3. Liga: Nieder-Roden nach knappem Sieg weiter Dritter 

Handball: HSG Rodgau lässt Coburg wieder mitspielen

Nieder-Roden -  „Das Positive ist, dass wir gewonnen haben und Dritter sind“, sagte Jan Redmann, der Trainer des Handball-Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden, nach dem 25:24 (14:10) gegen den HSC 2000 Coburg II. Ansonsten aber zeigt sich der HSG-Coach ziemlich verstimmt.

Denn „eigentlich waren die Coburger gedanklich schon vorzeitig auf der Heimfahrt“, meinte Redmann. Die Nieder-Rodener legten vor 430 Zuschauern einen Traumstart hin, führten mit 7:0 und 9:2. „Dann aber haben wir fünf bis zehn Prozent weniger gemacht. Und das gefühlt alle zehn Minuten“, ärgerte sich Redmann. Statt die Oberfranken noch im ersten Durchgang aus der Halle an der Wiesbadener Straße zu schießen, ließen die Rodgauer die abstiegsgefährdeten Gäste durch hektisches und unkonzentriertes Spiel und insgesamt 20 Fehlwürfe wieder am Geschehen teilhaben.

„Zur Pause müssen wir mit 19:10 führen, dann passiert auch in der zweiten Hälfte nichts mehr. Wenn die Mannschaft ihr konsequentes Spiel zumindest bis zur Pause durchgezogen hätte“, sagte Redmann. Nach dem Seitenwechsel schienen die Rodgauer die Kurve zu bekommen, zogen schnell wieder auf 17:12 davon. Doch auch diesen Vorsprung warfen die Gastgeber aus der Hand, Coburg verkürzte auf 17:16 und glich schließlich zum 18:18 (35.) aus. Nieder-Roden antwortete direkt mit einem 3:0-Lauf, musste aber bis zum Schlusspfiff zittern, ehe der 13. Saisonsieg drei Spieltage vor Rundenende unter Dach und Fach war.

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Leidtragender des knappen Sieges war Philip Wunderlich aus dem Landesliga-Kader der Nieder-Rodener. Der hatte sich angesichts guter Trainingsleistungen einige Drittliga-Minuten mehr als verdient, wurde angesichts des knappen Spielstandes aber nicht eingewechselt. Wunderlich stand als Back-up für Philippe Kohlstrung im Kader, der sich in der vergangenen Woche beim Unentschieden in Leutershausen verletzt hatte. „Er ist auf dem Weg der Besserung“, stellte Redmann fest. Gegen Coburg stand der Spielmacher rund 40 Minuten auf dem Parkett. (leo)

Spielfilm: 7:0 (9.), 9:2 (12.), 10:6 (21.), 11:8 (23.), 14:10 - 17:12 (36.), 18:18 (35.), 21:18 (51.), 24:21 (57.), 25:23 (58.), 25:24

Zeitstrafen: 2:5 - 7m: 5/6 - 2/3 - Rote Karte: Rivera (56./Coburg, 3. Zeitstrafe)

HSG Rodgau: Rhein, Friedrich; Weber (4), Henkel (3), Schmid (2), von der Au (1), Wunderlich (n.e.), Kohlstrung (4/3), Stenger (2), Weidinger (1), Schopper (2), Hoddersen, Müller (2), Kaiser (4/2)

Rubriklistenbild: © Symbolbild: picture alliance/dpa

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