Tabellenführer der 2. Bundesliga will Duell in Schwabach über Defensive entscheiden

„Hessenauswahl“ der Rhein-Main Baskets bereit für Knallerspiele

Ex-Nationalspielerin Svenja Greunke (mit Ball) und Paula Süssmann (Zweite von links) bilden ein starkes Center-Duo für die Rhein-Main Baskets. Greunke überragte zuletzt gegen Heidelberg mit 27 Punkten, Süssmann kam auf zwölf Zähler.
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Ex-Nationalspielerin Svenja Greunke (mit Ball) und Paula Süssmann (Zweite von links) bilden ein starkes Center-Duo für die Rhein-Main Baskets. Greunke überragte zuletzt gegen Heidelberg mit 27 Punkten, Süssmann kam auf zwölf Zähler.

„Rhein-Main Baskets sorgen mit ,Hessenauswahl‘ in der 2. Liga für Furore.“ So lautet die Schlagzeile eines Beitrags auf der Facebook-Seite des Hessischen Basketball-Verbandes (HBV). Begleitet von begeisterten Kommentaren. Hintergrund: In der mit vielen Importspielerinnen besetzten 2. Basketball-Bundesliga der Frauen bilden die Baskets eine Ausnahme. Sie stehen nur mit südhessischen (Ex)-Auswahlspielerinnen auf dem Parkett. Selbst Cheftrainer Saymon Engler ist für den HBV als Honorartrainer im Einsatz.

Langen - „Es ist natürlich schön, zu sehen, dass unser Weg gewürdigt und geschätzt wird“, sagt Engler. Wenn der Erfolg einem recht gibt, umso besser. Drei Spiele, drei Kantersiege, Platz eins. Engler weiß freilich, dass dieser Tabellenstand eine Momentaufnahme ist. Ziel bleibt ein solider Rang im Mittelfeld. „Wir können das sehr gut einordnen und werden sicher nicht abheben. Die Knallerspiele kommen ja auch erst noch“, betont der Baskets-Coach.

Dazu zählt er die Duelle mit Würzburg, die Derbys gegen Bad Homburg sowie das anstehende Gastspiel am Samstag (13 Uhr) in Franken. Dort bekommt es der Spitzenreiter mit den ebenfalls noch ungeschlagenen Baskets Schwabach zu tun, die allerdings bei ihren Siegen deutlich mehr Mühe hatten. Die letzte Reise dorthin haben die Baskets in guter Erinnerung. Mit dem 101:59 knackten sie die Hundert-Punkte-Marke und feierten ein regelrechtes Dreier-Festival. Gleich fünf Spielerinnen trafen zweistellig, von denen Jule Seegräber und Svenja Greunke weiter zu den Säulen zählen. Es war zugleich das letzte Spiel der vergangenen Saison, ehe Corona für eine Zwangspause sorgte.

Mit den Gastgeberinnen von damals hat die aktuelle Mannschaft allerdings wenig zu tun. Sie ist zwar mit deutlich weniger erfahrenen Stammkräften besetzt. Dafür kamen mit der Niederländerin Yvette Adriaans, der zypriotischen Nationalspielerin Marissa Pangalos und US-Guard Ericka Mattingly drei Verstärkungen, die ihr Team auf ein anderes Niveau gehoben haben. „Gerade auf der Spielmacherposition sind sie sehr gut besetzt. Wir müssen voll konzentriert ins Spiel gehen und uns vor allem auf unsere Defensive konzentrieren. Ich möchte Spiele mit guter Verteidigung gewinnen“, fordert Engler. Gerade in der Abstimmung sieht der Trainer trotz der klaren Erfolge mit wenigen Gegenpunkten noch etwas Verbesserungsbedarf. „Wir sind manchmal etwas spät dran in der Rotation, dadurch tun sich Lücken auf.“

Lücken, die von den Schwabacherinnen noch konsequenter ausgenutzt werden dürften. Das Spielmacher-Duo Mattingly und Pangalos punktet nicht nur fleißig, sondern verzeichnet viele Ballgewinne. Die 1,86 Meter große Adriaans sorgt für die Rebounds und ist auch aus der Distanz gefährlich. „Aber auch wir haben gezeigt, dass wir im Angriff einige Optionen haben“, meint Engler.

Gewarnt sind die Gäste, aber auch voller Zuversicht. Zumal die verjüngte Mannschaft bereits eine gut funktionierende Einheit darstellt. „Mit Svenja Greunke und Pia Dietrich haben wir erfahrene Spielerinnen, die immer besser in Fahrt kommen. Aber auch Mädels wie Monika Wotzlaw, Jule Seegräber oder Paula Süssmann sind zuverlässige Stützen. Und die jungen Talente fügen sich prima ein“, sagt Engler. Auch für sie wird es die erste große Bewährungsprobe der Saison.

Von Jörn Polzin

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