Rugby

Heusenstamm verstärkt sich fürs Spiel gegen Schlusslicht Luxemburg

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Gelingt diesmal der Durchbruch? Rugby-Erstligist RK Heusenstamm (grün-rote Trikots) will endlich den ersten Saisonsieg einfahren.

Der Blick auf die Tabelle der 1. Rugby-Bundesliga Süd/West bereitet den „Füchsen“ Schmerzen. „Uns allen tut das weh“, sagt Cheftrainer Mikey Ferraris, der mit seinem Team nach vier Spielen punktloser Vorletzter ist.

Heusenstamm – Lediglich der RC Luxemburg, der wegen der Nichterfüllung von Lizenzkriterien mit dem Abzug von zwei Zählern bestraft wurde, steht aktuell noch schlechter da. Am Samstag (14 Uhr) treffen beide im Sportzentrum Martinsee aufeinander – ein richtungsweisendes Duell.

„Wir müssen schnell auf die Beine kommen, denn diese Partie ist ein Schlüsselspiel“, weiß Ferraris. Da trifft es sich gut, dass die jüngsten Personalsorgen quasi mit einem Schlag verflogen sind. „Es ist das erste Mal seit langer Zeit, dass wir die Wahl zwischen zu vielen Spielern haben“, freut sich der Trainer. „Wir werden einen enormen Kader haben.“

Zwar fallen Zinzan Hees sowie Zugang Joshua Beaufort aus, weil sie sich aktuell für einen Kader im „Wolfpack“ bewerben und daher bei einem Lehrgang des deutschen Siebener-Nationalteams weilen. Dafür steht Nationalspieler Leon Hees zu Verfügung, der eigentlich ein Praktikum in München absolviert, aber extra für das Spiel anreist. Zudem wird Zugang Daniel Fubel (SC Frankfurt 1880 II) debütieren. Fraglich ist der Einsatz von Lucas Schmitt (Gehirnerschütterung), ansonsten stehen alle Spieler aus der Hintermannschaft zur Verfügung. Und im zuletzt arg dezimierten Sturm hat Ferraris diesmal sogar im wahrsten Sinne die Qual der Wahl, vor allem in vorderster Front.

„Wir haben mehr als genug Erste-Reihe-Stürmer“, betont der Coach. „Es kommen viele Spieler zurück, die um einen Kampf in der Startformation kämpfen. Das sorgt für positive Impulse.“ Vor allem freut sich Ferraris darüber, dass Kapitän Benni Krimer wieder zur Verfügung steht. „Er ist echter Leader und wird die Jungs anführen.“ Ex-Kapitän Jordi Pfeifer ist ebenfalls wieder an Bord. Und Florian Frede sei nach seinem guten Debüt „hungrig“, sagt der Trainer, der zudem noch einen Joker in der Hinterhand hat. Sein südafrikanischer Landsmann Ryan Howell wird das Team kurzfristig gegen Luxemburg verstärken. Er sollte eigentlich erst 2020 für ein Jahr kommen, reist aber nun schon früher an.

„Er spielt in unseren Plänen eine Rolle und wird etwas Spielzeit bekommen“, so Ferraris. „Wichtiger als er ist aber das Spiel gegen Luxemburg. Die werden sich sicherlich Chancen auf einen Sieg bei uns ausrechnen.“ Der RK Heusenstamm will das mit aller Macht verhindern. „Wir wollen dieses Spiel nutzen, um wieder zurück in die Spur zu kommen. Eigentlich müssen wir nur auf den Platz gehen und unsere Arbeit machen. Am wichtigsten ist dabei, dafür zu sorgen, dass jeder Treffer sitzt.“

VON CHRISTIAN DÜNCHER

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