Knapper Sieg in Bruchköbel: „Verpasst, den Sack zuzumachen“

3. Handball-Liga Ost: Linkshänder der HSG Rodgau in Torlaune

+
Johannes von der Au, der hier vom Bruchköbeler Bastian Schwarz (links) attackiert wird, steuerte vier Treffer zum mühevollen 29:28-Erfolg der HSG Rodgau Nieder-Roden beim Schlusslicht bei.

Bruchköbel – Nach nur einem Punkt aus den ersten beiden Pflichtspielen des Jahres sind die Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden in der 3. Liga Ost mit dem 29:28 (15:12)-Sieg bei Schlusslicht SG Bruchköbel in die Erfolgsspur zurückgekehrt und festigen den vierten Tabellenplatz.

Hatten die Nieder-Rodener in der vergangenen Woche beim 22:22 gegen Hanau im Endspurt mit einem 5:0-Lauf noch einen Punkt gerettet, wäre es in der Dreispitzhalle beinahe umgekehrt gelaufen: Beim 29:24 für die HSG vier Minuten vor Spielende war die Messe vor 675 Zuschauern eigentlich gesungen, doch mit einem 4:0-Lauf jagte Bruchköbel den Blutdruck aller Beteiligten nochmals in die Höhe. 20 Sekunden vor dem Spielende verkürzte das Schlusslicht auf 28:29, die letzten Sekunden spielten die Rodgauer aber sicher herunter.

„Wir haben ordentlich gespielt, hatten die Partie im Griff, haben den Sack aber nicht zugemacht“, meinte Nieder-Rodens Trainer Jan Redmann. So vergaben die Gäste in den letzten Minuten gleich ein halbes Dutzend 100-prozentiger Chancen, so dass sich Bruchköbel noch einmal in das Spiel kämpfte. „Den einzigen Vorwurf, den ich der Mannschaft machen kann, ist die Chancenverwertung, sonst war alles gut“, sagte Redmann.

Nachdem die bis dato punktgleiche SG Leipzig 2 bereits am Mittag doppelt gepunktet hatte, standen die Hausherren noch stärker unter Druck. Bei Nieder-Roden fehlten Alexander Weber (verletzt) und Philipp Keller (krank), die angeschlagenen Philippe Kohlstrung und Tim Henkel kamen nur in der Abwehr zum Einsatz. Dafür sammelte Michael Weidinger über 30 Minuten Einsatzzeit, erzielte aber nur einen Treffer.

Und so richteten es in Bruchköbel die Linkshänder. In der ersten Hälfte konnten sich die Nieder-Rodener auf Toptorjäger Timo Kaiser verlassen, nach der Pause erzielte Henning Schopper einige wichtige Treffer. Auch Niklas Geck überzeugte mit guter Leistung, ebenso Sam Hoddersen. „Die jungen Spieler haben entscheidend die Verantwortung übernommen. Wir haben ordentlich gekämpft und uns mit zwei Punkten belohnt“, lobte Jan Redmann. (leo)

Spielfilm: 0:2 (2.), 2:2 (4.), 4:3 (7.), 4:5 (10.), 8:8 (17.), 8:11 (20.), 11:13 (25.), 12:15 - 14:15 (32.), 14:19 (35.), 16:20 (40.), 19:20 (44.), 19:23 (47.), 22:25 (50.), 22:28 (54.), 24:29 (57.), 28:29

Zeitstrafen: 5:4 - 7m: 3/3 - 3/4

HSG Rodgau Nieder-Roden: Rhein, Friedrich; Geck (4), Henkel (1), von der Au (4), Wunderlich (n.e.), Kohlstrung (1), Stenger (3), Schneider, von Stein, Weidinger (1), Hoddersen (3), Schopper (6), Kaiser (6/3)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare