Fußball

Kreisliga A: Ostheim hat den Aufstieg weiter im Blick

Der Sieg in Heldenbergen hat Auftrieb gegeben: Ende November gewannen die Sportfreunde Ostheim mit 2:1 bei der zweitplatzierten Victoria. Getroffen hatten damals Edmir Hasaj (am Ball) und Anton Clauss (Nummer 10). Archivfoto: TAP

Fußball. Vor der Saison war Maximilian Rassmann einer von gerade einmal drei A-Liga-Trainern, die klar und offen den Aufstieg in die Kreisoberliga als Ziel ausgegeben hatten. Mit 36 Punkten und Platz fünf liegen die vom nach Michael Resch (FC Büdesheim) dienstältesten Coach der Liga trainierten Sportfreunde auch voll im Soll.

Von Oliver Kraus

Gerade einmal ein Zähler trennt die Ostheimer von Victoria Heldenbergen und damit Rang zwei; und auch Ligaprimus FSV Neuberg ist mit 42 Punkten noch nicht uneinholbar enteilt.

Positives Fazit, aber auch Kritik

Von daher fällt das Fazit des 34-jährigen B-Lizenz-Inhabers erwartbar positiv aus, auch wenn der kritische Übungsleiter sich nicht scheut, den Finger in die Wunden zu legen: „Ich bin zufrieden mit dem, was wir bisher erreicht haben. Vor allem, dass wir auswärts ungeschlagen sind. Einzig die verschenkten Punkte zu Hause ärgern mich.“

Rassmann meint insbesondere das in seinen Augen unnötige 2:2 gegen die SG Bruchköbel II oder auch die Heimniederlagen gegen die Kreisoberliga-Absteiger Spvgg. Hüttengesäß und von Hilalspor Hanau. Wenn Rassmann speziell an den Spielverlauf beider Partien denkt, wird schnell klar, dass die zwei 0:1-Niederlagen immer noch schmerzen: „Wir hatten in beiden Begegnungen gefühlte 80 Prozent Ballbesitz und viele Torchancen, Hüttengesäß und Hanau jeweils nur die aufgrund von individuellen Fehlern jeweils total unnötigen Strafstöße.“

Keine externen Neuzugänge

Um so erstaunlicher ist da, dass Rassmann die vor der Winterpause gemachten Fehler in der Rückrunde mit einem nahezu unveränderten Kader angehen wird. So verzeichnet Ostheim keinerlei Abgänge und verstärkt sich nur mit den vereinseigenen A-Jugend-Spielern Justin Pollak, Tim Geiger, Matthew Frech und Torwart Michel Zinndorf.

Allerdings muss Rassmann zugeben, dass er durchaus den einen oder anderen gestandenen Spieler gerne in sein Team geholt hätte. Speziell Lion Traband hatte es dem Projektleiter bei Fraport angetan. Der entschied sich jedoch gegen Ostheim und wechselte stattdessen von Hilalspor zum direkten Konkurrenten Hüttengesäß: „Wir konnten leider finanziell nicht mitgehen. Und außerdem kennen sich Lion und Metin Oymak (Trainer in Hüttengesäß, Anmerkung der Redaktion) noch aus gemeinsamen Zeiten beim Dörnigheimer SV.“

Über Weihnachten war Erholung angesagt

So bleibt es beim jungen Kader, dessen Altersdurchschnitt von 22,8 Jahren aus der Hinserie durch das hinzukommende Junioren-Quartett deutlich gedrückt wird. Allerdings freut sich Rassmann, dass mit Kai Balser, der die letzten Monate in Fulda studiert hatte, und dem genesenen Anton Clauss zwei erfahrene Spieler wieder voll einsetzbar sind. Auch auf Torjäger Luca Wegjan hofft der seit Oktober 2015 im Amt stehende Trainer. „Er könnte ein Schlüsselspieler in der Rückrunde werden; wenn er fit ist!“

Damit seine Mannschaft den von ihm gewünschten Fitnessgrad erreicht, um ab März eine entscheiden Rolle im Aufstiegsrennen spielen zu können, hat der ehemalige Hessenliga-Abwehrspieler die Weihnachtspause neu gestaltet. Anders als im Vorjahr bekamen seine Schützlinge keine individuellen Trainingspläne mit nach Hause. Im Gegenteil: Sechs Wochen frei war die Anordnung, auch auf Hallenturniere wurde mit der ersten Mannschaft verzichtet. „Die Jungs sollten sich komplett auskurieren. Nur so haben wir eine Chance aufzusteigen.“

Zukunft des Trainers noch nicht geklärt

Die Vorbereitung auf die Rückrunde selbst startete am Sonntag. Im Monat darauf geht es ins Trainingslager nach Birstein. Bis dahin stehen Einzelgespräche mit allen Spielern auf dem Programm, auch wenn Rassmanns eigene Zukunft noch nicht geklärt ist. Denn ob der Vertrag mit ihm verlängert wird, wird sich erst nach der Vorstandswahl am 7. Februar entscheiden.

Darüber hinaus sind auch andere Vereine heiß auf das Knowhow Rassmanns. Der aber weiß bei allen persönlichen Ambitionen auch, was er an seinem derzeitigen Verein hat: „Ostheim ist mein erster Ansprechpartner, auch wenn Gespräche mit anderen Vereinen bereits laufen.“ Außerdem läge der Fokus derzeit einzig auf dem sportlichen Erfolg: „Mein Ziel ist weiter der Aufstieg, auch wenn andere Teams wie Neuberg, Hüttengesäß oder Germania Dörnigheim die Favoriten sind.“

Quelle: Hanauer Anzeiger

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