1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Kreisoberliga: VfR Kesselstadt ist Herbstmeister - Niederissigheim siegt im Kellerduell

Erstellt:

Kommentare

Knapp vorbei gerutscht: Eintracht Oberrodenbachs Finn Kotyza (links) kann TSV Niederissigheims David Körner nicht vom Ball trennen. Am Ende jubeln die Gastgeber des TSV.
Knapp vorbei gerutscht: Eintracht Oberrodenbachs Finn Kotyza (links) kann TSV Niederissigheims David Körner nicht vom Ball trennen. Am Ende jubeln die Gastgeber des TSV. © Scheiber

Die erste Halbzeit der Saison in der Fußball-Kreisoberliga Hanau ist gespielt und aktuell ist der VfR Kesselstadt auf einem guten Weg in Richtung lang ersehnter Gruppenliga-Aufstieg. Der KSV Langen-Bergheim schaffte es keineswegs, dem Herbstmeister die erste Saisonniederlage zuzufügen.

Hanau – Das weite Feld der Verfolger wird angeführt von der fünf Punkte hintendran liegenden Oberissigheimer Eintracht, gefolgt vom FSV Bischofsheim, der im direkten Duell mit dem viertplatzierten FSV Neuberg eine deutliche Duftmarke setzen konnte.

FSV Bischofsheim - FSV Neuberg 6:1 (2:1): „Wir haben bewiesen, dass die Jungs Fußball spielen können“, freute sich Heimtrainer Kenan Kocak über den Kantersieg seiner Bischofsheimer. Philipp Hess brachte die Gastgeber in Front, ehe Ludwig Lind einen Neuberger Freistoß unhaltbar zum 1:1 abfälschte (19.). Noch vor der Pause traf der spielfreudige Eldin Fazli zum 2:1 (44.), das 3:1 legte er für Jonas Gatzka auf. „Danach ist Neuberg eingebrochen“, so Kocak, der die Gäste in der ersten Hälfte noch gut mitspielen sah. Erneut Fazli, Nico Trageser mit einem wuchtigen Winkeltreffer und Ferhat Sakarya per Foulelfmeter schraubten das Ergebnis in die Höhe. „Ich kann nicht meckern, nach dem Dämpfer letzte Woche haben wir fehlerfrei gespielt“, lobte der FSV-Coach seine am vergangenen Spieltag in Kilianstädten unterlegene Mannschaft.

Tore: 1:0 Hess (10.), 1:1 Lind (19.), 2:1 Fazli (44.), 3:1 Gatzka (47.), 4:1 Fazli (65.), 5:1 Trageser (50), 6:1 Sakarya (86/FE.) - Zuschauer: 70 - Beste Spieler: Fazli, Trageser / Geschlossene Mannschaftsleistung

Germania Niederrodenbach - Eintracht Oberissigheim 1:2 (0:1): „Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, fand Germania-Sprecher Detlef Knoll nach der „unglücklichen Niederlage“. Seiner Ansicht nach war Niederrodenbach nach einer halben Stunde besser im Spiel, dennoch traf Nuri Eris aus spitzem Winkel zur Gästeführung (35.). „Dadurch haben wir die Ordnung verloren, Oberissigheim hatte dann drei glasklare Chancen“, so Knoll. Im zweiten Durchgang sei die Germania die deutlich bessere Mannschaft gewesen, gerade nach dem Ausgleich durch Marco Veit (57.) „waren wir drauf und dran, selbst das 2:1 zu machen“. Aber es kam anders: Johannes Maisch zog aus mehr als 35 Metern ab, seine Bogenlampe landete nach langer Flugzeit präzise unter der Latte (69.). Für Knoll war das 1:2 der Knackpunkt: „Normalerweise muss der Torwart den mit der Kappe fangen“, ärgerte er sich.

Tore: 0:1 Eris (35.), 1:1 Veit (57.), 1:2 Maisch (69.) - Zuschauer: 120 - Besondere Vorkommnisse: Rote Karten für Niederrodenbachs Nervin Memic (85.) und Volkan Celiker (90.+3/beide Beleidigung) - Beste Spieler: Maicher, Johnson / M. und K. Schwarzer, Beloued

KSV Langen-Bergheim - VfR Kesselstadt 0:5 (0:3): Von Anfang an sah KSV-Sprecher Sebastian Rau einen druckvollen VfR. Aber: „Bis zur 30. Minute hat unser Abwehrriegel gehalten“, so der Sprecher. Dann schlug der Herbstmeister eiskalt zu: Erst traf Ivan Dramac (31.), kurze Zeit später legte Mirza Music durch einen laut Rau „clever gezogenen“ Foulelfmeter nach (34.), ehe Semir Agovic seinen ersten von am Ende drei Treffern beisteuerte (37.). „Mit dem Dreifachschlag war das Spiel entschieden, in der zweiten Halbzeit schaltete Kesselstadt einen Gang runter“, berichtete Rau. Den „verdienten“ Auswärtssieg veredelte Agovic mit seinen Treffern zum 4:0 und 5:0.

Tore: 0:1 Dramac (31.), 0:2 Music (34./FE.), 0:3, 0:4 und 0:5 Agovic (37., 89. und 90./FE.) - Zuschauer: 100 -Beste Spieler: Beide Geschlossene M.

1. FC Hochstadt - Victoria Heldenbergen 1:4 (0:1): „Das Ergebnis stellt den Spielverlauf auf den Kopf“, musste FCH-Vorstand Manfred Maier am Ende enttäuscht zu Protokoll geben. „Hochstadt hat über weite Phasen gut gespielt, aber die alte Schwäche der mangelnden Chancenverwertung nicht abgelegt.“ Umso effektiver zeigte sich die Victoria: Nach weniger als einer Minute netzte Edmir Hasaj ein, Marc Meininger erhöhte die Gästeführung mit einem „unhaltbaren“ Schuss in der 50. Minute, zudem trafen erneut Hasaj (64.) und Marten Oehl (74.). „Zwischen den Toren hat Hochstadt gespielt, es ist nicht zu fassen“, wunderte sich Maier. Ein Angriff nach dem anderen der Lila-Weißen konnte nicht verwertet werden, einzig Jonas Markhof traf nach Foul an Kenan Ferguson vom Elfmeterpunkt (56.) zum zwischenzeitlichen 1:2.

Tore: 0:1 Hasaj (1.), 0:2 Meininger (50.), 1:2 Markhof (56./FE.), 1:3 Hasaj (68.), 1:4 Oehl (74.) - Zuschauer: 80 - Beste Spieler: Markhof, Romeiser / Meininger, Hasaj

TSV Niederissigheim - Eintracht Oberrodenbach 4:1 (1:0): „Im Endeffekt schon verdient“, fand TSV-Coach Kevin Moore den deutlichen Sieg seiner Elf im Kellerduell gegen Oberrodenbach. „Am Anfang haben wir Probleme gehabt, aber umso länger das Spiel ging, desto besser wurden wir“, so Moore. Daniel Ebell steuerte die Niederissigheimer Führung bei, welche nach klarem Foul von Eintracht-Keeper Luca Hamburger an Dominic Bernard von Xavier Adrover Amez vom Punkt erhöht wurde. Der wiederum foulte selbst im eigenen Sechzehner, Lukas Adam schoss den fälligen Elfer für Oberrodenbach rein. Die Gäste warfen fortan alles nach vorn, was der eingewechselte TSV-Jungspund Serkan Subasi zum 3:1 und 4:1 ausnutzte - letzteres per Kopf, „und das als kleinster Mann auf dem Platz“, wie Moore begeistert berichtete.

Tore: 1:0 Ebell, 2:0 Adrover Amez (55./FE.), 2:1 Adam (FE.), 3:1 und 4:1 Subasi - Zuschauer: 80 - Besonderes Vorkommnis: Zeitstrafe für Niederissigheims Xavier Adrover Amez (wdh. Foulspiel) - Beste Spieler: Beide geschlossene Mannschaftsleistung

Spvgg. Roßdorf - Kewa Wachenbuchen 3:2 (2:1): „Ein intensives Spiel, der Rasen hat schon sehr gelitten“, resümierte Heimsprecher Martin Heidt. Schon nach vier Minuten erzielte Tobias Redmann das 1:0, kurz darauf vergab Mike Neufeld eine gute Möglichkeit zum Ausbau der Führung. So reichte Tim Eibelshäusers „Flipper-Tor“ zum 1:1 (8.). „Danach haben wir das Spiel wieder im Griff gehabt“, so Heidt, der kurz vor dem Seitenwechsel einen zu kurzen Rückpass zu Kewa-Torwart Andreas Rudolf notierte, der durch den dazwischenfunkenden Redmann zum 2:1 führte (41.). Christian Recke erhöhte mit einem Dropkick ins lange Eck auf 3:1 (47.), danach „hätten wir es früher zumachen können, hätten wir unsere Konterchancen nicht liegen gelassen“, so Heidt. Das Anschlusstor durch Elias Schmitt (90.+1) bewirkte nur eine kleine Zitterphase aufseiten der Hausherren, die den ersten Sieg seit Anfang Oktober feiern konnten.

Tore: 1:0 Redmann (4.), 1:1 Tim Eibelshäuser (8.), 2:1 Redmann (41.), 3:1 Recke (47.), 3:2 Schmitt (90.+1) - Zuschauer: 100 - Beste Spieler: Redmann, Scherer / Geschlossene Mannschaftsleistung

Spvgg. Langenselbold - SV Kilianstädten 1:3 (0:2): Einen Ballverlust der Langenselbolder Abwehr nutzte Maximilian Vogler in der 13. Minute zur Gästeführung, welche Gianluca Strollo noch vor der Pause nach einem gelungenen Dribbling aufstockte (41.). „Zu wenig Bewegung, kein Kampfgeist“ sah Heimsprecher Günter Schäfer bei der Spvgg. bis dahin. Der nach der Pause ausgeübte Druck „reichte leider nur zum 1:2“ - Fazli Salihi traf nach Vorlage von Tim Hosemann (55.). In der Schlussphase besiegelte Moritz Kessler den Kilianstädter Sieg mit dem 3:1 nach Vorlage von Marcel Bittner (84.).

Tore: 0:1 Vogler (13.), 0:2 Strollo (41). 1:2 Salihi (55.), 1:3 Kessler (85.) - Zuschauer: 75 - Besonderes Vorkommnis: Zeitstrafe für Langenselbolds Tim Hosemann (82./wdh. Foulspiel) - Beste Spieler: Pawlik / geschlossene M.

1. Hanauer FC 93 II - VfB Großauheim 2:0 (0:0): Der mit dem neuen Trainer Marko Köbel angereiste Tabellenletzte war keineswegs chancenlos. „Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn wir in der ersten Halbzeit ein Kontertor vom VfB kassiert hätten“, bemerkte 93-Trainer Ersoy Yalcin. Allerdings hatte seine Elf in der Anfangsphase selbst große Chancen ausgelassen. „Nach ein bisschen Gehirnwäsche in der Halbzeit lief es besser“, scherzte Yalcin mit Blick auf den von Tolga Ünal eingeleiteten und am Ende per Kopf vollendeten Angriff zum 1:0 (60.) und das 25-Meter-Freistoßtor von Niklas Alasovic zum 2:0-Endstand (75.). Die Gäste versuchten nochmal alles, letztlich aber ohne Erfolg, und so bilanzierte Yalcin: „Ein verdienter Sieg gegen kämpferisch sehr starke Auheimer!“

Tore: 1:0 Ünal (60.), 2:0 Alasovic (75.) - Zuschauer: 50

Von Lennart Nickel

Auch interessant

Kommentare