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HSG Rodgau muss sich weiter steigern

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Voller Einsatz vor großer Kulisse. Nieder-Rodens Florian Stenger setzt sich gegen die Gelnhausener Abwehrreihe um Silas Altwein durch. Stenger traf beim 18.18 zweimal.
Voller Einsatz vor großer Kulisse. Nieder-Rodens Florian Stenger setzt sich gegen die Gelnhausener Abwehrreihe um Silas Altwein durch. Stenger traf beim 18.18 zweimal. © eyssen

Die HSG Rodgau Nieder-Roden und der TV Gelnhausen haben sich in einem spannenden Handball-Drittliga-Spiel ein 18:18 geliefert. Somit bleibt Nieder-Roden Tabellenfünfter.

Nieder-Roden - Schon von Beginn an konnte man erahnen, dass dieses Spiel kein Torspektakel werden würde. Die beiden Torhüter Marco Rhein und Julian Lahme hatten einen Sahnetag erwischt. Auch die Abwehrleistung beider Mannschaften war sehr diszipliniert. Nach zwölf Minuten führte Gelnhausen mit 5:4 und hatte im Anschluss seine beste Phase, die zu einem 9:4-Zwischenstand führte. „Wir hatten eine starke Phase, haben dann aber leider Fehler gemacht. Das hat Nieder-Roden mit seiner Klasse sofort ausgenutzt“, sagte der Trainer des TVG, Matthias Geiger. Das Spiel ging mit einem 8:10 in die Halbzeitpause. „Wir hatten leider, wie schon gegen Hanau vergangene Woche, keine gute erste Halbzeit.“, sagte Jan Redmann, Trainer der HSG Rodgau: „Bis zur 25. Minute hatten wir fünf Tore erzielt. Das ist, vor allem für ein Heimspiel, viel zu wenig.“

Nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber aber etwas treffsicherer und gingen in der 40. Minute beim 12:11 erstmals in Führung. Nach dem 13:11 kurz darauf konnte man einen Hauch von Euphorie bei den „Baggerseepiraten“ spüren. Doch die Gelnhausener zeigten keine Nerven und legten einen 6:2-Lauf auf das Parkett. In einer dramatischen Schlussphase nutzte Nieder-Roden eine Zwei-Minuten-Strafe der Gelnhausener und glich noch einmal aus. So stand am Ende ein Unentschieden auf der Anzeigetafel.

„Wir haben mal wieder gut gekämpft“, sagte Redmann: „Deswegen ist das Unentschieden für mich auch gerecht, beiden Mannschaften ist nicht alles gelungen. Trotzdem ist das für uns in diesem Derby zu Hause natürlich zu wenig.“

Bei einem 18:18 scheint es klar, dass das Angriffsspiel und die Chancenverwertung nicht ganz gepasst haben. Da hilft es auf Seiten der HSG auch nicht, dass ihr bester Torschütze aus den ersten sieben Spielen, Ketil Horn, noch verletzungsbedingt an der Seitenlinie stehen musste. „Sicherlich fehlt uns Ketil, das kann aber keine Ausrede sein. Er pausiert jetzt seit fast zehn Spielen, das muss die Mannschaft auch so lösen können. Wir haben einen breiten Kader und jeder Spieler sollte die Überzeugung und die Leistungsfähigkeit haben, diese Tore zu erzielen“, sagte Redmann.

Der TV Gelnhausen hingegen ist vor allem Stolz auf die Abwehrleistung, die er in Nieder-Roden gezeigt hat: „Ein großes Kompliment an die Mannschaft. Sie hat eine wahnsinnig starke kämpferische Leistung gezeigt. Auswärts in einem Derby nur 18 Tore zu bekommen, das spricht für sich. Auch im Angriff haben wir unsere Chancen herausgespielt. Aber da war eben auch noch ein bärenstarker Marco Rhein im Tor und davor eine sehr starke Abwehrreihe. Daher geht die Punkteteilung in Ordnung“, meinte Geiger.

Auf die HSG warten jetzt noch zwei ganz schwere Spiele. Nächste Woche müssen die „Baggerseepiraten“ zum Tabellenvierten TSG Haßloch, in der Woche danach ist der Tabellenzweite TuS Ferndorf zu Gast. „In die nächsten Spiele gehe ich mit der Hoffnung und Erwartungshaltung, dass wir uns steigern, dass Spieler an sich arbeiten und versuchen, ihre Fehler abzustellen. Diese dürfen in den nächsten Spielen so nicht mehr passieren.“, sagte Redmann.

Spielfilm: 0:2, 4:9 (22.), 8:10 - 8:11, 13:11 (42.), 13:14, 15:17, 17:17, 18:18

Zeitstrafen: 1:6 - 7m: 6/6 - 6/6

HSG Rodgau: Rhein; Hoepffner, Keller, Seidel (4), Eisenhuth, Brandt (1), Schopper (8/6), Weiland, Stenger (2), Roth, Wunderlich, von der Au (1), Gräsl, Brühl (2), Wucherpfennig, Geck

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