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Holt die SG Bruchköbel in der Oberliga ohne Harz die ersten Punkten?

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Von: Robert Giese

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Wollen den ersten Sieg bejubeln: Coach Torsten Webers (links) SG Bruchköbel ist am Sonntag in Vellmar gefordert.
Wollen den ersten Sieg bejubeln: Coach Torsten Webers (links) SG Bruchköbel ist am Sonntag in Vellmar gefordert. © Scheiber

Grundverschiedene Ausgangspositionen haben die beiden heimischen Handball-Oberligisten an diesem Wochenende: Während die HSG Hanau II in der Süd-Staffel noch ungeschlagen ist, will die bisher noch punktlose SG Bruchköbel in der Nord-Staffel im dritten Spiel die ersten Zähler einfahren.

Hanau/Bruchköbel – Die Hanauer treten dabei vor heimischem Publikum am Samstag ab 18 Uhr in der Doorner Halle gegen den TuS Dotzheim an, auf die SGB wartet einen Tag später eine lange Auswärtsfahrt zum TSV Vellmar, Anpfiff ist dann ebenfalls um 18 Uhr.

HSG Hanau II - TuS Dotzheim (Sa., 18 Uhr): Drei Punkte aus zwei Spielen - ein Aufsteiger kann schlechter in eine neue Saison und Spielklasse starten. Entsprechend zufrieden zeigt sich der Hanauer Trainer Norbert Wess mit den bisherigen Auftritten: „Wir haben gezeigt, dass wir auch körperlich mithalten können und dass wir konkurrenzfähig sind.“

Mit Dotzheim schlage aber „ein anderes Kaliber“ in Hanau auf als in den ersten beiden Spielen: „Sie haben sehr erfahrene Spieler wie Marc-Oliver Teuner und Chris Grundmann im Kader, das sind Haudegen, die wissen, wie man ein Spiel leitet.“ Die Dotzheimer, die in ihrem bisher einzigen Saisonspiel in Obernburg überraschend mit 23:27 die Segel streichen mussten, hätten mit ihrer 6:0-Abwehr zudem „einen Block, den wir erst einmal knacken müssen.“

Gelingen soll das der HSG mit einem besseren Tempospiel - „vor allem die Zweite Welle haben wir bislang zu naiv ausgespielt“ - sowie mit mehr Geduld, zugleich aber auch mehr Geschwindigkeit im Positionsangriff. „Zuletzt sind wir zu schnell ins Eins-gegen-Eins“, bemängelt Wess, andererseits sei das Passtempo aber zu langsam gewesen. Das sei umso bitterer, da seine Mannschaft dadurch aus ihrer starken Abwehr gegen Münster nicht genug Kapital schlagen konnte; Hanau musste bisher durchschnittlich lediglich 16 Gegentore pro Spiel hinnehmen - Ligabestwert.

Geht es nach Wess, ändert sich an dieser Statistik auch am Samstag nichts, denn eine stabile Defensive soll die Basis für einen weiteren Erfolg sein. „Für uns ist es kein Nachteil, jetzt gegen Dotzheim zu spielen, denn so eine Mannschaft benötigt vielleicht erst ein paar Spiele, um ins Rollen zu kommen“, meint Wess, der zwar Respekt vor dem Gegner hat, mit dem Heimvorteil im Rücken aber gute Chancen auf den nächsten Punktgewinn sieht.

TSV Vellmar - SG Bruchköbel (So., 18 Uhr): Vor der weitesten Auswärtsfahrt des Jahres steht die SGB. Bei den Nordhessen will das Team von Trainer Torsten Weber die ersten Punkte der aktuellen Oberliga-Saison sammeln - und zwar unter eher ungewöhnlichen Bedingungen.

Während die meisten Oberliga-Vereine von der Möglichkeit, Haftmittel zu benutzen, bereits in dieser Spielzeit Gebrauch machen, ist beim TSV Vellmar noch alles beim Alten: Gespielt wird ohne Harz. „Schade, wir hatten uns gerade daran gewöhnt“, kommentiert Weber diesen Umstand, der seiner Mannschaft eine Trainingswoche ohne das Haftmittel beschert. Größere Schwierigkeiten durch diese Umstellung erwartet er allerdings nicht.

Generell sind die Bruchköbeler heiß auf die ersten Punkte der Saison: Nach dem schwierigen Auftaktprogramm mit den Spielen gegen MT Melsungen II und die HSG Pohlheim treffe die SGB nun auf einen Gegner, der „schlagbar“ sei. Aus den Zielen seiner Mannschaft macht Weber daher auch keinen Hehl: „Wir wollen zwei Punkte mitnehmen.“

Gelingen soll das, indem sein Team kompakt verteidige und über die Erste und Zweite Welle möglichst viele einfache Tore erziele. „Außerdem benötigen wir ein gutes Rückzugsverhalten, denn Vellmar verfügt über flinke Außen“, erläutert der SGB-Coach. Es müsse seiner Mannschaft gelingen, Vellmar so oft wie möglich ins gebundene Spiel zu zwingen, und mit zunehmender Spieldauer sieht Weber seine Spieler im Vorteil: „In Sachen Fitness dürften wir die Nase vorn haben.“

Zwar seien die Nordhessen sehr heimstark, Bruchköbel wolle diesen „Kampf aber annehmen“, und da seine Mannschaft „inzwischen weiter ist als zu Saisonbeginn und die Neuzugänge jeden Tag besser integriert sind“, sieht Weber gute Chancen, in Vellmar zu bestehen. Verzichten muss der SGB-Coach dabei zwar auf Leon Eck, entgegen erster Befürchtungen hat sich der Rückraumspieler aber nicht schwerer am Knöchel verletzt und könnte im Dezember wieder zum Einsatz kommen. (Von Robert Giese)

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