Fußball

Kreisoberliga: Oberissigheims Coach schmeißt hin

Oberissigheims Trainer Christopher Schneider hat seinen Rücktritt erklärt. Archivfoto: Roland Adrian

​Fußball Paukenschlag in der Kreisoberliga: Christopher Schneider ist nicht mehr länger Trainer von Eintracht Oberissigheim. Klub und Coach trennten sich am Donnerstagabend nach einer gemeinsamen Sitzung des Vorstandes mit Schneider, der beim Aufstiegskandidaten seit Oktober 2017 an der Seitenlinie stand

„Die Ausrichtung und die Vorstellungen von ein paar Spielern und mir bezüglich der Rückrunde sind nicht mehr dieselben gewesen. Eine vernünftige Zusammenarbeit war so nicht möglich, deshalb bin ich zurückgetreten“, teilte Schneider am Freitag gegenüber dieser Zeitung mit. Differenzen habe es in puncto Fokus, Aufstellung, Training und Zielsetzung gegeben, erklärte Coach, der in diesem Zusammenhang aber auch betonte, dass es sich dabei nur um eine kleinere Gruppe von Spielern gehandelt haben soll. Weitere Details wollte Schneider nicht preisgeben.

Der Spielausschuss-Vorsitzende des Klubs, Alexander Lorei, spricht von einer Trennung in „beiderseitigem Einvernehmen“, die der Verein ebenfalls nicht weiter kommentieren wolle. Das Zepter übernehmen werden nun Lorei selbst und Patric Alves Rodrigues, der vor seiner Rückkehr zu seinem Heimatklub zu Beginn der aktuellen Spielzeit zwei Jahre lange als Spielertrainer der Spvgg. Hüttengesäß tätig war.

Verpflichtung eines externen Trainers wurde zunächst ausgeschlossen

Beide hatten den zurückgetretenen Coach laut Lorei schon in den Trainingseinheiten unterstützt und übernahmen die Leitung der Übungseinheiten, wenn Schneider aus beruflichen Gründen verhindert war. Bis zum Sommer wollen beide mindestens als Spielertrainerduo bei der Eintracht aktiv sein. Aufgrund muskulärer Probleme stand Lorei in der laufenden Spielzeit bisher erst in sechs Partien auf dem Feld. „Jetzt bin ich aber wieder fit und habe auch vor, mit Patric gleichzeitig auf dem Platz zu stehen. Wenn aber alle Spieler an Bord sind, wird sich vielleicht einer von uns auch mal ein oder zwei Spiele von außen anschauen, weil wir ja auch nicht mehr die Jüngsten sind.“

Eine Verpflichtung eines externen Trainers schloss der Spielausschuss-Vorsitzende zunächst aus. Drei Wochen vor dem Start der Rückrunde würde dies so kurzfristig keinen Sinn machen, meint Lorei, der aber davon ausgeht, dass in Zukunft der eine oder andere Interessent für den Trainerposten am Oberissigheimer Sportplatz auftauchen wird: „Ich denke, dass der Fußballkreis Hanau aufhorchen und das Telefon in nächster Zeit öfter klingeln wird. Auch weil der Kader eine gewisse Qualität hergibt.“

Aufstieg im Bereich des Möglichen

Aktuell belegen die Oberissigheimer Rang fünf der Tabelle und haben zehn Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter FC Hanau 93 II – bei einem erfolgreichen Abschneiden in den drei Partien, die die Eintracht weniger auf dem Konto hat, würde sich der Rückstand auf einen Zähler verringern. Mit Alves Rodrigues, den beiden Schwarzer-Brüdern, Konstantin Büdinger und Igor Rozic haben die Issigheimer einige namhafte Kicker aus dem Kreis in ihren Reihen.

Der Aufstieg dürfte mit diesem Kader im Bereich des Möglichen liegen – und trotz der Zurückhaltung des Klubs, der diesen öffentlich nie offensiv als Ziel ausgegeben hatte, intern angepeilt werden. Ob der Trainerwechsel dafür förderlich war oder drei Wochen vor dem Start in die Rückrunde nur Unruhe bringt und damit den sportlichen Erfolg gefährdet, wird sich zeigen.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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