Trainer Beer mit Platz vier in 3. Liga hoch zufrieden

HSG Hanau kann in Ruhe arbeiten

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Der Hanauer Marc Strohl (links) im Zweikampf mit Leutershausens Daniel Zourek. Strohl erzielte bisher 44 Tore für die HSG - ebenso wie Yaron Pillmann Noch erfolgreicher waren Lucas Lorenz (50), Maximilian Bergold (60) und Philipp Reuter (68).

Hanau -  „Insgesamt bin ich sehr zufrieden“, sagt Patrick Beer, Trainer des Handball-Drittligisten HSG Hanau. Von Patrick Leonhardt

Kein Wunder: Mit 19:13 Punkten nehmen die Grimmstädter im zweiten Jahr in der dritthöchsten deutschen Spielklasse zur Saisonhalbzeit den vierten Platz ein, haben aber auch schon eine Partie mehr als die Konkurrenz absolviert. Ihre erste Spielzeit in der 3. Liga hatten die Hanauer auf Platz neun abgeschlossen.

„Wir haben ein wenig Zeit gebraucht, um komplett in die Saison zu kommen“, erklärt Beer. „Zu Hause war das immer okay, auswärts haben wir einige Rückschläge hinnehmen müssen.“ Ausschlaggebend für das gute Zwischenergebnis waren die Leistungen vor eigenem Publikum, 17:1 Punkte holten die Hanauer in der Main-Kinzig-Halle. Aber im Endspurt der ersten Saisonhälfte steigerte sich die HSG auch auswärts und zeigte in den letzten sechs Partien in 2017 ihr wahres Leistungsvermögen. „Auch in Großwallstadt haben wir sehr gut gespielt“, sagt Beer trotz der unglücklichen 26:28-Niederlage beim Titelaspiranten. „Wir sind variabler geworden und haben uns weiterentwickelt“, blickt der HSG-Trainer zufrieden zurück und ergänzt: „Zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Runde hatten wir zwölf Pluspunkte. Nun können wir deutlich ruhiger arbeiten.“ Bereits vor den beiden Knallerspielen zum Jahresabschluss in Großwallstadt (26:28) und gegen Zweitliga-Absteiger SG Leutershausen (23:22) hatten die Hanauer ihr Punktesoll erfüllt, der Sieg gegen Leutershausen war somit ein echter Bonussieg.

Platz vier - und das trotz nur kleinem Kader. „Jan-Eric Ritter und Marc Strohl haben den Abgang von Tilman Werner auf halbrechts gut kompensiert“, lobt Beer. „Und Lucas Lorenz hat uns mehr Qualität nach vorne gebracht“, sagt Beer über den Kreisläufer aus Groß-Bieberau. Von Lorenz’ Verpflichtung profitierte vor allem Hannes Geist. Der Kreisläufer bekam öfters eine Pause gegönnt - „und war, wenn er auf das Parkett kam, immer sehr gut“, meinte Beer. Patrick Pareigis benötigte im seit Jahren gefestigten Hanauer Team zwar ein wenig Anlaufzeit, wurde aber im Verlauf der ersten Saisonhälfte immer stärker: „Er findet sich in seiner Rolle immer besser zurecht, ist ein echter Allrounder mit sehr guter Abwehrarbeit und guten Ansätzen nach vorne“, sagt Beer über den Zugang vom Oberligisten HSG VfR/Eintracht Wiesbaden.

HSG Hanau sichert sich Punkte gegen Leutershausen: Bilder

Natürlich wollen die Hanauer ihren Kader über die Saison hinaus zusammenhalten. Viel Konkurrenz haben sie nicht. In früheren Jahren wechselte immer mal ein Spieler nach Nieder-Roden, doch seit dem Aufstieg in die 3. Liga bewegen sich die Hanauer mit dem Lokalrivalen auf Augenhöhe (und gewannen in dieser Saison das erste Aufeinandertreffen sogar sicher mit 25:20). „Da muss schon ein Erst- oder Zweitligist kommen, dass hier einer weggeht“, prophezeit Beer. Und der kam auch: Der Deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen sicherte sich ab Sommer 2018 die Dienste von HSG-Torhüter Can Adanir. „Wenn einer unserer Spieler in die 1. oder 2. Liga wechselt, dann haben wir alles richtig gemacht, damit können wir leben“, erklärt Beer.

Zu Wochenbeginn sind die Hanauer wieder in das Training eingestiegen, am Sonntag, 28. Januar, steht das erste Pflichtspiel des Jahres gegen den SV Anhalt Bernburg an. Zu Hause wollen die Hanauer natürlich weiter ungeschlagen bleiben und ihre gute Position weiter verteidigen. Platz drei bis sechs soll es für die HSG am Rundenende schon sein.

Bilder: Hanau gewinnt Handball-Derby

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