Division ProB

Kein Platz für Lässigkeit

Der Hanauer Anish Sharda (links) gegen Jonathan Maier (Weißenhorn). Hanau erwartet nun Aufsteiger Baunach.
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Der Hanauer Anish Sharda (links) gegen Jonathan Maier (Weißenhorn). Hanau erwartet nun Aufsteiger Baunach.

Langen/Hanau - Vor einer hohen Hürde stehen die Drittliga-Basketballer des TV Langen. Zu Gast in der Sehring-Halle sind die Uni-Riesen aus Leipzig, die im Hinspiel wenig Mühe mit den „Giraffen“ hatten. Spitzenreiter Hanau White Wings tritt beim Aufsteiger Baunach an.

TV Langen - Uni-Riesen Leipzig (Sa., 19.30 Uhr)

Das neue Jahr begann für die Langener so, wie das alte aufgehört hatte: Enttäuschende Vorstellungen wechseln mit guten Leistungen. „Die ersten beiden Spiele waren wir noch ziemlich fahrig, gegen Speyer sah das schon viel besser aus“, sagt Sebastian Barth. Dem TVL-Kapitän sind die Schwankungen im Saisonverlauf freilich nicht entgangen. Dabei bezieht er sich selbst mit ein und warnt davor „nach einer der besten Saisonleistungen“ zu lässig ins nächste Spiel zu gehen. „Diesen Fehler haben wir schon gemacht und wurden bestraft. Wir sollten schauen, dass wir die Kurve bekommen und uns von den unteren Plätzen fernhalten“, betont Barth. Der siebte Platz ist trügerisch, denn nur der bessere direkte Vergleich trennt den TVL von Tabellenplatz neun, der die Teilnahme an der Play-down-Runde bedeuten würde. „Es geht sehr eng zu, da müssen wir gerade zu Hause die Punkte holen“, sagt Barth vor der „schwierigen Aufgabe“ gegen Leipzig.

Die „Uni-Riesen“ stellen ein kompaktes, erfahrenes Team, das vor allem im Angriff seine Stärken hat. 1319 Punkte sind Bestwert der Süd-Staffel. Auf die zuletzt wankelmütige Defensive der „Giraffen“ wartet somit Schwerstarbeit. „Offensiv haben wir aufgrund unserer Ausgeglichenheit genügend Optionen. Aber nur wer als Team verteidigt, kann etwas erreichen“, betont Barth.

Bike-Cafe Messingschlager Baunach - Hanau White Wings (So., 17 Uhr)

Nach der überraschenden Niederlage der Dresden Titans gegen Lich sind die White Wings als Tabellenführer dem Konkurrenten um zwei Punkte enteilt. Die beste Auswärtsbilanz der gesamten ProB (7/1) soll in Baunach ausgebaut werden. Der Spitzenreiter tut jedoch gut daran, den Aufsteiger nicht zu unterschätzen. Baunach (6/10) darf sich als Tabellenzehnter durchaus noch Hoffnung auf die Play-off-Teilnahme machen. Schon im Hinspiel hielt der Gegner über weite Strecken gut mit. Beim 70:60 konnten sich die White Wings einmal mehr auf ihre gute Defensive verlassen, die dem Gegner in keinem Spielabschnitt mehr als 19 Punkte gestattete. Nach dem Seitenwechsel war es Kapitän Anish Sharda, der sein Team dirigierte und auch punktemäßig anführte.

Seit dem Duell in der Main-Kinzig-Halle hat sich in Baunach viel verändert. Inzwischen sitzt der ehemalige Spieler Ivan Pavic als Cheftrainer auf der Bank – die jüngsten drei Niederlagen konnte aber auch er nicht verhindern. Und doch sind die White Wings gewarnt. Marcos Knight, der im Hinspiel fehlte, hat sich mit 18 Punkten pro Spiel und sieben Rebounds zum Leistungsträger entwickelt. Unter den Körben assistiert ihn der ebenso reboundstarke Antonio Stabler. Hinzu kommen die Junioren-Nationalspieler Johannes Thiemann und Leon Kratzer. „Unter den Körben müssen wir unsere Physis nutzen und immer wieder das Brett attackieren“, sagt Thorsten Wünschmann vom Management. „Bringen wir eine Verteidigung wie im Hinspiel aufs Feld und blocken vernünftig aus, haben wir sehr gute Chancen.“

jp

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