Drittligisten zeichnen Spiele auf / HSG Nieder-Roden muss im ersten Auswärtsspiel in Halle von Beginn an hellwach sein

Internetfilme ersetzen den Videomann

Nieder.Roden (leo) ‐ Während sich andere Menschen „Stirb langsam“ mit Bruce Willis oder „Das Geheimnis meines Erfolges“ mit Michael J. Fox auf DVD anschauen, nimmt Alexander Hauptmann, Trainer beim Handball-Drittligisten HSG Nieder-Roden, die aktuelle Konkurrenz in Augenschein.

Denn in der dritthöchsten Spielklasse sind die Vereine verpflichtet, ihre Spiele aufzuzeichnen und ins Internet zu stellen. Das erleichtert die Vorbereitung auf den nächsten Gegner natürlich ungemein. „In der vergangenen Saison musste ich einen Videomann rumschicken oder habe mich mit anderen Trainern ausgetauscht, das ist jetzt viel einfacher“, sagt Hauptmann. Noch allerdings stockt das System etwas. Erst gestern Abend kam der Nieder-Rodener Trainer dazu, sich mit dem kommenden Gegner HC Einheit Halle 05 (Samstag, 19.30 Uhr) zu befassen, weil die Aufzeichnungen vom 28:28 der Sachsen-Anhalter bei der heimstarken Eintracht Baunatal erst seit gestern online stehen.

Stattdessen betrachtete sich Hauptmann nochmals die eigene 30:31-Niederlage gegen Pohlheim. „Wir waren nicht schlechter, haben aber zu viele einfache Fehler gemacht. Wir können die Leistung abrufen, die benötigt wird, um in dieser Klasse zu bleiben.“ Halle bezeichnet er als „dicken Brocken“, denn in Baunatal punktete in der vergangenen Regionalliga-Saison kaum eine Mannschaft. „Wir müssen von Beginn an hellwach sein“, fordert er, gerade mit Blick auf die knapp fünfstündige Busfahrt nach Sachsen-Anhalt.

Personell baut Hauptmann auf den Kader, der zuletzt gegen Pohlheim spielte. Sebastian Schulz, Neuzugang von TuSpo Obernburg, steht nach seinem USA-Aufenthalt erst ab Januar kommenden Jahres zur Verfügung. Philipp Keller, großes Talent aus den eigenen Reihen, spielt am Wochenende in der A-Jugend.

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