Itoi. Der Japaner trug in der Saison 2018/19 das Trikot des SC 1960 Hanau. Das bislang einzige Tor der Walldorfer geht auf das Konto des schnellen Rechtsfußes. In Hünfeld glich er in der Nachspielzeit zum 1:1 aus.

Gegen die Osthessen stand auch Mohammed Hakimi in der Startelf. Der Torjäger war erst in der Winterpause von Germania Ober-Roden nach Walldorf gewechselt. Gegen Neuhof fehlte er im Kader. Was auch Heilmann auffiel, den Grund kennt er jedoch nicht.

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