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Kevin Mecke macht den Weg beim FSV Bischofsheim II für neue Impulse frei

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Nur noch Spieler: Kevin Mecke tritt beim FSV als Trainer zurück.
Nur noch Spieler: Kevin Mecke tritt beim FSV als Trainer zurück. © Scheiber

Der FSV Bischofsheim II hat auf die schlechten Ergebnisse der Hinserie der Fußball-Kreisliga A reagiert. Um doch noch den Turnaround zu schaffen, hat sich der Tabellenletzte, der mit gerade einmal vier Punkten bereits sieben Zähler Rückstand auf den Vorletzten 1860 Hanau aufweist, dafür entschieden, durch einen Wechsel an der Seitenlinie einen neuen Impuls zu setzen.

Maintal – Maurizio Cerasino kommt von Safakspor Hanau und übernimmt die Verantwortung von Kevin Mecke, der bislang als Spielertrainer fungierte, sich jetzt aber wieder ausschließlich auf seine Leistung auf dem Platz konzentrieren möchte und darüber vor wenigen Wochen die Vereinsführung informierte.

„Mir ist dieser Schritt nicht leicht gefallen, aber er war unausweichlich. Mir liegt der Verein am Herzen. Ich will, dass wir unbedingt den Klassenerhalt schaffen. Daher habe ich dem Verein angeboten, zurückzutreten“, erklärt Mecke, der zudem unterstreicht, dass er in den letzten Spielen vor der Winterpause gemerkt habe, dass er auf dem Platz mehr Einfluss nehmen könne.

Allerdings knüpfte der 30-Jährige seine Entscheidung auch an eine Bedingung. Dem gebürtigen Allgäuer war es wichtig, dass ein frischer Wind von außen kommen müsse. Andernfalls sehe er keine Chance, die Talfahrt der Frösche noch zu stoppen. Auch weil diese für den Rechtsfuß weiterhin unverständlich ist. „Rückblickend muss man sagen, dass immer andere die entscheidenden Fehler gemacht haben. Das zieht sich durch die Saison. Außerdem hat der unbedingte Wille, der Kampfgeist gefehlt, auch mal einen Pausenrückstand noch drehen zu wollen.“ Darüber hinaus seien mit Mark Loose und Giuseppe Guerazzi zwei wichtige Säulen der Mannschaft lange ausgefallen, die auch mal auf dem Platz das Ruder in die Hand nehmen können.

Ab der Rückrunde übernimmt jetzt ohnehin Cerasino das Kommando, der sich bereits der Mannschaft vorgestellt hat. „Die Jungs sind motiviert. Wir starten Mitte Januar mit der Vorbereitung“, sagt Cerasino, der zunächst bis Ende der Saison die Geschicke der FSV-Reserve leiten wird, aber durchaus für eine längere Zusammenarbeit zur Verfügung stehen würde – wenn es läuft. Zumal er in Bischofsheim einen strukturierten Verein vorfindet, bei dem seriös gearbeitet wird.

Neuer Trainer Cerasino ist von Verein und Team überzeugt

„Der Verein ist so aufgestellt, dass man es noch schaffen kann. Man ist nicht alleine, es gibt einige, die sich im Hintergrund bemühen“, so der 29-Jährige, dem daher der Wechsel vom Tabellenvorletzten der Kreisoberliga ans Tabellenende der KLA nicht schwergefallen ist. „Ich habe bei Safakspor aufgehört, weil ich keine Chance mehr gesehen habe, da die besten Spieler weggegangen sind. Das ist beim FSV anders. Hier hast du noch eine Erste, die aushelfen kann.“ Mit deren Trainergespann war der gelernte Bauzeichner ebenfalls schon in Kontakt und bekam bestätigt, dass man gemeinsam daran arbeiten möchte, mit beiden Teams den Klassenerhalt zu schaffen.

Damit das aber mit seiner neuen Mannschaft gelingt, ist es wichtig, dass die Bischofsheimer die beiden ersten Partien im neuen Jahr erfolgreich gestalten. So muss das bis dato defensivschwächste Team der Liga nicht nur gegen 1860 ran, gegen das in der Hinserie der einzige Dreier glückte, sondern auch gegen Eintracht Oberissigheim und damit einen weiteren direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.

Deshalb unterstreicht Cerasino: „Das sind beides Sechs-Punkte-Spiele. Wir müssen mit mindestens vier Punkten da rausgehen, sonst wird es sehr schwer, das noch umzubiegen.“ (Von Oliver Kraus)

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