„Kompaktes Paket“ zu schwer für Feggi

ITF-Turnier in Offenbach: Groß-Zimmerer scheitert an Topfavorit

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Favorisierter Franzose: Harold Mayot ist beim ITF-Turnier auf der Offenbacher Rosenhöhe an Nummer eins gesetzt. Gegen Matteo Feggi aus Groß-Zimmern wurde er dieser Rolle vollauf gerecht, siegte in Runde eins 6:0, 6:2.

Von Paris nach Offenbach, von den French Open zum Juniorenturnier der International Tennis Federation (ITF): Nachdem sich Bundestrainerin Barbara Rittner in Frankreichs Metropole die Stars der Branche angesehen hatte, ist sie nun auf der Rosenhöhe zu Gast, um den Nachwuchs zu begutachten.

Offenbach – Unter ihren Augen hatten die Deutschen gestern einen Tag mit gemischten Ergebnissen. Den Auftakt machte die 15-jährige Mara Guth vom Bundesligisten TC Bad Vilbel. Sie hatte gegen Sara Donnini aus Italien nur zu Beginn Schwierigkeiten, lag 0:3 hinten. „Danach kam ich in Schwung, wurde stärker und habe auch im zweiten Satz dominiert“, sagte Guth, die 6:3, 6:2 gewann. Am wichtigsten war, dass der lädierte Rücken (vor zwei Wochen hat sie bei einem Turnier aufgeben müssen) hielt. Danach war Julia Middendorf (TV Visbeck) klar mit 6:0, 6:1 gegen Qualifikantin Caterina Odorizzi (Italien) siegreich. Middendorf setzte sich zuletzt gegen Guth im Finale der deutschen U16-Meisterschaften durch, tritt mit ihr wie in den vergangenen Jahren im Doppel an.

Als dritte Spielerin auf dem Centercourt hatte Eva Lys (Club an der Alster) Pech. Nach großartigem Kampf musste sie sich mit 4:6 im dritten Satz der an Nummer fünf gesetzten Französin Elsa Jacquemot geschlagen gaben. Der aus Aschaffenburg stammende Jakob Cardonau unterlag im vierten Spiel auf dem Hauptplatz dem Niederländer Deney Wassermann in zwei Sätzen.

Der Groß-Zimmerer Matteo Feggi bekam vom Veranstalter eine Wildcard für das Hauptfeld, hatte aber bei der Auslosung kein Glück. Er traf auf den Topgesetzten Franzosen Harold Mayot und verlor deutlich mit 0:6, 2:6. „Der Gegner hat überhaupt keine Fehler gemacht, war einfach deutlich stärker“, musste Feggi die Überlegenheit des Turnierfavoriten anerkennen. „Mayot ist ein kompaktes Paket, da war für Matteo heute nichts zu holen“, sagte auch Trainer Felix Glattbach. Der an Nummer neun gesetzte Tscheche Andrew Paulson, der für den TK Langen spielt, wurde seiner Favoritenrolle gerecht und zog mit einem ungefährdeten Erfolg in die zweite Runde ein.

Für eine große Überraschung sorgte hingegen die junge Pauline Greta Bruns (TC 31 Kassel). Auch sie bekam vom Hessischen Tennis Verband eine Wildcard und warf die an Position 16 gesetzte Tara Malik (USA) mit 6:2, 6:4 aus dem Turnier, zeigte dabei eine tadellose Leistung. Keine Blöße gaben sich die beiden topgesetzten Spielerinnen: Selena Janicijevic aus Frankreich und die Litauerin Darja Semenistaja gewannen ihre Auftaktspiele jeweils sicher in zwei Sätzen.

Heute beginnt auf der Rosenhöhe der zweite Turniertag mit der zweiten Runde der Juniorinnen, gespielt wird ab 9.15 Uhr.

VON ROLF JOACHIM REBELL

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