Aufsteiger holt in Cheng Hsien-Tzu die Nummer 49 der Weltrangliste

Tischtennis: TSV Langstadt rüstet auf für die 1. Liga

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Cheng Hsien-Tzu spielt künftig für den TSV Langstadt.

Langstadt - Nach der Verpflichtung der vielleicht besten deutschen Tischtennisspielerin Petrissa Solja hat Bundesliga-Aufsteiger TSV Langstadt kurz vor Toreschluss - am 31. Mai endet die Wechselfrist - nochmals auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Mit der 25-jährigen Taiwan-Chinesin Cheng Hsien-Tzu hat Langstadt die aktuelle Nummer 49 der Weltrangliste unter Vertrag genommen.  Von Stephan Roscher 

Im April war die Angriffsspielerin sogar auf Platz 43 des internationalen Rankings geführt worden. Zum Vergleich: Petrissa Solja ist aktuell an Position 60 notiert, damit aber unterbewertet, da sie aufgrund einer schöpferischen Pause zu wenig Turniere in den letzten Monaten gespielt hatte.

Cheng stellt aber in jedem Fall eine signifikante Verstärkung für das vordere Paarkreuz dar. In der Saison 2017/18 schlug die Rechtshänderin für den französischen Erstligisten TT St. Quentin auf, mit dem sie auch ins Viertelfinale der Champions League einzog. Bei den German Open Ende März in Bremen erreichte die Asiatin die Runde der besten 32.

„Mit den Verpflichtungen der beiden Weltklassespielerinnen sind unsere Kaderplanungen abgeschlossen“, berichtet Rainer Kegelmann, Marketing-Leiter des TSV. „Aufgrund ihrer Vorbereitungen auf die Olympiade 2020 in Tokio werden beide sicher nicht alle Spiele für unser Team machen können. Das wäre sonst auch finanziell für uns nicht bewältigbar“, ergänzt er. Spielerinnen dieses Niveaus sind eben nicht ganz billig.

Mit Petrissa Solja, Cheng Hsien-Tzu, Monika Pietkiewicz, Alena Lemmer, Janina Kämmerer und Anne Bundesmann hat Langstadt jedenfalls ein starkes Sextett beisammen, das im Oberhaus für Furore sorgen könnte - wobei Kämmerer und Bundesmann, die eigentlich zum Kader der Erstliga-Teams zählen, vermutlich in der Drittliga-Truppe gemeldet werden und so auf zwei Hochzeiten tanzen dürfen.

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Sofern Solja und Cheng genügend Spiele absolvieren, ist ein Platz unter den besten Vier möglich, wobei der ttc berlin eastside so stark aufgestellt sein wird, dass an ihm gewiss keiner vorbeikommt.

Team-Manager Manfred Kämmerer möchte sich mit Prognosen einstweilen zurückhalten: „Ich kenne ja auch noch gar nicht die Neuzugänge der anderen Teams. Die können ja auch noch was bis Freitag machen.“

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