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JSK Rodgau hat Vizemeisterschaft in der Verbandsliga im Blick

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Meist einen Schritt schneller waren die Spieler des SV Pars Neu-Isenburg, hier Angelo de Carvalho (rechts), gegenüber den Großkrotzenburgern wie Anil Ucar.
Meist einen Schritt schneller waren die Spieler des SV Pars Neu-Isenburg, hier Angelo de Carvalho (rechts), gegenüber den Großkrotzenburgern wie Anil Ucar. © hartenfelser

Einen weiteren großen Schritt in Richtung Hessenliga hat Verbandsliga-Tabellenführer SV Unter-Flockenbach mit dem 7:1 gegen die TS Ober-Roden gemacht, zumal die zweitplatzierte SG Bornheim mit einem 1:3 gegen die vom Abstieg bedrohte SG Rot-Weiss Frankfurt patzte und der drittplatzierte SKV Rot-Weiß Darmstadt gegen Abstiegskandidat SG Rüsselsheim nicht über ein 0:0 hinaus kam. Der JSK Rodgau, der bei Germania Ober-Roden mit 2:0 gewann, und der SC 1960 Hanau (3:1 bei der Spvgg. 05 Oberrad) haben nur noch drei Zähler Rückstand auf Rang zwei.

In der Abstiegszone hat der SV Pars Neu-Isenburg das Kellerduell gegen Germania Großkrotzenburg mit 7:1 gewonnen, hat aber fünf Spiele vor dem Saisonende immer noch zehn Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Für Großkrotzenburg wurde mit dieser Niederlage der Abstieg in die Gruppenliga Frankfurt Ost besiegelt.

SV Unter-Flockenbach - TS Ober-Roden 7:1 (6:0). Die TS erwischte einen rabenschwarzen Tag, vor allem die erste Hälfte wird man in sehr unguter Erinnerung behalten. „Das war in allen Belangen viel zu wenig“, sagte Ober-Rodens Trainer Bastian Neumann, dessen Team bereits nach 40 Sekunden in Rückstand geriet. Zur Pause führte Tabellenführer Unter-Flockenbach, den die TS im Hinspiel noch mit 2:1 besiegt hatte, mit 6:0. Unter anderem hatte Fabio Hechler dreimal getroffen. Zu allem Überfluss musste auch noch Serkan Kozlu bereits Mitte der ersten Hälfte mit einer Muskelverletzung ausgewechselt werden. Die TS, die mit der deutlichen Niederlage die zweite von drei Englischen Wochen hintereinander abschloss, musste auch den hohen Belastungen der vergangenen Wochen Tribut zollen. Immerhin kamen die Gäste durch einen Treffer des eingewechselten Luis Roth auf Vorarbeit von Florian Henkel in der 70. Minute zum Ehrentreffer. Die Gastgeber, die im Gefühl des sicheren Sieges einen Gang zurückschalteten, trafen im zweiten Abschnitt nur noch ein weiteres Mal. Für die TS bleibt es sechs Spiele vor dem Rundenende bei vier Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

TS Ober-Roden: Schwaar - Dettki, Strauß, Henkel, Profumo (60. Bleibdrey), Siwek, Koser, Kozlu (25. Zeise), Firrantello (60. Roth), Fekade, S. Yildirim

Tore: 1:0 Arikan (1.), 2:0 Arikan (9.), 3:0 Hechler (21.), 4:0 Hechler (29.), 5:0 Blüm (37.), 6:0 Hechler (39.), 6:1 Roth (70.), 7:1 Schneider (79.)

Germania Ober-Roden - JSK Rodgau 0:2 (0:0). Lange sah es danach aus, dass das Derby wie im Hinspiel torlos enden würde. Durch zwei späte Treffer entschieden die Gäste aus Jügesheim die Partie dann aber doch für sich. „In der ersten Hälfte waren wir spielbestimmend“, berichtete Fabian Bäcker. „Es gab auch einige vielversprechende Aktionen“, so der Germania-Trainer. Die Gastgeber waren aber vor dem Tor lange nicht so konsequent wie zuletzt beim 5:5 in Wald-Michelbach. Die zweite Hälfte sei dann ausgeglichen gewesen. „Beide Mannschaften hatten sich schon auf ein 0:0 eingestellt“, so Bäcker.

In der 86. Minute brachte Max Enders, dessen Schuss unhaltbar für Germania-Torhüter Dennis Weinreich abgefälscht wurde, die Rodgauer in Führung. „Dann haben wir alles nach vorne geworfen und uns noch einen Konter eingefangen“, sagte Bäcker. Petrit Hulaj sorgte für den zweiten Treffer des Tabellenvierten, der seinen 15. Saisonsieg feierte.

Germania Ober-Roden: Weinreich - Ries (79. Stemann), Marweg, Christophori-Como, Firat, Günther, Falk (70. Badjie), F. Kantz, Lehnert, Letellier (34. Geyer), Dapp

JSK Rodgau: Czaronek - Siegmund, Tottoah Ballesteras, Balic, Neteoui Flores (63. Konstantinidis), D. Rosa Garcia (64. Mensah), Quanz, Köhler, Hulaj, Enders, Fakic (70. M. Rosa Garcia)

Tore: 0:1 Enders (86.), 0:2 Hulaj (90. +2)

SV Münster - Spvgg. 03 Neu-Isenburg 2:2 (0:2). Neu-Isenburg legte dank der Tore von Loqman El Baghdadi, der per Kopfball traf, und Raphael Kreis, der auf Vorarbeit von Marc Züge den Ball zum 0:2 einschob, einen Blitzstart hin. Die Neu-Isenburger zeigten in der ersten Hälfte eine gute Leistung. „Nach der Pause haben wir dann leider aufgehört, Fußball zu spielen“, sagte Neu-Isenburgs Trainer Nick Janovsky, dessen Team man die vielen Ausfälle und die hohe Belastung der vergangenen Wochen im zweiten Abschnitt anmerkte. „Münster war in der zweiten Hälfte stärker und hätte durchaus den Siegtreffer verdient gehabt“, so Janovsky. Für die Gastgeber reichte es durch zwei Tore von Anas Hamed (50., 66.) immerhin zum 2:2-Ausgleich. „Nach 25 Minuten haben wir das Spiel in die Hand genommen“, berichtete Münsters Trainer Naser Selmanaj. Bei einem Lattentreffer von Tareq Hamed (25.) war der SVM im Pech, nach dem Ausgleich drängte Münster in der Schlussphase auf den Sieg. „Wir waren dem 3:2 einige Male nahe“, meinte Selmanaj, der Chancen von Adrian Postall und Julian Huther notiert hatte.

Nick Janovsky musste sich in der Nachspielzeit selbst einwechseln, nachdem Robert Metzler, der den Ball aus kurzer Distanz an den Kopf bekommen und sich eine leichte Gehirnerschütterung zuzog, ausgewechselt werden musste. Zur neuen Saison wechselt Metzler zum Hessenligisten Rot-Weiß Walldorf.

SV Münster: Hitzel - Seib, Ries (71. Huther), Wolf (36. Schrom), Postall, Ar. Sahitolli, Butt, M. Yildirim, T. Hamed, A. Hamed, An. Sahitolli

Spvgg. Neu-Isenburg: Saula - Rubic, Metzler (90., +7 Janovsky), Diack, Züge, Kaya, El Baghdadi, Bickel, Fustero, Kreis (69. Uchida), Buschmann

Tore: 0:1 El Baghdadi (2.), 0:2 Kreis (8.), 1:2, 2:2 Anas Hamed (50., 66.) - Gelb-Rot: Züge (Neu-Isenburg, 88.)

Spvgg. Oberrad - SC 1960 Hanau 1:3 (0:2). Der SC 1960 Hanau verschärfte mit dem 3:1-Erfolg die Abstiegssorgen des Gegners. „Ich bin zufrieden, da wir sehr effektiv waren“, meinte HSC-Trainer Savas Erinc. Ein Selbstläufer war die Partie auf der Frankfurter Beckerwiese keineswegs. Die Gäste trafen auf einen couragierten Gegner, der jedoch in der ersten Halbzeit durch einen krassen Abwehrfehler das 0:1 einleitete. Leon Wronski setzte gut nach und schob zum 0:1 ein (43.). Kurz nach der Halbzeit schockte der Tabellenfünfte die Sportvereinigung erneut. Nach einer guten Kombination über mehrere Stationen vollendete der eingewechselte Luftrim Kodraliu nach Querpass zum 0:2 (48.). Drei Minuten später griff das Umschaltspiel der Erinc-Elf erneut und nach einem guten Ball in die Tiefe kam Kohei Suzuki herangebraust und traf zum 0:3. Hakan Gültekin markierte in der 57. Minute das 1:3 und sorgte damit für Spannung. Oberrad war jetzt viel besser im Spiel, schöpfte Hoffnung und rannte an. Der erstmals wieder im Hanauer Tor stehende Abdulsamed Ersöz erwies sich in dieser Phase als Fels in der Brandung. „Er hat zweimal sensationell pariert“, lobte Erinc.

Je mehr Oberrad öffnete, desto größer wurden die Kontermöglichkeiten der Hanauer. „Leider hat der letzte Pass beziehungsweise letzte Schuss nicht mehr gepasst“, meinte Erinc. So musste sein Team bis zum Ende hellwach sein.

SC 1960 Hanau: Ersöz - Mickley, Gültekin, Mahboob, Suzuki (68. Aygül), Aydin, Farahat, Bicakci, Wronski (46. Kodraliu), Parker (46. Makengo), Dos Santos

Tore: 0:1 Wronski (43.), 0:2 Kodraliu (48.), 0:3 Suzuki (51.), 1:3 Gültekin (57.)

SV Pars Neu-Isenburg - Germania Großkrotzenburg 7:1 (2:1). Die Leistungsexplosion des SV Pars Neu-Isenburg in den vergangenen Wochen - vier Siege in den letzten sechs Spielen - kommt aufgrund des weiterhin großen Rückstands auf die Nichtabstiegsplätze wohl zu spät. Bei den Gästen musste Trainer Christos Tsifnas personell improvisieren. Kapitän Maik Neuendorf und Angreifer Connor Storm fielen verletzungsbedingt aus, der junge Timucin Sen sagte wegen Abiturvorbereitungen ab. Alessandro Fröb brachte Großkrotzenburg in der 17. Minute in Führung. Die Isenburger drehten den Spieß mit zwei Treffern nach Eckbällen durch Efkan Erdem um. In der zweiten Hälfte konterte der SV Pars seinen Gegner klassisch aus. Die Führung im Rücken beflügelte die Gastgeber, nach Vladimir Trucics Hattrick zwischen der 55. und der 73. Minute zum 5:1 war das Spiel entschieden. Dominique Jourdan machte in der 79. Minute für Pars das halbe Dutzend voll.

„Wir haben mit der Abwehrkette viel zu hoch gestanden“, monierte Großkrotzenburgs Trainer Christos Tsifnas. Dass sich seine Mannschaft recht wehrlos dem Schicksal ergab, schmeckte dem Übungsleiter überhaupt nicht. Im Vergleich zu den Auftritten in den vergangenen Wochen bedeutete dieses Auswärtsspiel aus Sicht der Großkrotzenburger einen klaren Rückschritt. „Dass uns so etwas in dieser Runde noch einmal passiert, hätte ich nicht gedacht“, resümierte Tsifnas zerknirscht.

SV Pars Neu-Isenburg: Bayar; Darwiche, Jourdan, Alempic, Müller (51. Nassif), Smisek, Cociu (64. Affo), Erdem, Trucic, de Carvalho, Idrissi (64. Sahinler)

Großkrotzenburg: Sememey - Pock, Ragaman, Rubin, Ennin, Kqiku, Ucar (31. Saniyeoglu), Erinc, Fröb, Khederzahdeh (70. Menge), Sungun

Tore: 0:1 Fröb (17.), 1:1 Erdem (33.), 2:1 Erdem (38.), 3:1, 4:1, 5:1 Trucic (55., 64., 73.), 6:1 Jourdan (79.), 7:1 Darwiche (85.)  mos/ey/fs

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