Fünfter bei deutscher Siebener-Meisterschaft

RK Heusenstamm scheitert an Wetter und sich selbst

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Rugby im Regen: Patrick Weber (rechts) erzielte insgesamt 30 Punkte für den RKH, konnte die Viertelfinal-Pleite aber nicht verhindern. Links: Benni Krimer.

Wenn Mikey Ferraris auf Deutsch flucht, ist das kein gutes Zeichen. Gestern Mittag war aber genau das der Fall.

Heidelberg – Der südafrikanische Trainer des Rugby-Klubs Heusenstamm stand wie ein begossener Pudel auf dem Sportgelände am Heidelberger Harbigweg und gab sich erst gar keine Mühe, seinen Frust zu verbergen. „Was für ein Scheißspiel“, ärgerte er sich über die Viertelfinal-Niederlage der „Füchse“ bei den deutschen Siebener-Meisterschaften gegen den Heidelberger RK – 0:7. Das Minimalziel wurde zwar erreicht, jedoch wäre für den RKH mehr möglich gewesen als der fünfte Platz.

Das Turnier hatte aus Heusenstammer Sicht bereits unglücklich begonnen: Vorrunden–Gegner RC Luxemburg sagte kurzfristig ab. Es blieben somit nur zwei Spiele, um sich den Gruppensieg zu holen und damit im Viertelfinale, das als Minimalziel ausgegeben worden war, Gastgeber, Vorjahressieger und Topfavorit RG Heidelberg auszuweichen. Das gelang. Erst besiegte der RKH die „Listigen Füchse“ (mit Spielern aus Hannover) 31:5, danach den SC Neuenheim 21:14.

Ins Viertelfinale gegen den Heidelberger RK ging Heusenstamm eigentlich als Favorit, doch in der Partie lief alles gegen die „Füchse“: „Es fing bereits damit an, dass es zu regnen begann“, haderte Ferraris. „Die Bedingungen kamen uns nicht wirklich entgegen. Es gab zudem einige unglückliche Entscheidungen gegen uns.“ Der RKH verursachte zu viele Straftritte und kassierte darüber hinaus zwei Zeitstrafen. Das nutzte der Heidelberger RK aus. „Sie haben den einen, entscheidenden Versuch gelegt. Wir waren nicht gut genug, haben auch zu viele Fehler mit dem Ball gemacht.“

Immerhin: Heusenstamm, das auf die Nationalspieler Sam Rainger (Reha) und Tim Biniak (hat sich abgemeldet) verzichten musste, zeigte Moral und setzte sich zu Beginn der Platzierungsrunde 33:7 gegen Hannover 78 durch (Ferraris: „Die Jungs haben das toll gemacht“). In der abschließenden Partie um Rang fünf gab es dann ein 21:12 gegen Neuenheim.

Deutscher Meister wurde zum fünften Mal in Folge und zum zwölften Mal insgesamt die RG Heidelberg, die sich im Finale klar mit 33:10 gegen den SC Germania List aus Hannover durchsetzte.

Vorrunde:

RKH - Listige Füchse 31:5

RKH - SC Neuenheim 21:14

Viertelfinale:

RKH - Heidelberger RK 0:7

Platzierungsrunde:

RKH - Hannover 78 33:7

Spiel um Platz fünf:

RKH - SC Neuenheim 21:12

RKH: N. Rainger (15), K. Zeiger, Krimer, Utikal (5), Baumann (5), Moreno, Schuster, Schmitt (5), L. Hees (20), Z. Hees (10), Kugolowski, P. Weber (30)

VON CHRISTIAN DÜNCHER

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