Handball: Saisonende

In Hessen wird keine Aufstiegsrunde zur 3. Liga gespielt

Der Handball ruht weiterhin: Der HHV hat einer Aufstiegsrunde der Oberligisten einen Riegel vorgeschoben.
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Der Handball ruht weiterhin: Der HHV hat einer Aufstiegsrunde der Oberligisten einen Riegel vorgeschoben.

Der Hessische Handball-Verband hat aufgrund der Corona-Pandemie alle Hintertürchen geschlossen und die Punktspielsaison 2020/21 endgültig für beendet erklärt. Lediglich Aufstiegsspiele zu höheren Ligen oder deutschen Meisterschaften im Jugend dürfen stattfinden - das gilt aber nicht für Aufstiegsspiele zur 3. Liga.

Update, 20. Mai 2021: Der Hessische Handball-Verband wird keine Aufsteiger in die 3. Liga der Frauen und Männer stellen. Das hat der Verband bekannt gegeben. Voraussetzung für eine Aufstiegsrunde - bei den Männern hatten sich die HSG Hanau II und TSG Bürgel dafür angemeldet - war, dass ab dem 14. Mai alle Teilnehmer in den vollen Trainingsbetrieb zurückkehren können. „Da diese Frist nun verstrichen und auch ein neuerlicher Versuch beim Innenministerium gescheitert ist, für die Aufstiegsspiele eine Sondergenehmigung für die Durchführung zu erhalten, steht fest, dass die geplante Aufstiegsrunde nicht stattfinden kann“, begründet der HHV.

Update, 26. März 2021: Der Hessische Handball-Verband (HHV) hat am 26. März 2021 das endgültige Aus für die Saison 2020/21 bekannt gegeben. Der Schritt kommt nicht überraschend, denn bereits am 17. Februar hat der HHV beschlossen, dass die Saison auf Bezirks- und Hessenebene nicht gewertet wird – und ein Hintertürchen für vereinzelte Punktspiele offengelassen, falls das Pandemiegeschehen dies ortsweise möglich gemacht hätte.

Diese Tür ist nun geschlossen, denn das Präsidium hat die Aussetzung des Spielbetriebs für die Erwachsenen bis zum geplanten Ende der aktuellen Spielzeit am 9. Mai verlängert und damit die laufende Saison beendet. Grundlage dafür sind die neuesten Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz zur Eindämmung der Corona-Pandemie und der neuerlichen Verlängerung des Lockdowns.

Auch A-Jugend-Bundesliga dürfte spielen

Der Hessische Handball-Verband lässt aber Ausnahmen zu. So sind Spiele der A-Jugend-Bundesliga samt eventueller Qualifikation sowie Partien um die deutsche B-Jugend-Meisterschaft erlaubt, „sofern diese durch die Verordnungen des Landes Hessen, der Halleneigner und der örtlichen Gesundheitsbehörden gestattet sind“, heißt es in der Mitteilung. Gleiches gilt für Aufstiegsspiele zu höheren Ligen wie etwa zur 2. und 3. Bundesliga und auch für Freundschaftsspiele nach dem 29. März. Diese dürfen überall dort stattfinden, wo es die politischen Verordnungen und das Pandemiegeschehen zulassen. Damit sind Aufstiegsspiele der HSG Hanau zur 2. Liga und eine eventuelle Fortführung der Saison für die HSG-A-Jugend in der Bundesliga möglich. Alle anderen heimischen Vereine beenden die Saison, ohne ein Punktspiel bestritten zu haben.

Update, 17. Februar 2021: Seit Mittwochnachmittag (17. Februar 2021) herrscht für die Handballer auf Bezirks- und Hessenebene Klarheit: Die Saison 2020/21 wird nicht gewertet.

„Da bis zum 15. März 2021 eine umfassende Wiederaufnahme des Spielbetriebs nicht möglich ist, werden auf allen Ebenen des HHV die Runden nicht gewertet und somit weder Auf- noch Absteiger ermittelt“, heißt es in einer Mitteilung des Hessischen Handball-Verbands (HHV), die die Beschlüsse einer Sitzung vom Dienstag zusammenfasst. Ebenfalls wird es keine Meister geben. So weit herrscht Klarheit.

Allerdings besitzen die beiden Oberligen der Männer und Frauen je ein Aufstiegsrecht, das der HHV noch nicht aufgeben möchte: „Da der DHB allen Oberligabereichen ein Aufstiegsrecht zur 3. Liga zuerkennt, wird in Abstimmung mit interessierten Vereinen versucht, je einen Aufsteiger im Männer- und Frauenbereich für die 3. Liga sportlich zu ermitteln. Sollte dies nicht gelingen, wird der HHV keine Aufsteiger zur 3. Liga stellen.“ Infrage kommen nur Mannschaften, die die Aufstiegsbedingungen des DHB erfüllen. Auch bei der deutschen Meisterschaft der männlichen und weiblichen B-Jugend möchte der HHV das Recht zur Teilnahme noch nicht aufgeben. Im Idealfall sollen je zwei Mannschaften durch eine sportliche Qualifikation ermittelt werden, die dann an der Meisterschaft teilnehmen. Näheres zum Prozedere hat der HHV nicht bekannt gegeben.

Balentovic konzentriert sich auf Planung der neuen Saison

Falls es eine Aufstiegsrunde für die Oberligisten geben wird, dann ohne die SG Bruchköbel, wie der Sportliche Leiter Kazimir Balentovic auf Nachfrage mitteilte: „Die SGB wird sich aus heutiger Sicht nicht an einer eventuellen Aufstiegsrunde beteiligen. Es spricht viel dagegen und wir sind besser aufgehoben, wenn wir uns mit der Planung der nächsten Saison ohne eine solche Runde beschäftigen.“

Anders sah am Mittwochnachmittag die Situation bei der HSG Hanau aus, bei der die zweite Mannschaft in der Oberliga spielt und die männliche B-Jugend als Oberligist für die Qualifikation zu deutschen Meisterschaft infrage kommt. „Wir willen alle Optionen sowohl für unsere zweite Mannschaft in der Oberliga als auch für unsere B-Jugend mit der Teilnahme an der DM-Quali prüfen, da die Teilnahmen an den Wettkämpfen auch mit entsprechenden Hygienemaßnahmen verknüpft sind“, sagt Hannes Geist, Geschäftsstellenleiter bei der HSG Hanau. Als nächstes stimmen sich die HSG-Verantwortlichen mit allen Beteiligten ab und treffen dann eine Entscheidung. Bis 31. März müssen sich die Oberligisten entschieden haben.

Außerdem hat der HHV beschlossen, den Spielbetrieb bis zum 5. April weiter auszusetzen. Damit sind keine Qualifikationsspiele im Jugendbereich möglich, die traditionell ab März ausgespielt werden.

Erstmeldung, 12. Januar 2021: Bis zum 25. Februar wird die Spielzeit bei den Aktiven aufgrund der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Maßnahmen ausgesetzt. Aber auch über die Zeit nach dem 25. Februar haben sich die Verantwortlichen Gedanken gemacht. „Sollte bis zum 15. März 2021 keine umfassende Wiederaufnahme des Spielbetriebs möglich sein, wird die Runde nicht gewertet“, heißt es in der Mitteilung des Verbands. Sollte dieser Fall eintreten, wird es keine Auf- und Absteiger in allen hessischen Ligen geben. Das heißt, dass die aktuelle Zusammensetzungen der Spielklassen in die nächste Saison übernommen wird. Hier könnte es aber noch das Problem geben, dass der Deutsche Handballbund auf Aufsteiger in die 3. Liga besteht. Dies soll dann nach Rücksprache mit dem Arbeitskreis Spieltechnik und den betroffenen Vereinen der Oberliga der Männer und Frauen besprochen werden.

Keine Meister in den Spielkassen der Jugend

Im Jugendbereich sind hingegen Nägel mit Köpfen gemacht worden. Die Aussetzung des Spielbetriebs wurde bis nach dem letzten geplanten Spieltag am Wochenende des 6. und 7. März weiter ausgesetzt, womit die Saison 2020/21 nicht gewertet wird – Meister werden demnach keine ermittelt. Sollten nach dem 8. März Freundschaftsspiele möglich sein, dürfen diese mit den Jahrgängen der Saison 2020/21 gespielt werden.

Saison hat noch nicht angefangen

Wirklich angefangen hatte die Handball-Saison auf Hessenebene sowieso noch nicht. Der ursprüngliche Saisonstart wurde zunächst von Mitte September in den Oktober verlegt. Aber auch im Oktober konnte wegen anhaltend hoher Infektionszahlen mit dem Coronavirus der Anpfiff nicht ertönen - mit einer Ausnahme. Denn in der Landesliga Süd der Männer hat ein Spiel stattgefunden. Am 17. Oktober standen sich die HSG Kahl/Kleinostheim und HSG Rodgau/Nieder-Roden II gegenüber. Das Spiel endete mit einem 28:28-Unentschieden.

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