Strecken- und Teilnehmerrekord in Dudenhofen

Hoffmann krönt Ultramarathon-Premiere

+
958 Teilnehmer begaben sich beim Ultramarathon auf die Strecke. Fastnachtsfreunde mit Leopardenkostüm, pinkfarbenen Hüten und Fellmützen sowie neongelben Röcke sorgten für reichlich Farbtupfer.

Dudenhofen - Als Wolfgang Junker, Vorsitzender des Rodgau Lauftreffs (RLT), am Samstagmorgen aus dem Fenster schaute, schwante ihm Böses: „Der Himmel war fast schwarz.“

Doch der kräftige Wind vertrieb die Wolken und so purzelten beim 17. Ultramarathon des RLT über 50 Kilometer rund um die Gänsbrüh in Dudenhofen bei sehr guten Bedingungen die Rekorde: Mit 958 Teilnehmern wurde die bisherige Bestmarke aus dem vergangenen Jahr (860) deutlich übertroffen. Zudem freuten sich Läufer und Veranstalter gleich über zwei Streckenrekorde. Gesamtsieger wurde erstmals Benedikt Hoffmann (TSG 1845 Heilbronn), der in 2:57:27 Stunden bei seiner Ultra-Premiere einen neuen Streckenrekord aufstellte und als zweiter Läufer in Rodgau nach Florian Neuschwander (siegte 2014 in 2:58:42 Stunden) unter der Drei-Stunden-Marke blieb. „Meine erste Runde war die langsamste, die letzte Runde die schnellste. Toll war die Unterstützung durch die anderen Läufer auf der Strecke“, freute sich der 30-Jährige, der zuletzt den Frankfurt-Marathon in 2:20:02 Stunden bewältigte.

Platz zwei belegte Janosch Kowalczyk (Phabene Laufteam/LT Höfingen) mit knapp zwölf Minuten Rückstand vor Karsten Fischer vom SSC Hanau-Rodenbach (3:09:30). Bei den Frauen wurde Tinka Uphoff (Spiridon Frankfurt) ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Titelverteidigerin, die bei ihrer Ultra-Premiere 2015 den Streckenrekord von Constanze Wagner (3:37:28 Stunden im Jahr 2004) um eineinhalb Minuten verpasst hatte, siegte bei ihrem zweiten Ultra-Lauf in 3:32:44 Stunden und stellte damit ebenfalls eine neue Bestzeit auf. „Es war ganz schön hart“, meinte Uphoff, die sich an die Fersen ihres Tempomachers Matthias Müller (TSG Weinheim) heftete und in der Gesamtwertung Zehnte wurde.

Bilder: Ultra-Marathon in Rodgau

Zweitschnellste Frau war Astrid Staubach (Ultra Sport-Club Marburg) aus Herbstein im Vogelsberg in 3:52:00 Stunden vor Katrin Herbrik (3:57:57) vom TV Hergershausen. Insgesamt beendeten 611 Teilnehmer den Lauf, die übrigen gaben sich mit Distanzen zwischen 15 und 30 Kilometer zufrieden. „Von den Bedingungen sind wir sehr zufrieden“, meinte Wolfgang Junker um die Mittagszeit. „So trocken war die Strecke noch nie.“ Allerdings blies unterwegs ein kräftiger Wind. Eine Woche vor dem Fastnachtsendspurt waren einige Teilnehmer sogar kostümiert unterwegs. Als dann doch der große Regen einsetzte, hatte ein Großteil der Läufer die Ziellinie schon überquert.

leo

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare