1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Kreisoberliga: Kesselstadt lässt beim 8:0 gegen Oberdorfelden nichts anbrennen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Feines Füßchen: Der Kesselstädter Semir Sutkovic luchst Oberdorfeldens Marvin Genech frech den Ball ab.
Feines Füßchen: Der Kesselstädter Semir Sutkovic luchst Oberdorfeldens Marvin Genech frech den Ball ab. © Scheiber

Das Spitzentrio der Fußball-Kreisoberliga Hanau hat sich am fünften Spieltag keine Blöße gegeben und jeweils drei Punkte eingefahren. Am deutlichsten machte es der VfR Kesselstadt (8:0 gegen SV Oberdorfelden).

Hanau –Viel Mühe hatte Kewa Wachenbuchen, ehe der 2:1-Heimsieg gegen den SV Wolfgang unter Dach und Fach war. Victoria Heldenbergen ist die Überraschungsmannschaft an der Tabellenspitze, besiegte die Spvgg. Hüttengesäß mit 2:0.

Beim FSV Bischofsheim trägt der Trainerwechsel keine Früchte. Auch das zweite Spiel unter der Leitung von Kenan Kocak ging verloren. Beim 1:3 gegen Eintracht Oberrodenbach half auch ein neuer Überraschungs-Schlussmann nichts.

VfR Kesselstadt - SV Oberdorfelden 8:0 (3:0): „Das war ein Pflichtsieg“, meinte VfR-Sprecher Edo Selimovic. Schon zur Pause war an der Pumpstation alles klar, die Zuschauer sahen ein Spiel auf ein Tor und bisweilen etwas überforderte Gäste aus Oberdorfelden. In der zweiten Hälfte schlug die Stunde von Almir Derdemez, dem vier Treffer am Stück gelangen. „Er musste bei den Toren nur noch den Fuß hinhalten“, schmunzelte Selimovic und stellte die sauber herausgespielten Torvorbereitungen heraus. Ebenfalls herausragend im VfR-Trikot: Sejad Kavgic, auf dessen Konto stolze sechs Vorlagen gingen.

Tore: 1:0 Agovic (6.), 2:0 Drino (10.), 3:0 und 4:0 Omerovic (40./57.), 5:0, 6:0, 7:0 und 8:0 Derdemez (63./67./75./83.) - Zuschauer: 50 - Beste Spieler: Derdemez, Kavgic

FC Hochstadt - Germania Niederrodenbach 2:2 (0:1): Unfassbares Aluminiumpech verhinderte einen Heimsieg der Lila-Weißen. Zwischen der 40. und der 85. Minute trafen zwei Mal Jaouad El Kaddouri, Jürgen Bufi, Mariusz Ragaman und Nenad Grujicic zusammen fünf Mal Latte oder Pfosten. „Das war großes Pech. Es wäre daher sehr unverdient gewesen, wenn wir nicht mehr zum Ausgleich gekommen wären“, sagte Hochstadts Vorsitzender Manfred Maier. In einem flotten Spiel zweier couragiert agierenden Mannschaften hatte zunächst Niederrodenbach die Nase vorne. Nach einer ersten vergebenen Großchance von Tobias Kühn schossen der sehr starke Luca Botzum und Dejan Gesch einen 2:0-Vorsprung für das Team des neuen Trainers Thomas Goldmann heraus. Hochstadt rannte lange Zeit vergeblich an, doch nach dem 1:2 von Torjäger Jaouad El Kaddouri keimte Hoffnung auf. Jürgen Bufi erzielte vier Minuten vor dem Abpfiff noch den verdienten Ausgleich.

Tore: 0:1 Botzum (32.), 0:2 Gesch (55.), 1:2 J. El Kaddouri (74.), 2:2 Bufi (86.) - Zuschauer: 50 - Beste Spieler: Ragaman, Bah / Botzum, Gesch

FSV Bischofsheim - Eintracht Oberrodenbach 1:3 (1:2): Die personellen Veränderungen beim FSV Bischofsheim gehen weiter. Gegen Oberrodenbach hütete erstmals „Blitztransfer“ Christian Marggraf das Tor der „Frösche“. Der zuletzt für den Gruppenligisten Germania Dörnigheim spielende Keeper hatte seine Karriere eigentlich schon beendet. Zum Spiel: Bischofsheim ging nach einer guten Kombination durch Taoufik Elfakiri in Führung. Die Gäste fanden danach besser ins Spiel und drehten noch vor der Pause durch Adrian Steier (21.) und Maximilian Robok (29., per Strafstoß) den Spieß um. Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte die Eintracht das Geschehen unter Kontrolle, doch in der etwas hektischen Schlussphase war der FSV dem Ausgleich in einigen Situationen nahe. „Ein Punkt war drin, doch wir haben uns an der Oberrodenbacher Abwehr die Zähne ausgebissen“, meinte FSV-Sprecher Klaus Pawlytko. In der Nachspielzeit noch eine kuriose Szene: FSV-Akteur Iroy Zund passte zurück, doch Torwart Marggraf stand ganz woanders, sodass die Kugel zum 1:3-Endstand ins Tor kullerte.

Tore: 1:0 El Fakiri (20.), 1:1 Steier (21.), 1:2 Robok (29./FE), 1:3 Eigentor Zund (90.+5) - Zuschauer: 50 - Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistungen

FSV Neuberg - TSV Niederissigheim 3:0 (1:0): Es war klar: „Heute müssen wir die ersten drei Punkte holen“, erzählte Neubergs Trainer Christof Weintritt. Und gegen die Nachbarn aus Niederissigheim gelang auch der Befreiungsschlag. Dennis Arnold brachte den FSV mit einem herrlichen Heber aus 20 Metern früh in Führung. Vorerst blieb es ein enges, umkämpftes Spiel, doch dann grätschte Dominik Soare in der 60. Spielminute einen Neuberger von hinten um, sodass Schiedsrichter Nicolai Fleckenstein nichts anderes übrig blieb, als die Rote Karte zu zücken. „Es war giftig, und es war auch eklig“, kommentierte Weintritt die Intensität des Derbys, lobte aber den Unparteiischen für seine Leistung. In Überzahl ließen sich die Hausherren den Sieg nicht mehr nehmen, Kevin Arnold und Philipp Hertzke trafen nach Kontern. Auf die Offensive der Gäste sei der FSV laut Coach eingestellt gewesen, was sich auch im Ergebnis spiegelt. „Ich bin sehr stolz auf die Junge, vor allem nach den Rückschlägen der letzten Wochen“, freut sich Weintritt über den „absoluten Mannschaftssieg“.

Tore: 1:0 D. Arnold (20.), 2:0 K. Arnold (70.), 3:0 Hertzke (87.) - Zuschauer: 100 - Besondere Vorkommnisse: Rote Karte wegen groben Foulspiels für Soare (60./TSV Niederissigheim) - Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung / Reim

SV Victoria Heldenbergen - Spvgg. Hüttengesäß 2:0 (1:0): Für beide Teams war es die erste Partie auf dem Hartplatz - und das machte sich im Spielverlauf bemerkbar. Unter Flutlicht konnten die Zuschauer eine zerfahrene Partie mit Chancen auf beiden Seiten verfolgen. „Es hätte auch Unentschieden ausgehen können“, berichtete Heldenbergens Sprecher Ulrich Stechno, doch die Heimelf habe im Unterschied zu den Ronneburgern seine Chancen genutzt. Schön herausgespielt konnte Felix Götzelmann nach Vorlage von Andre Nollau zur 1:0-Führung einschieben (19.). Alles klar machte der Vorlagengeber des ersten Tores mit einem direkt verwandelten Freistoß dann in der 72. Spielminute.

Tore: 1:0 Götzelmann (19.), 2:0 Nollau (72.) - Zuschauer: 50 - Besondere Vorkommnisse: Zeitstrafe für Enver Eydere (77./Spvgg. Hüttengesäß) - Beste Spieler: Nollau, Pires Faria / Weinz

Kewa Wachenbuchen - SV Wolfgang 2:1 (0:1): Die Gäste machten es dem Favoriten schwer. „Es war ein zähes Spiel, Wolfgang stand sehr tief“, analysierte Kewa-Sprecher Dennis Holderried. Einen Punkt hätten sie aufgrund ihrer kämpferischen Leistung auch verdient gehabt, doch letztlich sei das Ergebnis ein „Sieg der Moral“, so Holderried. Wolfgang ging durch einen Freistoßtreffer von Daniel Erbe in Führung (9.). Die Kewa brauchte einige Chancen, um letztendlich in der 71. Minute im Zuge eines schön rausgespielten Angriffs durch Niklas Fehst zum Ausgleich zu kommen. Der Siegtreffer fiel fünf Minuten vor Schluss per Kopfball von Sabahudin Elko Bajramovic Schmidt, doch damit war noch nicht alles vorbei. Erst kassierte Marco Kolev eine Zeitstrafe, dann parierte Kewa-Keeper Patrick Benning stark im Eins-gegen-Eins.

Tore: 0:1 Erbe (9.), 1:1 Fehst (72.), 2:1 Bajramovic Schmidt (85.) - Zuschauer: 90 - Besondere Vorkommnisse: Zeitstrafe für Marco Kolev (87./Kewa Wachenbuchen) - Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung / Nuri, Erbe

Spvgg. Roßdorf - SV Kilianstädten 2:2 (0:1): In einer attraktiven Partie teilten sich Roßdorf und Kilianstädten leistungsgerecht die Punkte. „Es war ein gutes, schnelles Spiel“, berichtete Roßdorfs Spielausschussmitglied Michael Ullrich. Marcel Wawacek brachte die Gäste zweimal in Führung, doch Roßdorf hatte in Person von Mike Neufeld und dem umtriebigen Ali Uzun immer eine Antwort parat. „Letztendendes ist das Ergebnis gerecht“, so Ullrich.  

Tore: 0:1 Wawacek (.), 1:1 Neufeld (.), 1:2 Wawacek (.), 2:2 Uzun - Zuschauer: 100 - Beste Spieler: Uzun / geschlossene Mannschaftsleistung

Safakspor Hanau - FC Erlensee II 0:0: Trotz Überzahl und vieler Chancen gelang es der Reserve des 1. FC Erlensee nicht, drei Punkte bei Safakspor Hanau mit nach Hause zu nehmen. „Die Erlenseer werden sich über das Ergebnis ärgern“, sagte Safakspor-Sprecher Kenan Argal nach der ersten Partie des fünften Spieltages. Die Heimelf verteidigte mit allen Mitteln, aufgrund von acht fehlenden Stammspielern musste auch Trainer Cevat Arslan eingewechselt werden. „Daher ist dieses 0:0 umso erfreulicher“, so Argal. Ab der 40. Minute spielte Erlensee in Überzahl, da Samet Tüter von Schiedsrichter Hashim Rehman für eine Tätlichkeit die Rote Karte gesehen hatte. Doch neben vielen teilweise von Safak-Torwart Daniel Shaffer vereitelten Chancen nutzten die Gäste selbst den in der 88. Minute gegebenen Foulelfmeter nicht für den Siegtreffer - Philipp Müller vergab.

Zuschauer: 50 - Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für Samet Tüter (40./Safakspor Hanau), Erlensees Müller verschießt Elfmeter (88.) - Beste Spieler: Shaffer / geschlossene Mannschaftsleistung (nic/fs)

Auch interessant

Kommentare