A-JUGEND-BUNDESLIGA

HSG Hanau bei Kampf um deutsche Meisterschaft mit altbekannter Abschlussschwäche

Die Moral hat gestimmt: Für die HSG Hanau um Nils Schröder (am Ball) ist der Kampf um die deutsche Meisterschaft nach der Niederlage gegen TUSEM Essen beendet.
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Die Moral hat gestimmt: Für die HSG Hanau um Nils Schröder (am Ball) ist der Kampf um die deutsche Meisterschaft nach der Niederlage gegen TUSEM Essen beendet.

Die A-Jugend der HSG Hanau hat auch die zweite und letzte Vorrunden-Partie um die deutsche Meisterschaft nicht gewinnen können: Im Heimspiel gegen TUSEM Essen gab es für die Hanauer Handballtalente eine 21:29 (8:13)-Heimpleite. Trotz engagierter Leistung zeigte die Mannschaft von Hannes Geist dabei altbekannte Probleme.

Hanau – „Wir haben leider nur phasenweise gut gespielt“, monierte der HSG-Coach nach dem Abpfiff. Sein Team hatte dabei zunächst gut in die Partie gefunden und den Beginn ausgeglichen gestalten können. Dann aber gelangen Essen fünf Treffer in Folge, wodurch sich die Gäste schon nach einer Viertelstunde deutlich absetzen konnten. Bei den Essenern stach dabei vor allem Spielmacher Nils Homscheid heraus, der den Hanauern insgesamt zehn Tore einschenkte. „Ihn haben wir in der ersten Halbzeit nicht in den Griff bekommen“, so Geist über den gegnerischen Mittelmann, dessen Schlagwürfe immer wieder im Hanauer Kasten einschlugen.

Nach Auszeit dank starker Einstellung berappelt

Geist nahm angesichts des Fünf-Tore-Rückstandes eine Auszeit, woraufhin es den Hausherren gelang, sich wieder zu stabilisieren und den Rückstand bis zum Seitenwechsel konstant zu halten. Das lag auch am großen Einsatz, den die Hanauer betrieben: „Von der Einstellung her kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, lobte Geist seine Spieler, „sie haben versucht, was sie konnten.“

Allerdings gelang es der HSG auch im zweiten Durchgang nicht, ihre Leistung konstant abzurufen – und das nutzte Essen gleich nach Wiederanpfiff aus: Bis zur 40. Minuten bauten die Gäste ihren Vorsprung auf acht Treffer aus und sorgten damit früh für die Vorentscheidung. „Sie waren sehr spielstark, sind viel ins Eins-gegen-Eins gegangen, haben den Ball gut laufen lassen und aggressiv-leidenschaftlich gedeckt“, zählte Geist die Stärken des Gegners auf.

Seine eigene Mannschaft zeigte hingegen neben der mangelnden Konstanz eine weitere altbekannte Schwäche – und zwar beim Abschluss: „Unsere Chancenverwertung war unter aller Kanone“, wurde der HSG-Coach deutlich, „wir müssen einfach verstehen, dass wir uns mit Toren für unsere Arbeit belohnen müssen.“

Hanau mit anhaltender Abschlussschwäche

Die anhaltende Abschlussschwäche der Gastgeber sorgte auch dafür, dass diese den Rückstand in der Schlussphase nicht mehr verkürzen konnten: Zwar konnte Essen sich nicht weiter absetzen, in Gefahr geriet der TUSEM Essen aber nicht mehr. Am Ende stand eine in den Augen von Geist „verdiente“ 21:29-Heimniederlage auf der Anzeigetafel der Doorner Halle, wodurch die HSG seit Mitte September weiter auf einen Sieg wartet: „Das ist schon ein bisschen deprimierend.“ Mit der zweiten Niederlage endet für die HSG Hanau der Kampf um die deutsche Meisterschaft. (Von Robert Giese)

HSG Hanau: Philipp Spenkoch, Benedikt Weigand; Philipp Busse (5), Akos Csaba (2), Alen Durmic (4/3), Marlon Faust, Leon Gutknecht (2), Peer Kreuzkam (1), Max Moock (1), Niels Prüfert, Cedric Schiefer (5), Niklas Schierling (1), Torben Scholl, Nils Schröder - Schiedsrichter: Hartmann/Hennekes - Siebenmeter: HSG 3/3, TUSEM 4/3 Zeitstrafen: HSG 2, TUSEM 4

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