„Unsere Heimbilanz ist ausbaufähig“

Handball: Nieder-Roden bestreitet siebte Saison in der 3. Liga

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Der Kader der HSG Nieder-Roden Saison 2018/19

Nieder-Roden - Trainer Jan Redmann nennt vor seiner zweiten Saison bei der HSG bescheidene Ziele. Er hatte die „Baggerseepiraten“ 2017/18 auf Rang vier in der Staffel Ost geführt – die bisher beste Platzierung in ihrer Vereinsgeschichte. Von Patrick Leonhardt

Vor dem Auftakt der neuen Saison am Samstag sagt Redmann: „Wir wollen in der ersten Saisonhälfte genügend Punkte sammeln, um in der zweiten im oberen Tabellendrittel zu landen“, blickt Redmann voraus, „die Liga ist stärker und in der Spitze breiter geworden.“

Der ThSV Eisenach kommt aus der 2. Liga, mit der SG Nußloch und der HG Oftersheim/Schwetzingen wechselten der Siebt- und Neuntplatzierte der Südgruppe in den Osten. Dazu kommt die SG Leipzig II (Meister der mitteldeutschen Oberliga, Fusion aus SG LVB Leipzig und Erstligist SC DHfK Leipzig). Und auch der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – die Bundesliga-Reserve der HSG Wetzlar ist am Samstag der erste Punktspielgegner der Nieder-Rodener – ist eine gute Rolle zuzutrauen.

„Für uns ist es wichtig, dass wir gut in die Saison hineinkommen“, erklärt Redmann mit Blick auf die „unangenehmen Aufgaben“ in den ersten drei Wochen, in denen die HSG gleich dreimal gegen zweite Mannschaften (nach Dutenhofen/Münchholzhausen noch Coburg und Leipzig) ran muss.

Einfach wird das nicht, zumal die HSG mit Jonas Müller und Christian Schmid zwei Stammspieler abgab und die wichtigen Positionen im linken Rückraum und am Kreis neu besetzen muss. Wobei die Neuzugänge bisher einen guten Eindruck hinterlassen. Im Vergleich zur vergangenen Saison „ist die Mannschaft im Schnitt noch ein bisschen jünger geworden“, sagt Redmann. Die Rodgauer werden auch weiter auf junge, hungrige Spieler setzen. Alles andere ist auch nicht finanzierbar. „Wir setzen gerne auf Talente aus der Region, das ist und bleibt unser Weg“, erklärt Redmann, der mit Blick auf die gute Entwicklung, die Henning Schopper, Florian Stenger, Johannes von der Au oder Sam Hoddersen in der vergangenen Runde genommen haben, erfolgreich auf den Nachwuchs setzt.

HSG Rodgau Nieder-Roden bezwingt Bruchköbel: Bilder

Der HSG-Trainer weiß aber auch: Ohne die erfahrenen Marco Rhein, Michael Weidinger, Timo Kaiser, Tim Henkel oder Philippe Kohlstrung geht es nicht. „Sie müssen die Jungen mit ihrer Erfahrung führen“, fordert Trainer Redmann. „Uns macht ein breiter Kader aus, wir sind nicht permanent auf alle Fünf angewiesen“, ist Redmann froh, dass der Kader stark genug ist, den Ausfall einer der Führungskräfte zumindest eine gewisse Zeit lang kompensieren zu können. Und sollte Philipp Keller nach langwieriger Verletzungspause wieder zur Verfügung stehen, wäre er - zumindest für Redmann - ein Führungsspieler und Neuzugang in Personalunion.

Für die neue Runde wünscht sich Redmann noch mehr Tempo von seiner Mannschaft. „Und unsere Heimbilanz ist ausbaufähig. Gefallen hat mir in der vergangenen Saison, dass wir auch in den schweren, knappen Partien die Nerven behalten und auswärts viele Punkte geholt haben.“

Kader:

Tor: Marco Rhein, Sandro Friedrich, Maverick Weiß - Rückraum rechts: Timo Kaiser, Felix Hain - Rückraum Mitte: Niklas Geck (TV Großwallstadt), Philipp Keller, Alexander Weber - Rückraum links: Philippe Kohlstrung, Johannes von der Au, Philipp Wunderlich - Rechtsaußen: Tim Henkel, Henning Schopper - Kreis: Benjamin von Stein (MSG Groß-Bieberau/Modau), Jannik Schneider (TSV Birkenau), Sven Schultheis, Florian Stenger - Linksaußen: Michael Weidinger, Sam Hoddersen

Abgänge: Christian Schmid (beruflich nach Hamburg), Jonas Müller (TuS Ferndorf)

Trainer: Jan Redmann (im zweiten Jahr)

Saisonziel: oberes Tabellendrittel - Favoriten: ThSV Eisenach, SG Nußloch

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