Fußball

Kreisliga A: Olaf Fürchtenicht zum Seuchenjahr des FC Büdesheim

Hoffnung auf Besserung: Kapitän Philipp Meissner (links) und der FC Büdesheim hoffen, dass es 2020 wieder aufwärts geht. Archivfoto: Roland Adrian

Fußball. 2019 ist ein Jahr, das der FC Büdesheim am liebsten so schnell wie möglich abhaken möchte: Nach einem immensen personellen Aderlass im Sommer stehen die Büdesheimer zu Beginn des neuen Jahres auf dem letzten Platz der Kreisliga A und sind damit Abstiegskandidat Nummer Eins.

Von Robert Giese

Doch auch abseits des Platzes musste der Tabellenletzte einen schweren Schlag verkraften, verstarb doch im Herbst mit Franz Eichhorn die „gute Seele“ des Vereins.

"2020 kann nur besser werden“, schaut Olaf Fürchtenicht, der Spielausschuss-Vorsitzende des A-Ligisten, deshalb nach vorne. Das zurückliegende Jahr hat die Büdesheimer schließlich schwer gebeutelt, denn nachdem bis zum Sommer insgesamt 16 Spieler den Verein verließen – wobei die meisten ihre Fußballschuhe gleich ganz an den Nagel hängten – war den Verantwortlichen schon vor dem Saisonbeginn klar, dass ihnen eine schwierige Spielzeit bevorsteht.

„Es waren praktisch alle Führungsspieler weg“, schildert Fürchtenicht die prekäre Situation – und dann traf Büdesheim auch noch das Verletzungspech: Andreas Schneider, in der Saisonvorbereitung noch treffsicherster Büdesheimer, riss sich das Kreuzband, und auch Marcel Wawacek verletzte sich mehrmals und fiel den größten Teil der Hinrunde aus.

Bestes geben

„Die, die da sind, geben ihr Bestes“, will Fürchtenicht auf den aktuellen Kader nichts kommen lassen, „und vom Zusammenhalt und Charakter ist das Team super, das bezieht sich auch auf die zweite Mannschaft. Da ziehen alle voll mit.“ Allerdings fehlt dem Schlusslicht ein bitter benötigter Knipser, wie sich auch am Torverhältnis zeigt, denn mit nur 14 Treffern ist Büdesheim das harmloseste Team der Liga.

Zwar hat Büdesheim nur selten hoch verloren, aber da es auch für eine knappe Niederlage keine Punkte gibt, ist die bisherige Ausbeute mager: Acht Zähler hat das Schlusslicht bislang gesammelt, sieben Punkte beträgt der Rückstand aufs rettende Ufer. Anderswo stünde da vielleicht der Trainer zur Disposition, doch Fürchtenicht stärkt Michael Resch demonstrativ den Rücken: „Bei uns gibt es überhaupt keine Trainerdiskussion.“

Fürchtenicht hofft, dass sein Team im neuen Jahr noch die Kurve bekommt, schließlich seien die Nichtabstiegsplätze nicht allzu weit weg. Einem Abgang in der Winterpause stehen dabei drei Neuzugänge gegenüber, unter anderem kehrt Dominik Eichhorn von Eintracht-Sportfreunde Windecken zurück nach Büdesheim – Fürchtenicht lobt in dem Zusammenhang die Fairness der Windecker, die Eichhorn keine Steine in den Weg gelegt hätten. Auch Wawacek dürfte im neuen Jahr seine Verletzungen auskuriert haben und könnte die Offensive der Büdesheimer merklich beleben.

Auf Nachwuchskicker setzen

Bisher musste der Tabellenletzte dabei auf Nachwuchskicker der JSG Schöneck setzen, „denen hier und da noch etwas Erfahrung fehlt, auch wenn sie ihre Sache sehr gut gemacht haben“, wie Fürchtenicht betont, der allgemein heilfroh ist, auf die eigene Jugendarbeit setzen zu können. Mit Hilfe der eigenen Talente wollen die Büdesheimer im Falle eines Abstiegs in die Kreisliga B auch wieder etwas aufbauen, doch daran mag Fürchtenicht noch nicht zu viele Gedanken verschwenden.

„Ein Abstieg wäre für uns zwar kein Weltuntergang“, erklärt Fürchtenicht, „aber wir wollen selbstverständlich am liebsten den Klassenerhalt schaffen.“

Quelle: Hanauer Anzeiger

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