Hessenligist zieht mit Mühe ins Finale ein

Kreispokal: SC 1960 Hanau zwingt FC Erlensee in die Verlängerung

Voller Einsatz war nötig: Die Erlenseer um Philipp Wörner (am Boden) mussten alles geben, um ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Ilker Bicakci und der SC 1960 Hanau hatte den FCE in die Verlängerung gezwungen.
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Voller Einsatz war nötig: Die Erlenseer um Philipp Wörner (am Boden) mussten alles geben, um ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Ilker Bicakci und der SC 1960 Hanau hatte den FCE in die Verlängerung gezwungen.

Der FC Erlensee steht nach einem 4:1-Sieg nach Verlängerung beim SC 1960 Hanau im Finale des Hanauer Fußballkreispokals 2020/21. Vor allem in der Verlängerung ging es vor 200 Zuschauern hoch er: Sebastian Wagner (101.) per Strafstoß, Moritz Kreinbihl (109.) und Jan Lüdke (117) trafen für den FCE. Pech hatte der HSC mit einem Innenpfostenschuss von Luftrim Kodraliu in der 96. Minute.

Hanau – Die Gäste legten los wie die Feuerwehr. Das Breideband-Team wirkte austrainierter, spritziger und auch entschlossener. Bei den klassentieferen Hanauern lief anfangs nichts zusammen. Dazu gesellte sich noch eine frühe Verletzung des ungewohnt unsicher wirkenden HSC-Keepers Jannis Pellowski. Da die Gastgeber keinen zweiten Torwart auf der Bank hatten, biss der Kapitän auf die Zähne und hielt trotz Schmerzen durch. Daraus konnte Erlensee zunächst jedoch kein Kapital schlagen.

Die erste Chance besaß Nico Damm (11.), dessen Kopfball nach einem Freistoß über das Tor ging. Bei der nächsten Möglichkeit des Hessenligisten war Damm ebenfalls beteiligt. Seine lange Rechtsflanke nahm Wagner (20.) direkt, zielte aber über das Tor.

FC Erlensee steht hinten sehr gut

In den hinteren Reihen ließen die Gäste nichts anbrennen. Die neuformierte Dreierabwehrkette mit Danny Fischer, Aaron Frey und Tobias Meub hatte die gegnerischen Spitzen fest im Griff, davor agierte Pascal Hamann als Abräumer.

Als der HSC etwas besser ins Spiel kam, erfolgte prompt der Dämpfer. Eine lang gezogene Linksflanke von Lüdke drosch Dorian Ahouandjinou (26.) am langen Pfosten stehend volley in die Maschen.

SC 1960 Hanau wackelt, Trainer reagiert früh

Savas Erinc handelte. Der HSC-Trainer holte die Wackelkandidaten Ali Mahboob und Kamal Farahat vom Platz und brachte Ferhat Gecili und Ali Üzer. Damit gewann der Abwehrverband des Verbandsligisten an Sicherheit, auch wenn die Gastgeber nach einer halben Stunde Spielzeit noch eine Schrecksekunde überstehen mussten: Wagner übersprintete Melih Gültekin, schloss aber überhastet ab.

Danach wendete sich langsam das Blatt. Der HSC wurde mutiger und hatte in der 40. Minute die erste Chance, als sich zwei Gästeverteidiger gegenseitig anschossen und der Querschläger im Toraus landete. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit war es passiert: Kodraliu bediente Ugur Aslan mit einem Sahnepass, der den zu spät aus seinem Gehäuse stürmenden Jens Westenberger überlupfte.

Spiel nach der Pause besser

Im zweiten Durchgang nahm das Spiel Fahrt auf, woran die Hausherren großen Anteil hatten. Die Akzente verschoben sich jetzt, der HSC erarbeitete sich ein leichtes Übergewicht. Üzer (49.) scheiterte mit einem Freistoß an Westenberger und ein Kopfball Kodralius (58.) ging knapp drüber. Auf der Gegenseite konnte Vincent Köhler (71.) mit einem Kopfball Pellowski nicht überwinden. Die Entscheidung fiel in der Verlängerung, als der Hessenligist den längeren Atem bewies. (Von Gert Bechert)

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