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KSV Langen-Bergheim verliert den Faden: 1:2-Pleite gegen den SV Wolfgang

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Der Keeper bleibt Sieger: Wolfgangs Torwart George Nemes lässt sich von den Langen-Bergheimern Matteo Stenger und Dario Bogojevik nicht bezwingen.
Der Keeper bleibt Sieger: Wolfgangs Torwart George Nemes lässt sich von den Langen-Bergheimern Matteo Stenger und Dario Bogojevik nicht bezwingen. © Roland Adrian

Der SV Wolfgang hat mit dem Sieg beim KSV Langen-Bergheim wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt gesammelt. Das schaffte auch Hüttengesäß im Duell der Sportvereinigungen mit einem Dreier gegen Roßdorf. An der Spitze konnte auch Kewa Wachenbuchen dem VfR Kesselstadt nicht genügend Paroli bieten.

Hanau – Zappenduster sieht es für Safakspor Hanau aus, stark ersatzgeschwächt unterlag man zu Hause mit 0:17 gegen Germania Niederrodenbach.

KSV Langen-Bergheim - SV Wolfgang 1:2 (1:1): Die Hausherren starteten mit einer ordentlichen ersten halben Stunde in die Partie. Die laut KSV-Sprecher Sebastian Rau verdiente Führung erzielte Christopher Kappel per Elfmeter, Ursache war ein Handspiel von Wolfgangs Andreas Donges (12.). „Danach haben wir den Faden verloren und Wolfgang kam besser ins Spiel“, erklärte Rau. Ein haltbarer Weitschuss von Daniel Erbe brachte den 1:1-Halbzeitstand (43.). Die Gäste kamen druckvoll aus der Kabine. Das Tor von Shahin Ostad Haji in der 48. Minute war zugleich der Siegtreffer für den SVW, weil Langen-Bergheim „heute nicht in der Lage war, Gegendruck zu erzeugen“, so Rau. Zu viele einfache Fehler im Spielaufbau habe die Heimelf produziert: „So kannst du dann so ein Spiel auch nicht drehen.“

Tore: 1:0 Kappel (13./HE.), 1:1 Erbe (43.), 1:2 Ostad Haji (48.) - Zuschauer: 185 - Besonderes Vorkommnis: Zeitstrafe für Wolfgangs Andreas Donges (89.) - Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung / Erbe

Safakspor Hanau - Germania Niederrodenbach 0:17 (0:8): „Das ist das Schlimmste, was ich in meinem Fußballer-Leben gesehen habe“, gab Safak-Trainer Cevat Arslan nach diesem Riesendebakel zu Protokoll. Eigentlich habe man überlegt, aufgrund eines krassen Spielermangels nicht anzutreten, erklärt Arslan. Nur zwei, drei Stammspieler stünden ihm derzeit zur Verfügung, zudem habe die zweite Mannschaft der Hanauer nicht ausgeholfen, so der Trainer. Torwart Erik Svensson habe in der zweiten Halbzeit den Dienst quittiert, sodass der schon vorher eingewechselte Spielertrainer für die letzten zehn Minuten selbst die undankbare Aufgabe übernahm, sich als letzter Mann den ohne Unterlass anlaufenden Niederodenbachern entgegenzustellen.

Tore: 0:1 Veit (8.), 0:2 L. Gesch (12.), 0:3 Memic (16.), 0:4 L. Gesch (24.), 0:5 und 0:6 Veit (27./31.), 0:7 und 0:8 D. Gesch (41./45.+1), 0:9 Gepel (46.), 0:10 L. Gesch (51.), 0:11 Veit (53.), 0:12 Botzum (62.), 0:13 Veit (65.), 0:14 Krüger (72.), 0:15 Agilönü (73./ET.), 0:16 Veit (79.), 0:17 L. Gesch (81.) - Zuschauer: 50 - Beste Spieler: - / Veit, D. Gesch

Kewa Wachenbuchen - VfR Kesselstadt 2:6 (1:2): Eine Halbzeit konnte Wachenbuchen gut mithalten. „Das 1:4 war der endgültige Genickbruch“, berichtete Kewa-Sprecher Dennis Holderried, ein Spielaufbaufehler nutzte Elmir Sekeric für einen sehenswerten 20-Meter-Heber über den herausgerückten Keeper Patrick Benning (57.). Zuvor war die Heimelf durch einen abgefälschten Flachschuss von Niklas Fehst zum „nicht unverdienten“ aber eben nur zwischenzeitlichen Ausgleich gekommen, wie Holderried schilderte (31.). „Kewa war von Anfang an im Spiel, doch die Routine von Kesselstadt war ausschlaggebend“, so Holderried. „Wenn der VfR so weiterspielt, wird es schwer, sie aufzuhalten.“

Tore: 0:1 Derdemez (17.), 1:1 Fehst (31.), 1:2 Türkyilmaz (45.+2), 1:3 Polimac (50.), 1:4 Sekeric (57.), 1:5 Derdemez (59.), 2:5 Maier (80.), 2:6 Derdemez (90.+4.) - Zuschauer: 120 - Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung / Derdemez, Habibovic

Spvgg. Hüttengesäß - Spvgg. Roßdorf 2:1 (2:1): Trotz einer frühen Führung durch Danny Hellen, der aus der Distanz in den Winkel traf (10.), konnten die Ronneburger alle drei Punkte bei sich behalten. „Spiele in Hüttengesäß gehen an die Grenze“, befand deren Sprecher Michel Kraus und bezog sich damit vor allem auf den „Abnutzungskampf auf beiden Seiten“ in Halbzeit zwei. Zuvor hatten Yunus Oymak mit einem 25-Meter-Fernschuss (13.) und kurz vor der Pause Rafal Wolosyzn per coolem Abschluss ins lange Eck (45.) die Roßdorfer Führung umgedreht. Den Gästen gelang kein Comeback, die beste Chance der zweiten Hälfte vereitelte Roßdorfs Torwart Scott Scherer im Eins-gegen-Eins mit Alexandru Topor (50.). „Der Sieg für die Heimelf ist aufgrund der kämpferischen Leistung verdient“, urteilte Kraus.

Tore: 0:1 Hellen (10.), 1:1 Yu. Oymak (13.), 2:1 Woloszyn (45.) - Zuschauer: 80 - Beste Spieler: beide geschlossene Mannschaftsleistung

Eintracht Oberrodenbach - 1. FC Erlensee II 0:5 (0:4): „Nach 14 Minuten war das Spiel gelaufen“, musste Oberrodenbachs Sprecher Helmut Reinert eingestehen. Innerhalb von vier Minuten gelang es den Erlenseern durch Tore von Philipp Müller (10./14.) und Tobias Weitzel (11.) die Eintracht schachmatt zu setzen. „Bei uns lief nichts, sogar einen Foulelfmeter konnte Maximilian Robok nicht verwandeln“, ärgerte sich Reinert, der die Gäste in allen Belangen überlegen sah. Dass Müller und Co. nicht noch mehr schießen konnten, lag laut Reinert insbesondere an Oberrodenbachs Torwart Luca Hamburger.

Tore: 0:1 Müller (10.), 0:2 Weitzel (12.), 0:3 Müller (14.), 0:4 Damm (22.), 0:5 Müller (73.) - Zuschauer: 100 - Besondere Vorkommnisse: Oberrodenbachs Maximilian Robok verschießt FE (55.) - Beste Spieler: beide geschlossene Mannschaftsleistung

FSV Bischofsheim - TSV Niederissigheim 1:4 (0:3): Einen lupenreinen Hattrick erzielte TSV-Stürmer Yannick Wolff gegen den FSV. Den Grund dafür und allgemein die Heimniederlage sieht Bischofsheims Sprecher Klaus Pawlytko in dem Umstand, dass dem FSV 14 Spieler Kader gefehlt haben. Zudem mussten die Gastgeber bereits nach 20 Minuten die angeschlagenen Dominic Müller und Ibrahim Duru auswechseln. „Mit der Mannschaft war heute nichts zu holen“, musste Pawlytko gestehen. So gelang den Niederissigheimern ein ungefährdeter Sieg, der spätestens mit dem von Dominic Bernard verwandelten Foulelfmeter zum 0:4 (48.) klar war.

Tore: 0:1, 0:2 und 0:3 Wolff (14./21./45.+1.), 0:4 Bernard (48./FE.), 1:4 Barfuss (64.) - Zuschauer: 60 - Beste Spieler: Traband, Rohmeiser / Wolff

SV Victoria Heldenbergen - FSV Neuberg 2:1 (0:1): Bis zur 84. Minute sah in Heldenbergen alles nach einem Neuberger Auswärtssieg aus. „Die Zuschauer hätten keinen Cent darauf gegeben, dass Heldenbergen noch was holt“, erzählte Victoria-Vorstand Andreas Koffler. Er sah eine dominierende Neuberger Mannschaft, die sich in der 29. Minute durch einen „herrlichen Schuss in den Winkel“ von Dennis Arnold für ihre gute erste Halbzeit belohnte. Ein umstrittener, aber von Sven Blazevic verschossener Handelfmeter (72.) brachte Heldenbergen besser ins Spiel. In der 84. Minute entschied Schiedsrichter Sebastian Jünger erneut trotz strittiger Lage auf Strafstoß, diesmal für die Heimelf. Roman Racky verwandelte und brachte seiner Victoria zwei Minuten später tatsächlich noch den laut Koffler „sehr glücklichen Sieg“. Ein platzierter Schuss des Verteidigers ins rechte Eck ließ die Heldenbergener jubeln.

Tore: 0:1 D. Arnold (29.), 1:1 und 2:1 Racky (84./FE. und 86.) - Zuschauer: 50 - Besonderes Vorkommnis: Heldenbergens Kevin Christiansen hält einen Handelfmeter von Sven Blazevic (72.) - Beste Spieler: Racky / D. und K. Arnold

SV Kilianstädten - SV Oberdorfelden 3:1 (1:1): Erhitzte Gemüter sind bei einem Derby erwartbar - und genau die erlebte das Publikum auch. Sprecher Tim Kraushaar sah einen guten Beginn der Hausherren, die durch Marcel Bittner früh in Führung kamen (9.). Vorlagengeber Florian Luley war jedoch auch beim Ausgleichstor beteiligt, indem einen Oberdorfeldener im Strafraum elfmeterwürdig zu Fall brachte. Luca Birkenbach verwandelte im Nachschuss (41.) Nach dem Seitenwechsel schlug der SVK zu, Marcel Wawacek (47.) und Leandro Gibaldi (57.) erzielten den 3:1-Endstand. Spannend wurde es in der 64. Minute. Nach einem Zweikampf kam es zu einer Rudelbildung, in der geschubst und mit dem Ball auf den Gegner geworfen wurde. Schiedsrichter Bagdad Moukhtari verwies letztlich Wawacek und SVO-Keeper Kai Hopman des Feldes. „Es war kein schöner Sieg, aber es ist ein Derbysieg“, so Kraushaar.

Tore: 1:0 Bittner (9.), 1:1 Birkenbach (41./FE.), 2:1 Wawacek (47.), 3:1 Gibaldi (57.) - Zuschauer: 125 - Besondere Vorkommnisse: Rot nach Tätlichkeiten für Oberdorfeldens Kai Hopman und Kilianstädtens Marcel Wawacek (64.) - Beste Spieler: beide geschl. ML

Von Lennart Nickel

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