RK Heusenstamm

Hessens Rugby-Talente fallen durchs Raster

Die beiden Nationalspieler Sam Rainger (rechts) und Tim Biniak (Mitte) stehen dem RK Heusenstamm am Samstag im Erstligaspiel bei der RG Heidelberg nicht zur Verfügung.(c)Foto: Kessler
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Der RK Heusenstamm hat schon einige Siebener-Nationalspieler hervorgebracht - wie Sam Rainger (rechts) und Tim Biniak (Mitte, inzwischen RG Heidelberg). Beim jüngsten Lehrgang der deutschen U18-Auswahl war jedoch kein Heusenstammer dabei.

Hessen ist in Deutschland durchaus eine Rugby-Hochburg, war beim letzten Lehrgang der deutschen U18-Siebenerauswahl jedoch nicht vertreten. Das überrascht, allerdings nur auf den ersten Blick.

Offenbach – Der Punktspielbetrieb im deutschen Rugby ruht. Trainiert wird nur individuell, abgesehen von einigen Ausnahmen. So fand kürzlich in Heidelberg ein Lehrgang der deutschen U18-Siebenerauswahl statt. Allerdings ohne Talente der hessischen Erstligisten. Im Fall des SC Frankfurt 1880 ist das nicht unbedingt überraschend. Beim 15er-Meister hält man nicht besonders viel von der schnellen, olympischen Variante. In Heusenstamm hingegen schon. Der RKH hat bereits mehrere Siebener-Nationalspieler hervorgebracht und einige Talente in seinen Reihen, die für den DRV in Frage kommen könnten. Dass dennoch keiner der „Füchse“ für den Lehrgang nominiert worden war, obwohl Max Pietrek (Heusenstamm) einer der beiden Nationaltrainer ist, überrascht. Aber nur auf den ersten Blick. Hessen nahm im August nicht an den „Landesverbandsmeisterschaften light“ teil, bei denen gescoutet wurde. „Somit wurde keiner gesichtet“, erklärt Markus Walger, Präsident des RK Heusenstamm und einst selbst Siebener-Nationalspieler.

Zudem hatte es erst kurz zuvor einen Wechsel auf dem Posten des Landestrainers gegeben. Man sei mit dem erfahrenen 15er-Nationalspieler Samy Füchsel (SC Frankfurt 1880), dem Nachfolger von Melvine Smith (coacht mittlerweile den RSV Köln), „in Kontakt, um gemeinsame Wege zu entwickeln, wie die hessischen Talente noch besser gefördert werden können“, teilte DRV-Sportdirektor Manuel Wilhelm (Heidelberg) mit. „Dazu gehört sicher auch die Teilnahme an Vergleichen der Landesverbände.“ (Von Christian Düncher)

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