Weiterer Neuzugang dabei

Hessenliga: FC Hanau 93 startet nach Corona-Pause mit der Vorbereitung

Trainingsstart beim HFC: Rico Kaiser, Deniz Topcu und Kreso Ljubicic (von rechts) bereiten sich mit Hanau 93 auf die kommende Hessenliga-Saison vor.
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Trainingsstart beim HFC: Rico Kaiser, Deniz Topcu und Kreso Ljubicic (von rechts) bereiten sich mit Hanau 93 auf die kommende Hessenliga-Saison vor.

Seit dieser Woche fließt beim Fußball-Hessenligisten FC Hanau 93 wieder der Trainingsschweiß. Das neue Trainergespann Ioannis Takidis und Kreso Ljubicic konnte zum Auftakt mit Niklas Biehrer einen weiteren Neuzugang begrüßen. Der 21-jährige Mittelfeldspieler wechselt vom Ligakonkurrenten FV Bad Vilbel an die Kastanienallee.

Hanau – Biehrer stand bereits in der vergangenen Saison im Fokus der 93er, seinerzeit wollte Ex-Trainer Michael Fink den jungen Akteur gerne verpflichten. „Niklas passt als interessanter und ambitionierter junger Spieler gut in unser Team und ist vielseitig einsetzbar. Er kann auch Innenverteidiger spielen“, erklärt Takidis.

Ex-Spieler Lennox Crews ist Trainingsgast

Ebenfalls erstmals im Trainings-Outfit der 93er agierten die anderen bereits feststehenden Neuzugänge Samuel Örs (SV Lippstadt), Mitja Hofacker (SG Johannesberg), Kubilay Cetin (Bayern Alzenau) und Deniz Topcu (SV Zeilsheim). Ein weiteres neues Gesicht entpuppte sich als alter Bekannter: Lennox Crews.

Giovanni Fallacara, kommissarischer Sportlicher Leiter, klärt auf: „Lennox ist derzeit aus Amerika zu Gast. Da er noch eine Spielberechtigung für uns besitzt, wird er auch eingesetzt bis August. Dass er richtig fit ist, ist unseren Trainern sofort aufgefallen, somit wird er auch beim Pokalspiel dabei sein.“

Erstes Testspiel beim FSV Neuberg

Am 4. Juli tritt der ambitionierte Hessenligist in der Zwischenrunde des Hanauer Kreispokalwettbewerbs 2020/21 im Stadtduell beim Verbandsligisten SC 1960 Hanau an. Der wohl erste Härtetest für die am 15. August beginnende Punktspielrunde.

Eher als leichter Aufgalopp sind die Freundschaftsspiele bei den Kreisoberligisten FSV Neuberg (26. Juni) und Germania Bieber (29. Juni) zu werten. „Wir wollen erst mal ordentlich trainieren und werden die Intensität allmählich steigern“, erklärt Takidis. Ljubicic und er achten sehr auf die richtige Belastungssteuerung und lassen auch die mehr als siebenmonatige Pause einiger Spieler nicht außer Acht. Nur wenige – die Ex-Alzenauer Ljubicic und Cetin etwa – kommen aus einem regelmäßigen Trainings- und Spielbetrieb.

Neuzugang Niklas Biehrer

Frei haben die Fußballer des Hessenligisten in der Vorbereitung lediglich mittwochs, an den übrigen Wochentagen wird trainiert. In der heißen Phase im Juli sind zudem an den Wochenenden Testspiele geplant.

Spieler kommen ohne Extrakilos

Das Trainerteam und auch Fallacara nahmen beim ersten Training wohlwollend zur Kenntnis, dass sich in der ungewöhnlich langen Fußballpause nur wenige Extrakilos angesammelt hatten. „Möglich ist so was schon, denn wir Fußballer essen für gewöhnlich auch mehr“, scherzte Takidis. Klar hat der eine oder andere in Sachen Fitness noch etwas Nachholbedarf, doch im Großen und Ganzen wurden die Hausaufgaben gemacht.

„Manche waren echt fleißig, das hat man richtig beim ersten Training gesehen“, ergänzt Fallacara und lobt exemplarisch Kapitän Tolga Ünal, Torwart Armend Brao und auch den in den vergangenen Jahren nicht immer als Trainingsweltmeister bekannten Patrick Gischewski. Alle brennen auf die neue Runde und für Konkurrenzdruck im Kader wird beim ältesten Fußballverein Hessens wieder gesorgt sein. Die Personalplanungen sind noch nicht gänzlich abgeschlossen, ein oder zwei Spieler könnten die Liste der Neuzugänge noch erweitern.

Offen ist weiterhin der Modus der kommenden Hessenliga-Saison. Das von Takidis favorisierte Modell einer normalen Runde mit 42 Spieltagen („Fußballer spielen lieber, anstatt zu trainieren“) erwies sich bei der jüngsten Besprechung der Hessenligisten in Grünberg als nicht mehrheitsfähig. Im Raum stehen eine Einfachrunde oder die Teilung der Liga, jeweils mit anschließenden Auf- und Abstiegsspielen. „Wir nehmen es, wie es kommt und können es ohnehin nicht beeinflussen“, meint Takidis.

Von Frank Schneider

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