Hanau büßt an Erfahrung und Qualität ein

Handball: Gesicherter Mittelfeldplatz das Saisonziel der HSG Hanau

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Der Kader der HSG Hanau für die Saison 2018/19

Hanau -  „Wir haben viel Qualität und Erfahrung abgegeben“, sagt Patrick Beer, Trainer beim Handball-Drittligisten HSG Hanau vor dem Saisonstart am Samstag (20 Uhr) beim TV Germania Großsachsen, mit Blick auf die Abgänge.

Hannes Geist und Kai Best beendeten ihre Karriere, wobei Geist aufgrund der aktuellen Personalsorgen zuletzt bereits wieder reaktiviert wurde. Philipp Reuter legt eine Pause ein, Eric Schaeffter wechselte zum Ligarivalen MSG Groß-Bieberau/Modau.

Verstärkt haben sich die Grimmstädter vor allem wieder mit jungen, hungrigen Spielern. Im Vergleich zur vergangenen Saison, die die HSG auf dem sensationellen dritten Platz abschloss, hat die verjüngte Mannschaft deutlich an Erfahrung eingebüßt, „von der Qualität her liegt die Mannschaft nicht mehr ganz so eng zusammen“, erklärt Beer, der einen gesicherten Mittelfeld als Saisonziel nennt. Und bei optimalem Verlauf vielleicht auf Platz sechs und die erneut mögliche Direktqualifikation für den DHB-Pokal. Denn nach dem grandiosen Auftritt am vergangenen Wochenende gegen Erstliga-Aufsteiger SG BBM Bietigheim (32:33) haben die Hanauer Blut geleckt für außergewöhnliche Aufgaben.

„In der vergangenen Saison war die Liga nicht ganz so stark, aber sehr ausgeglichen“, erklärt Beer, „nun ist das Niveau an der Spitze gestiegen. Nußloch und Eisenach werden den Takt angeben, dahinter reihen sich Mannschaften wie Oftersheim, Erlangen, Groß-Bieberau und Nieder-Roden ein. Und möglicherweise wieder ein Überraschungsteam. Die Liga ist sicherlich ein Tick stärker als in der vergangenen Runde.“

„Wir waren mit Engagement dabei, das ganze hat sich langsam aufgebaut“, so Beer über die Vorbereitung. „Zwischendurch haben wir nicht so gut gespielt, weil wir uns erst finden mussten“, erklärt der HSG-Trainer mit Blick auf ein halbes Dutzend Zugänge. Im letzten Testspiel gegen Süd-Drittligist TSG Haßloch (31:23) und vor allem im Pokalspiel gegen Bietigheim zeigten sich die Hanauer allerdings in blendender Spiellaune.

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Weil in Lucas Lorenz (mehrere Monate Pause nach Ellenbogen-Operation) und dem aus der zweiten Mannschaft nach oben gezogenen Yannick Ahouansou (Syndesmosebandriss) gleich zwei Kreisläufer längerfristig ausfallen, zogen die Hanauer Jugendspieler Henrik Graichen nach oben - und reaktivierten Hannes Geist für das Pokalspiel gegen Bietigheim.

Nun geht es zum Rundenauftakt nach Hirschberg an der Bergstraße zum TV Großsachsen. Die Baden-Württemberger waren in der vergangenen Saison neben dem SV Anhalt Bernburg die einzige Mannschaft, die in Hanau ein Unentschieden erkämpfte. Das Rückrundenspiel in Hirschberg verlor Hanau mit 24:25, holte somit gegen die Germania nur einen Zähler. Auch am Samstag erwartet die Grimmstädter ein schwerer Gang. Wohin der Weg in dieser Saison führt, wird sich aber erst Mitte/Ende September zeigen. „Man braucht drei, vier Spiele, um sich zu sortieren, egal wer der Gegner ist“, sagt Beer. (leo)

Kader:

Tor: Benedikt Müller (TuS Dotzheim), Fabian Tomm, Sebastian Schermuly - Rückraum rechts: Marc Strohl, Jannik Ruppert - Rückraum Mitte: Michael Hemmer (HBW Balingen-Weilstetten), Tarek Marschall (eigene Jugend), Jan-Eric Ritter - Rückraum links: Maximilian Bergold, Yaron Pillmann - Rechtsaußen: Dennis Gerst (TV Gelnhausen), Björn Christoffel - Kreis: Yannik Woiwod (SG Bruchköbel), Yannick Ahouansou (2. Mannschaft), Henrik Graichen (eigene Jugend), Lucas Lorenz - Linksaußen: Luca Matschat (eigene Jugend), Marius Brüggemann, Patrick Pareigis

Abgänge: Andreas Neumann (2. Mannschaft), Eric Schaeffter (MSG Groß-Bieberau/Modau), Hannes Geist, Kai Best (beide Karriereende), Philipp Reuter (Handballpause), Can Adanir (Rhein-Neckar Löwen 2)

Trainer: Patrick Beer (seit Dezember 2013)

Saisonziel: gesichertes Mittelfeld - Favoriten: ThSV Eisenach, SG Nußloch

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