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In der Hessenliga darf fünfmal gewechselt werden

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Mehr Optionen: Hessenliga-Trainer wie FC Erlensees Jochen Breideband dürfen künftig fünf statt drei Wechsel vornehmen. Die Neuerung gilt für alle Verbandsspielklassen.
Mehr Optionen: Hessenliga-Trainer wie FC Erlensees Jochen Breideband dürfen künftig fünf statt drei Wechsel vornehmen. Die Neuerung gilt für alle Verbandsspielklassen. © Scheiber

Abstiegsrelegation, fünf Auswechslungen und eine Reduzierung der Mannschaften: Bei der Besprechung der Fußball-Hessenliga gab es einige Informationen.

Grünberg – Auf die 20 Vereine in der Fußball-Hessenliga wartet in der Spielzeit 2022/23 ein knackiges Programm und abermals verschärfte Abstiegsregularien. Im schlimmsten Fall könnten am Ende der Saison sieben Teams absteigen. Insgesamt 38 Spieltage sind zu absolvieren, davon einige unter der Woche. Klassenleiter und Verbandsfußballwart Thorsten Bastian besprach am Sonntagmorgen in der Sportschule des Hessischen Fußball-Verbandes in Grünberg mit den Vereinsvertretern die Termine und Rahmenbedingungen.

Flankiert wurde er von Vize-Präsident Torsten Becker (Hanau) und Schatzmeister Ralf Viktora (Rodgau), die nach dem Rücktritt von HFV-Präsident Stefan Reuß seit dem 1. Juli dem Verband bis auf Weiteres als Doppelspitze vorstehen.

FC Erlensee startet zu Hause in die neue Saison

Los geht es in der Hessenliga bereits am Freitag, 29. Juli. Viktoria Griesheim und Rot-Weiß Walldorf bestreiten in einem vorgezogenen Match praktisch das Liga-Eröffnungsspiel. Einen Tag später greift der 1. FC Erlensee mit einem Heimspiel gegen Rot-Weiß Hadamar ins Geschehen ein, der FC Hanau 93 bestreitet am Sonntag, 31. Juli, seine Auftaktpartie beim SV Neuhof. Es folgen für die Hanauer zwei Heimspiele. Zunächst unter der Woche (3. August) gegen TuS Dietkirchen, ehe es am Samstag, 6. August, an der Kastanienallee zum Kracher gegen die neu in der Hessenliga mitmischende U21 von Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt kommt.

Bayern Alzenau kommt bereits eine Woche vorher am ersten Spieltag in den Genuss des vermeintlich lukrativen Heimspiels gegen den Unterbau des Bundesligisten. Der 1. FC Erlensee muss am zweiten Spieltag dienstags um 20.30 Uhr auf dem Burgfeld in Friedberg antreten, wo ab dieser Saison Türk Gücü Friedberg seine Heimspiele austrägt. Am 6. August genießen die Erlenseer wie Hanau 93 Heimrecht, Gegner wird Aufsteiger SV Unter-Flockenbach sein.

Rückkehr zum bekannten Modus mit Hin- und Rückrunde

Vereinfacht ist der Modus. Die höchste hessische Amateurliga trägt ihre Saison diesmal in einer gewöhnlichen Runde mit Hin- und Rückrunde aus. In der Vorsaison wurde die seinerzeit 22 Vereine umfassende Spielklasse zunächst geteilt und ab der zweiten Jahreshälfte in einer Auf- und Abstiegsrunde zu Ende gespielt. Sollte Corona den Fußballern wieder einen Strich durch die Rechnung machen, könnte die Saison bei einem vorzeitigen Abbruch per Quotienten-Regelung gewertet werden. Dafür müsste die Hälfte der angesetzten Spiele absolviert worden sein. Gespielt wird bis zum 10. Dezember. Aufgrund der Ende November beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft in Katar sind laut Thorsten Bastian kurzfristige Verlegungen möglich. Die Saison endet am 27. Mai 2023. Der Meister steigt in die Regionalliga Südwest auf, der Tabellenzweite bekommt die Gelegenheit, gegen die Vizemeister der Oberligen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz/Saar ebenfalls noch ein Ticket für die Regionalliga zu ergattern.

Spannung verspricht der Abstiegskampf. Die maximale Zahl von direkten Absteigern wurde auf sechs festgelegt. Dieses Szenario tritt aber nur in Kraft, wenn zwei hessische Vertreter aus der Regionalliga Südwest absteigen sollten. Bleiben alle Hessen viertklassig, so wird es nur vier Absteiger geben. Die Richtzahl für die kommende Runde wurde auf 18 Teams festgelegt. „Wir wollen weg von den vielen Wochenspieltagen, daher soll die Liga etwas verkleinert werden“, begründete Thorsten Bastian. Neu ist die Wiedereinführung der Relegation. So wird der direkt vor dem besten direkten Absteiger stehende Hessenligist zusammen mit den Vizemeistern der Verbandsligen Nord, Mitte und Süd einen freien Hessenliga-Startplatz ausspielen. Heißt im Umkehrschluss: Der Siebtletzte könnte am Ende absteigen, falls die maximale Anzahl an direkten Absteigern erreicht wird.

Sportgericht mahnt Trainer und Offizielle zu vorbildlichem Verhalten

Ebenfalls neu: Ab der kommenden Saison dürfen Mannschaften in Spielen auf Verbandsebene pro Spiel fünf Auswechslungen vornehmen. Auf der Kreisebene bleibt es bei höchstens drei zum Einsatz kommenden Ersatzspielern, die allerdings während eines Spiels beliebig ein- und ausgewechselt werden dürfen. Stabil bleiben die Eintrittspreise: Ein Antrag von Rot-Weiß Walldorf, den festgelegten Preis von sieben auf acht Euro zu erhöhen, fand keine Mehrheit. Für das Sportgericht sprach Wolfgang Heck. Er kündigte an, dass Vergehen von Trainern künftig härter sanktioniert werden. Jegliche Unsportlichkeiten von Trainern und Offiziellen seien, so Heck, völlig unnötig. (Von Frank Schneider)

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