Fußball

Kreisliga B: TSG Niederdorfelden geht frohen Mutes in die A-Liga

Auf dem Sprung in die Kreisliga A: Naif Musa sorgte mit seinem Treffer zum 4:2 für die Entscheidung. Niederdorfelden spielt nicht mehr in der Kreisliga B, die Spvgg. Roßdorf II darf ihr Glück in der Aufstiegsrelegation versuchen. Archivfoto: Patrick Scheiber

Fußball. Die Mission, den über die Saison erkämpften zweiten Tabellenplatz am letzten Spieltag in Roßdorf zu verteidigen, ist der TSG Niederdorfelden eindrucksvoll gelungen. Gastgeber Spvgg. Roßdorf II kämpfte vor zirka 150 Zuschauern tapfer, musste sich jedoch auf dem ungeliebten Ausweichplatz mit 2:5 geschlagen geben.

Von Lennart Nickel„Die Enttäuschung war die ersten 15 Minuten nach Abpfiff schon da, aber die Mannschaft hat dann einfach entschieden trotzdem Party zu machen und die erste Mannschaft zu unterstützen,“ fasst Roßdorfs Jugendleiter Jens Herchenröder die Stimmung nach dem mit Spannung erwarteten Aufstiegsfinale zusammen. Die drittplatzierte Spielvereinigung hatte einen Sieg im Duell am letzten Spieltag gegen die TSG benötigt, um an eben jener noch vorbeizuziehen.

Eine ausgeglichene erste Halbzeit

Herchenröder sah eine ausgeglichene erste Halbzeit, den eigenen Führungstreffer durch Tamino Koch (18.) egalisierte Semir Kutuvic nach clever erarbeitetem Foulelfmeter (32.). Mit dem Niederdorfeldener Doppelschlag zum 2:1 (57.) und 3:1 (62.) durch Ercan Aydin und Agit Özmen „war das Thema gegessen,“ wie es TSG-Abteilungsleiter Markus Schichor ausdrückte.

„In der zweiten Halbzeit kam Hektik rein, von TSG-Seite auch Aggressivität, wir mussten vier verletzte Spieler rausnehmen, konnten natürlich aber nur drei einwechseln.“ moniert Herchenröder, muss aber eingestehen, dass der Gegner abgezockter gewesen sei, als die eigene, junge Mannschaft.

„Das Team hat gekämpft, schließlich wussten wir, dass es um alles geht,“ erklärt Schichor. Diese Anspannung führte unter anderem zu Aktionen wie der von Steffen Werth in der 71. Spielminute, der die Gelb-Rote Karte sah, weil er den Ball wegspitzelte. „Am Ende eines kampfintensiven Spiels haben sie uns ausgekontert und insgesamt den Schneid abgekauft,“ bilanziert Herchenröder. Auch das urlaubsbedingte Fehlen von Christian Klassen und Spielertrainer Fabio Pianu hätte sich bemerkbar gemacht.

Gemeinsame Feier trotz Niederlage

Trotz des verlorenen Finales um Platz zwei wurde in Roßdorf anschließend an das Spiel der Ersten zusammen gefeiert. „Die Jungs spielen seit Jahren zusammen, das ist unsere Philosophie und hier hat man gesehen, was das für eine Mannschaft ist,“ so der Jugendleiter.

Für ihn und die Sportvereinigung geht es nun in die Relegation. Am Samstag, 1. Juni, geht es zu Hause gegen den KLA-15. FSV Bischofsheim II, ein paar Tage später fällt dann die Entscheidung im Rückspiel in Bischofsheim. „Das werden enge Spiele, schon in der A-Jugend hatten wir dort immer wieder heiße Duelle,“ freut sich Herchenröder.

„Wir hätten auch Probleme bekommen, durch die Relegation aufzusteigen. Ich glaube nicht, dass der B-Ligist es dieses Jahr schaffen kann,“ prognostiziert Schichor.

Da seine Niederdorfeldener davon aber nicht mehr betroffen sind, kann der Abteilungsleiter schon für die kommende A-Liga-Saison planen. „Mit den Jungs, die wir jetzt haben sowie mit den eventuellen Neuzugängen und wenn alle mitziehen, sollte der Klassenerhalt gut machbar sein,“ macht Schichor schon mal eine Ansage an die neue Spielklasse, betont aber auch: „Der Erfolg – nicht zuletzt in dieser Saison – geht auch auf die gesamte Führungsriege im Verein zurück.“ Das Motto aber bleibt: „Unterm Strich – Überm Strich“.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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