Koberstädter Marathon: Dauerduell bei Männern geht weiter

Kunzfeld diesmal wieder vor Amborn

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Start zum 37. Koberstädter Waldmarathon in Egelsbach: Georg Kunzfeld (Dritter von links, ganz in Schwarz) siegte vor Uli Amborn (Startnummer eins).

Egelsbach - Eine äußerst schweißtreibende Sache war die 37. Auflage des Koberstädter Waldmarathons der SG Egelsbach. Von Sascha Eyßen 

Die Teilnehmer hatten bei den drei angebotenen Strecken Marathon, Halbmarathon und 10 Kilometer nicht nur kräftezehrende Distanzen zu bewältigen, die Temperaturen stellten die 871 Teilnehmer noch vor zusätzliche Herausforderungen. Die Historie der seit 1979 bestehenden Veranstaltung ist zwar umfangreich, Horst Müller, seit vielen Jahren im Organisationsteam dabei, erinnerte sich aber nur an eine Auflage, bei der es noch heißer war: „Das liegt jedoch schon über zehn Jahre zurück.“

Am längsten waren die Marathonläufer der Hitze ausgesetzt. Hier setzten Georg Kunzfeld (Spiridon Frankfurt) und Uli Amborn (LG Offenbach) ihr spezielles Duell fort. 2013 siegte Kunzfeld, Amborn wurde Dritter. Im vergangenen Jahr verwies Amborn (Jahrgang 1957) den 17 Jahre jüngeren Kunzfeld auf Platz zwei. Diesmal hatte Kunzfeld in 2:58:46 Stunden wieder die Nase vorn. Er wartete im Ziel auf Amborn (3:00:06), der dem Sieger herzlich gratulierte. Kunzfeld hatte unterwegs mit Krämpfen zu kämpfen, wohl auch, weil er kürzlich einen Ultramarathon über 190 Kilometer absolviert hatte.

Dennoch biss sich Kunzfeld, der nach gut 20 Kilometern in Führung gegangen war, durch und wurde mit dem Sieg belohnt. Amborn war auch mit Platz zwei zufrieden. Von der Hitze ließ er sich übrigens nicht schocken. Schließlich hatte er in der jüngeren Vergangenheit einen Marathon in Thailand bestritten. „Da macht einem so ein Wetter nichts mehr aus.“ Dritter wurde Dieter Kux (ASC Darmstadt, 3:00:28 Stunden) vor Dirk Schönbeck (SSC Hanau-Rodenbach, 3:04:29), Rang sieben belegte Oliver Graf (TGM SV Jügesheim, 3:14:18) vor Dominic Biste (EOSC Offenbach, 3:21:18). Platz neun ging an den Neu-Isenburger Erik van Heyne (3:24:07).

Auch bei den Frauen ging der erste Weg von Siegerin Martina Osmann (Spiridon Frankfurt) an die von den vielen Helfern bewirteten Getränkestände. 3:24:49 bedeuteten Platz eins vor Christiane Buxton (Reutlingen, 3:38:40) und Jasmin Hamel (TV Stierstadt, 3:48:57). Osmann wurde unterwegs von ihrem Klubkollegen und Ultramarathonläufer Thomas Wagner begleitet, der den perfekten Tempomacher gab. „Für mich ist das eine gute Trainingseinheit und außerdem konnte ich Martina bei ihrem Rennen helfen“, sagte Wagner. „Das war trotzdem ein richtig hartes Rennen für mich“, sagte die Siegerin bei Temperaturen über 30 Grad.

Beim Marathon waren 136 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke gegangen, das größte Teilnehmerfeld stellte einmal mehr der Halbmarathon (510). Hier siegte Yann Gentil (LuT Aschaffenburg) nach 1:16:39 Stunden vor Benjamin Ertler (Spiridon Frankfurt, 1:24:07) und Martin Schneider (TV Breckenheim, 1:24:33). Bei den Frauen siegte Marlene Dandler aus Wiesbaden in 1:29:41 vor Christina Erdbrink (Darmstadt, 1:35:51) und Sophia Wurm (Königstein, 1:37:08).

Bilder: Koberstädter Wald-Marathon

225 Teilnehmer hatte der 10 Kilometer-Lauf, den Daniel Schmidt (SC Ostheim), der erstmals in Egelsbach am Start war, in 36:28 Minuten gewann. Philipp Kroneberg (Marathonprojekt Darmstadt) wurde in 38:48 Zweiter vor Patrick Plößer (Mühltal), der 39:52 Minuten benötigte. Uwe Ruddakies (TV Neu-Isenburg, 40:06) wurde Vierter. Bei den Frauen siegte Alexandra Rechel (ASC Darmstadt) in 42:58 Minuten – obwohl sie aufgrund eines Missverständnisses bei einer Abzweigung in der Endphase des Rennens ein paar hundert Meter mehr lief. Zweite wurde Marion Peters-Korbstein (TuS Griesheim, 43:29) vor Manuela Pursch (SF Rossdorf/SG Arheilgen, 44:44) und Sylvia Erkel (Radteam Neu-Isenburg, 48:30).

Für die Gastgeber von der SG Egelsbach bedeutete die 37. Auflage der Traditionsveranstaltung, zu der auch ein Bambini-Lauf über eine Stadionrunde gehörte, wieder jede Menge Arbeit. Am Samstag war man alleine fünf Stunden mit dem Aufbau beschäftigt, am Sonntag waren dann rund 150 Helfer im Start- und Zielbereich sowie entlang der Strecke im Einsatz. Der 80 Jahre alte Horst Bernau, 1979 einer der Mitinitiatoren der Erstauflage, schickte die Läufer auch diesmal wieder auf die Strecke. Das Amt des Starters gab er nach 36 Jahren am Sonntag ab, er wird aber weiterhin als Helfer mitwirken.

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