HSG Nieder-Roden gegen SG Herrenberg

Auf die Abwehr kommt einiges zu

Nieder-Roden (leo) - „Von den 2:4 Punkten darf sich keiner blenden lassen“, sagt Alexander Hauptmann, Trainer des Handball-Drittligisten HSG Nieder-Roden, mit Blick auf die bisherigen drei Auftritte der SG Herrenberg, am Samstagabend um 19.30 Uhr in der Sporthalle an der Wiesbadener Straße nächster Gegner des Aufsteigers aus Rodgau.

In der vergangenen Saison erreichten die Schwaben mit 28:32 Punkten den zehnten Platz. „Herrenberg war in der vergangenen Runde eine starke Mannschaft, hat aber derzeit große Verletzungssorgen. Dennoch wird das eine sehr schwere Aufgabe für uns“, erklärt Hauptmann. Am ersten Spieltag kamen die Schwaben bei Spitzenreiter HBW Balingen-Weilstetten II mit 20:33 unter die Räder . Umso höher ist daher das 29:29 zu bewerten, das Nieder-Roden gegen Balingen erreichte – der bisher einzige Punktverlust des Tabellenführers.

In den Partien gegen Groß-Bieberau (28:27) und beim TV Hochdorf (29:30) lag Herrenberg bereits mit neun, beziehungsweise sechs Toren zurück und kämpfte sich doch noch einmal heran – ein Indiz dafür, dass sich die Mannschaft von Trainer Stephan Christ niemals hängen lässt und bis zum Schlusspfiff kämpft. Mit den Routiniers Ingo Krämer, Valentin Hörer und Christian Dürner sind die Haupttorschützen der Schwaben auf dem linken Flügel zu finden – auf Nieder-Rodens Abwehr um Kapitän Sebastian Schulz, der derzeit mit 28 Treffern die interne Torschützenliste der HSG anführt, kommt einiges zu. „Herrenberg verfügt zudem über eine starke Abwehr und starke Torhüter“, weiß Alexander Hauptmann.

„Wir haben alle Mann an Bord“

Bei den „Baggerseepiraten“ absolvierten die beiden angeschlagenen Philipp Keller und Tim Henkel – kamen beide in Groß-Bieberau nur für einige Minuten in der zweiten Hälfte zum Einsatz – in dieser Woche alle Trainingseinheiten und stehen am Samstagabend wieder im Kader. „Wir haben alle Mann an Bord“, sagt Hauptmann und gibt sich entsprechend zuversichtlich.

In Groß-Bieberau zeigten die Nieder-Rodener in der ersten Hälfte eine starke Leistung, führten zur Pause mit vier Toren Vorsprung. Nach 4:53 Minuten im zweiten Durchgang lag die HSG allerdings in Rückstand und verlor die Begegnung mit 30:35. „Wir müssen diese Leistung dieses Mal über 60 Minuten abrufen“, fordert Hauptmann. Die Nieder-Rodener setzen auch auf ihre Heimstärke, wollen vor eigenem Publikum die nötigen Punkte zum (vorzeitigen) Klassenerhalt sammeln. Und die Fans stehen derzeit treu zur HSG: Zum Südhessen-Derby nach Groß-Bieberau hatten 150 Nieder-Rodener ihre Mannschaft begleitet.

Rubriklistenbild: © Archiv: Eyßen

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