Ultramarathon 

Kerkmann knackt erstmals die Drei-Stunden-Marke

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Zieleinlauf: Für die 50 Kilometer brauchte Jan Kerkmann 2:59:05 Stunden und verteidigte seinen Titel. 

Jan Kerkmann vom TSVE 1890 Bielefeld hat wie im vergangenen Jahr den Ultramarathon des Rodgau Lauftreffs gewonnen. Die 50 Kilometer lief er unter drei Stunden. Bei den Frauen siegte in Merle Brunnée eine Ultramarathon-Debütantin.

Rodgau - „Unter drei Stunden war schon ein Lebensziel von mir“, sagte Jan Kerkmann überglücklich, nachdem er zehnmal die Fünf-Kilometer-Runde an der Gänsbrüh in Dudenhofen absolviert hatte. Erstmals knackte er bei einer Ultramarathon-Teilnahme die Drei-Stunden-Marke. Nun müsse er sich neue Ziele setzen. Seine bisherige Bestzeit war 3:00:27 Stunden, gelaufen 2019 bei den deutschen Meisterschaften.

Kerkmann gewann in 2:59:05 Stunden vor Jan Kaschura (3:01:06, RunArtist Holzminden) und Ludwig Reicherstorfer (3:19:14, LG Mauerweg Berlin). Bis etwa Kilometer 38 liefen Kerkmann und Kaschura gemeinsam vorneweg. Dann setzte sich der Sieger etwas ab und behauptete die Führung ins Ziel. „Ich liebe die 50 Kilometer, das ist einfach meine Strecke“, meinte Kerkmann nach der Titelverteidigung. Zwischen Kilometer 25 und 30 habe er ähnlich wie 2019 ein kleines Tief gehabt, hinten raus lief es dann aber wieder bestens.

Auch Jan Kaschura erreichte sein Ziel und blieb unter den avisierten 3:03 Stunden. „Ich bin mehr als zufrieden“, meinte der Zweitplatzierte. Schließlich habe er am Vortag noch lange gearbeitet und sei dann noch drei Stunden nach Dudenhofen gefahren. Den Weg nahm er gerne in Kauf. „Rodgau kennt man in der Laufszene. Wer den Ultramarathon hier nicht kennt, der hat etwas verpasst.“

Kerkmann und Kaschura kennen sich von Laufveranstaltungen, sie stammen beide aus Ostwestfalen. Auch am Samstag spornten sie sich gegenseitig an. „Es ist gut, wenn man die 50 Kilometer lange zu zweit laufen kann. Das war eine ideale Kombination“, sagte Kerkmann, der knapp drei Minuten über dem Streckenrekord von Benedikt Hoffmann (2:56:18) aus dem Jahr 2018 blieb.

Christian Heid vom Radteam Neu-Isenburg belegte in 3:57:23 Stunden den 52. Platz. Hartmut Wirth, Vorsitzender des Rodgau Lauftreffs, gewann in 5:02:52 Stunden die Altersklasse M70.

Bei den Frauen gelang Merle Brunnée (Engelhorn Sports Team / MTG Mannheim) bei ihrem ersten 50-Kilometer-Lauf gleich ein Sieg. Sie gewann in 3:33:25 Stunden vor Annette Müller (3:45:39, LG Nord Berlin Ultrateam) und der Frankfurterin Nadine Stillger (3:50:03). Ruth Wolfring von der LG Seligenstadt wurde 21. in 4:31:45 Stunden.

Brunnée lobte erst einmal ihren Führungsradfahrer. Sogar der Streckenrekord von Tinka Uphoff (3:32:41) aus dem Jahr 2016 war gar nicht so weit entfernt. „Darauf habe ich es aber gar nicht angelegt“, meinte die Siegerin. Ihr sei es erst einmal darum gegangen, sich an den Ultramarathon heranzutasten. Das reichte bei der 21. Auflage der Veranstaltung gleich zum Sieg: „Ich hatte einen wirklich tollen Lauf, bei dem ich jeden einzelnen Kilometer genossen habe.“

820 Ultraläufer gingen auf die Strecke. „Damit sind wir voll zufrieden“, sagte Wolfgang Junker vom Organisationsteam. 406 Männer und 157 Frauen kamen ins Ziel. ey

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