TV Langen trennt sich von Trainer Kostic

Manager Barth springt als Retter ein

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Jürgen Barth

Langen/Hanau - Nach dem Absturz auf einen Abstiegsplatz hat sich Basketball-Drittligist TV Langen von Trainer Dejan Kostic getrennt. Manager Jürgen Barth übernimmt die Mannschaft für die verbleibenden vier Spiele. Zum Auftakt der Viertelfinal-Serie treten die Hanau White Wings in Rostock an.

TV Langen - Saarlouis Royals (Sa., 19.30 Uhr).  „Wir glauben nicht, dass wir in dieser Konstellation noch die Kurve bekommen hätten“, begründet Barth den Trainerwechsel. Vorausgegangen waren acht Niederlagen in den vergangenen neun Spielen, größere Leistungsschwankungen im Saisonverlauf sowie Einbrüche innerhalb eines Spiels.

Die Verantwortung dafür will Barth nicht alleine auf Kostic abwälzen, sieht vor allem das Team in der Pflicht. „Dejan hat sich sehr engagiert, aber wir hatten zuletzt nicht den Eindruck, dass wir den Abstieg so noch abwenden können.“ Nach „intensiven Gesprächen“ mit der Mannschaft und dem Trainer habe man sich für den Wechsel entschieden. Barth findet eine Mannschaft vor, die nach den jüngsten Nackenschlägen „natürlich nicht vor Selbstvertrauen strotzt.“

Grundlegende Änderungen will der Manager in der kurzen Zeit nicht vornehmen, zumal ihm während der Trainingswoche nur ein kleiner Kader zur Verfügung steht. In Maxim Schneider, Gianluca Raebel, Moritz Overdick und Yannick Schicktanz konnte ein angeschlagenes Quartett nur eingeschränkt oder gar nicht trainieren. Barth ist guter Dinge, dass sich das Lazarett bis Samstag etwas lichten wird. „Egal wer aufläuft, wir wissen, was auf dem Spiel steht.“ Das gelte auch für Saarlouis, die bei vier Punkten Rückstand ans rettende Ufer um ihre letzte Chance kämpfen. Auch mit Blick auf die beiden Niederlagen in der Hauptrunde betont Barth: „In diesem Spiel gibt es keinen Favoriten.“

Rostock Seawolves - Hanau White Wings (Sa., 19..30 Uhr). Bereits morgen Vormittag macht sich der Hanauer Tross auf den Weg an die Ostsee. Einige Anhänger werden die etwa zehnstündige Fahrt am Samtag mit dem Zug auf sich nehmen. Nach dem hart umkämpften Einzug ins Viertelfinale herrscht bei den White Wings Aufbruchstimmung. Noch in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch machte sich Trainer Steven Clauss an die Videoanalyse des nächsten Gegners, der die Fraport Skyliners Juniors in drei Spielen ausschaltete. Seine Erkenntnis: „Rostock spielt einen sehr schnellen und attraktiven Basketball. Wir werden sie bremsen und zu schweren Würfen zwingen müssen.“

Vor allem Distanzschütze Yannick Anzuluni (20 Punkte im Schnitt) ist kaum zu stoppen. Dafür sind die Seawolves in der Defensive verwundbar, kassierten im Saisonverlauf deutlich mehr Punkte als die Hanauer. Mut macht den White Wings die geglückte Rückkehr von Aufbauspieler Cardell McFarland. „Er ist unsere Extrawaffe“, sagt Kapitän Christian von Fintel.

jp

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