Nur Tsokouris (2) und Kühn punkten

„3:11 – das hört sich hart an“

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Spektakuläre Aktion: Der Offenbacher Fabian Kühn (schwarz) gegen den Leipziger Lennart Slamberger. 

In der Judo-Bundesliga sind die Samurai Offenbach gegen Leipzig chancenlos. Die Höhe der Niederlage war nicht abzusehen. 

Offenbach - Kurz nach dem Ende der Bundesliga-Begegnung in der Sportfabrik posierten die stolzen Judoka des JC Leipzig vor dem großen Monitor mit dem Endergebnis. Der Offenbacher Philipp Dahn, zuvor in der Klasse bis 66 Kilogramm nach hartem Kampf Dennis Lehmann unterlegen, machte mit dem Mobiltelefon eines Leipzigers das Foto – eine schöne Szene nach dem derben 3:11.

Judo: Samurai Offenbach verlieren gegen JC Leipzig

Dass die Offenbacher angesichts der Leipziger Aufstellung – u.a. mit dem deutschen Vizemeister in der Klasse bis 81 kg (Hannes Konrad) dem deutschen Meister im Schwergewicht (Rene Kirsten) und dem starken Rumänen Laszlo Zsolt Szoke in der Klasse bis 73 kg – wenig Siegchancen haben werden, war schnell klar. Ihnen fehlte aber auch Schwergewichtler Kamil Grabowski, der zeitgleich bei den polnischen Einzelmeisterschaften Platz zwei belegte. Dass die Niederlage aber so hoch ausfallen würde, war nicht abzusehen. Nur David Tsokouris (2) und Fabian Kühn punkteten für die Offenbacher. Beim 7:7 gegen das Schlusslicht aus Sindelfingen waren die Leipziger zuletzt mit einer weitaus schwächeren Formation angetreten.

Da Sindelfingen am Wochenende aber mit 6:8 gegen Speyer verlor, nur noch einmal antreten darf, und zwar beim Tabellenführer KSV Esslingen, sind die Offenbacher dem Klassenerhalt trotz der klaren Niederlage recht nahe. Sie sind noch zweimal im Einsatz: am Samstag gegen den deutschen Rekordmeister TSV Abensberg und am 5. Oktober beim Vorletzten TV Erlangen. „Auch wenn wir jetzt überraschend klar verloren haben – in Erlangen wollen wir mit einem Sieg zeigen, dass wir zu Recht in dieser Liga sind und selbst bei zwei Absteigern nicht zurück müssten in die 2. Liga. Aber jetzt freuen wir uns auf Abensberg, da wollen alle kämpfen, auch wenn wir wohl wieder chancenlos sein werden“, sagte Samurai-Vorsitzender Francesco Liotta.

Niederlage Offenbach: "Hätte nicht so hoch ausfallen müssen"

„Das 3:11 gegen Leipzig hört sich hart an, die Niederlage hätte nicht so hoch ausfallen müssen. Es waren einige Kämpfe auf Augenhöhe mit knappen Ergebnissen zugunsten der Leipziger“, meinte Fabian Kühn. Er hatte den spektakulärsten Kampf des Abends in der Klasse bis 66 kg gegen Lennart Slamberger gewonnen. Erst in der letzten Sekunde der vierminütigen Partie gelang ihm mit einer kleinen Wertung der Ausgleich. In der Verlängerung legte er schnell nach. „Auch wenn wir als Team verloren haben, war das für mich ein toller Kampf. Das werde ich so schnell nicht vergessen“, berichtete Kühn.

JC Samurai: Bimmermann, Kühn (1), Markus Seifert, Tsokouris (2), Herbst, Gerber, Gleim, Dahn, Sven Seifert, Ehmig   Von Holger Appel

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