VERBANDSLIGA Großkrotzenburg geht trotz Aufholjagd wieder leer aus / JSK Rodgau fällt zurück

Irres Spiel: 1:4, dann 5:4, am Ende 5:6

Alle Mühen waren umsonst: Mehmet Yildirim (Münster) gewinnt zwar das Kopfballduell gegen Colin Falk (Germania Ober-Roden), doch das Spiel verlor der SVM mit 2:3.
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Alle Mühen waren umsonst: Mehmet Yildirim (Münster) gewinnt zwar das Kopfballduell gegen Colin Falk (Germania Ober-Roden), doch das Spiel verlor der SVM mit 2:3.

Mit einem 12:3-Sieg gegen den SV der Bosnier aus Frankfurt schoss sich der SV Unter-Flockenbach wieder an die Tabellenspitze der Fußball-Verbandsliga Süd, profitierte dabei vom 1:1 der SG Bornheim/GW bei Rot-Weiß Darmstadt. Der JSK Rodgau fiel dagegen nach der zweiten Niederlage hintereinander (1:2 in Rüsselsheim) weiter zurück.

Offenbach - Im Dieburger Kreisderby setzte sich Germania Ober-Roden nach einer überzeugenden ersten Hälfte am Ende glücklich mit 3:2 gegen den SV Münster durch. Münster rutschte damit auf einen Abstiegsplatz ab. In der Partie zwischen TS Ober-Roden und Spvgg. 03 Neu-Isenburg fielen keine Tore. Die beiden Kellerkinder Germania Großkrotzenburg (5:6 gegen Rot-Weiss Frankfurt) und SV Pars Neu-Isenburg (0:3 in Oberrad) gingen leer aus und müssen weiter kräftig um den Klassenerhalt zittern.

SG VfR/Dersim Rüsselsheim - JSK Rodgau 2:1 (0:1). In der ersten Hälfte stellten die Jügesheimer die bessere Mannschaft und führten durch Petrit Hulaj (24.) völlig verdient. „Wir hatten mehr Ballbesitz und mehr Chancen“, sagte JSK-Trainer Klaus Dörner. Einziges Manko der Gäste war die mangelnde Chancenverwertung, „weil wir zwei-, dreimal die falsche Entscheidung getroffen haben“, meinte Dörner. Kurz nach der Pause befanden sich die Rodgauer noch im Tiefschlaf und kassierten den Ausgleich. Nach einer Stunde gingen die Rüsselsheimer sogar in Führung und plötzlich war es ein ganz anderes Spiel.

„Rüsselsheim hatte nun etwas zu verteidigen und war eine Klasse besser als in der ersten Hälfte“, erkannte Dörner die gute Leistung der Hausherren nach der Pause an. Während sich die Gastgeber steigerten, lief es beim JSK nicht mehr rund, mehr als ein, zwei Chancen erspielten sich die Jügesheimer nicht. Am Ende war der Erfolg der Hausherren verdient.

JSK Rodgau: Czaronek; D. Rosa Garcia (79. Mensah), Cölsch, Köhler, Enders, Schmidt, Ballesteros (81. Freitag), Kwon, Durante (73. Balic), Konstantinidis, Hulaj

Tor: 0:1 Hulaj (24.), 1:1 Donkov (49.), 2:1 Kouraji (60.)

SC 1960 Hanau - VfB Ginsheim II 4:0 (3:0). Der erste gefährliche Angriff führte nach elf Minuten zum 1:0 durch Ronaldo Dos Santos (11.). Mit zwei weiteren Toren sorgten die Hanauer noch im ersten Durchgang für die Vorentscheidung. Nachdem Abdussamed Gürsoy kurz nach Wiederbeginn mit seinem dritten Streich endgültig für klare Verhältnisse gesorgt hatte, schaltete der HSC mehrere Gänge zurück. „Da agierten wir nur noch im Schongang, auch im Hinblick auf das schwere Auswärtsspiel am Samstag beim JSK Rodgau“, sagte der Sportliche Leiter Baris Bayval. Gegen harmlose Gäste brannte nichts mehr an. „Ich bin sehr zufrieden, auch wenn wir nach dem Seitenwechsel etwas vorsichtiger agierten. Wichtig war für mich einzig und allein, dass der Matchplan aufgegangen ist“, meinte HSC-Coach Savas Erinc.

1960 Hanau: Ersöz - Aslan (46. Mickley), Gültekin, Mahboob, Suzuki - Kodraliu, Bicakci, Aydin, Dos Santos (62. Farahat), Wronski - Gürsoy

Tore: 1:0 Dos Santos (11.), 2:0, 3:0, 4:0 Gürsoy (19., 40./FE, 49.)

TS Ober-Roden - Spvgg. 03 Neu-Isenburg 0:0. Beide Seiten boten eine sehr intensive Partie, in der Kampf Trumpf war. Chancen waren aber insgesamt Mangelware. Bereits nach fünf Minuten traf Ober-Rodens Kewin Siwek nur den Pfosten. Die größte Chance hatten die 03er zehn Minuten vor der Pause. Lars Wolfarth schoss an die Ober-Rodener Torlatte, anschließend fischte TSO-Torhüter Erik Gorzawski einem Neu-Isenburger auf der Torlinie den Ball vom Kopf und verhinderte das 0:1. „Wir hatten eine gute Chance, die Spielvereinigung eine sehr gute“, meinte TS-Trainer Bastian Neumann, der mit dem Unentschieden sehr zufrieden war, nachdem die Gastgeber ab der 70. Minute wieder einmal in Unterzahl spielten, Elias Klingenmeier sah die Ampelkarte. In der 90. Minute sah auch Jannik Zeise auf Seiten der Ober-Rodener Gelb-Rot und verließ damit bereits zum vierten Mal in dieser Saison vorzeitig den Platz. Nach der ersten Ampelkarte stellte die Spielvereinigung um, nach vier Partien und drei Toren in der zweiten Mannschaft feierte Stürmer Marc Züge sein lang ersehntes Comeback im Verbandsliga-Team. „Wir wollten noch einmal mehr Druck erzeugen, wurden aber nicht richtig gefährlich. Das Remis ist gerecht“, sagte 03-Trainer Nick Janovsky.

TS Ober-Roden: Gorzawski; Dettki, Strauß, Fekade (60. Roth), Henkel, S. Yildirim, Bleibdrey (79. M. Profumo), Schultheis, Klingenmeier, Siwek (90.+2 Kriegsch), Zeise

Spvgg. 03 Neu-Isenburg: Saula; Bickel, Metzler, Jacobs (77. Züge), Ota, Rubic, Hammel, Uchida, Kaya, Diack, Wolfarth (60. Hochstein)

Gelb-Rote Karte: Klingenmeier (70.), Zeise (90./beide Ober-Roden)

Germania Ober-Roden - SV Münster 3:2 (2:0). „Die erste Hälfte war von uns extrem stark. Wir haben tolle Chancen herausgespielt und zwei Tore erzielt. Einziges Manko war die Chancenverwertung, wir hätten höher führen können“, erklärte Germania-Trainer Fabian Bäcker. Die 2:0-Pausenführung durch einen Doppelschlag von Jonas Dapp und Colin Falk Mitte der ersten Hälfte war somit mehr als verdient. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel verpassten die Gastgeber durch Falk den dritten Treffer. Münster wurde nun stärker, kassierte aber nur vier Minuten nach dem Anschlusstreffer das 1:3. Nur weitere 120 Sekunden später aber waren die Münsterer nach dem 2:3 durch Julian Huther wieder im Rennen. Jetzt entwickelte sich ein echter Derbykampf. „In der ersten Hälfte haben wir zu einfache Gegentore bekommen, waren kopflos. In der zweiten Hälfte haben wir eine ganz anderes Auftreten gezeigt, haben aber unsere Chancen nicht genutzt. Das war schon fahrlässig“, erklärte SVM-Trainer Naser Selmanaj. Bäcker sagte: „Aufgrund unserer Chancen und der spielerischen Leistung im ersten Durchgang war der Sieg verdient.“

Germania Ober-Roden: Weinreich; Emir, Lehnert, Schulte, Ries, Letellier, P. Czerwinski (76. Stemann), Günther, Dapp, Badjie (86. Geyer), Falk (90.+1 Karadag)

SV Münster: Hitzel; Seib, Ries (40. Wolf), Anton Sahitolli, Butt, Hamed, M. Yildirim, Braun, Huther, Arian Sahitolli, Postall

Tore: 1:0 Dapp (20.), 2:0 Falk (24.), 2:1 Arian Sahitolli (56.), 3:1 Falk (60.), 3:2 Huther (62.)

Spvgg. 05 Oberrad - SV Pars Neu-Isenburg 3:0 (2:0). Das letzte Aufgebot der Neu-Isenburger – in Mehmet Siringül stand ein Spieler der zweiten Mannschaft in der Startelf – schlug sich tapfer. „Das war ein ausgeglichenes Spiel“, meinte SV-Pars-Trainer Dejan Alempic. Die Gäste vergaben gleich zu Beginn durch Mihail Cociu eine Großchance, dann brachte Torjäger Kaan Köksal die Hausherren mit einem Doppelschlag (12., 15.), auf die Siegerstraße. Noch in der ersten Hälfte vergab Neu-Isenburg eine weitere sehr gute Möglichkeit, Moubarak Affo schoss aus fünf Metern freistehend am Tor vorbei. Mit dem 3:0 nur drei Minuten nach dem Seitenwechsel sorgte Todi Vasilev für die Vorentscheidung zu Gunsten der Oberräder. „Auch die 05er hatten noch Chancen, einmal hat unser Torhüter Kristijan Ivkic sehr gut gehalten“, berichtete Alempic.

SV Pars Neu-Isenburg: Ivkic; Ruslanbekov, Jourdan, Kapoor (80. Beyene), Siringül, Sahinler, D. Alempic, Puljic, Affo (87. L. Alempic), Cociu, Erdem

Tore: 1:0, 2:0 Köksal (12, 15.), 3:0 Vasilev (48.)

Germania Großkrotzenburg - Rot-Weiss Frankfurt 5:6 (2:4). Bereits nach wenigen Sekunden fiel nach dem ersten Eckball durch ein Eigentor das 0:1. Frühzeitig ließen die Hausherren die Köpfe hängen, daran änderte auch das zwischenzeitliche 1:2 durch Connor Storm nichts. Beim 1:4 schienen der Germania die Felle endgültig davonzuschwimmen, doch Storm verkürzte mit seinem zweiten Treffer unmittelbar vor der Pause auf 2:4. „Frankfurt war von Beginn an hellwach, wir nicht“, fasste Großkrotzenburgs Trainer Christos Tsifnas die erste Hälfte zusammen.

Nach deutlichen Worten in der Pause präsentierte sich Großkrotzenburg zu Beginn des zweiten Abschnitts hellwach, verkürzte schnell auf 3:4 und drehte später mit einem Doppelpack die Partie komplett. Doch wie schon zuvor waren die Rot-Weissen immer wieder mit langen Bällen erfolgreich. „Bis auf das erste sind alle Gegentore mehr oder weniger nach dem gleichen Muster gefallen“, sagte Tsifnas. Ein langer Ball, den die Germanen schlecht verteidigten und die Frankfurter nutzten diese Chancen zu ihren Toren. So auch zweimal im Endspurt dieser Partie, als der ehemalige Neu-Isenburger Dario Stange den Gästen mit zwei Treffern noch den Sieg sicherte.

Großkrotzenburg: Ott; Menge, Erinc, Günther (46. Kqiku), Jimenez Perez, Sen, Khederzadeh, Ille (70. Grammel), Sungun, Storm, Ennin (60. Ucar)

Tore: 0:1 Eigentor Menge (3.), 0:2 Stange (15.), 1:2 Storm (23.), 1:3 Eigentor (30.), 1:4 Barry (35.), 2:4 Storm (45.), 3:4 Jimenez Perez (49.), 4:4 Sen (60.) 5:4 Eigentor B. Müller (65.), 5:5, 5:6 Stange (80., 89.)  leo

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