Tischtennis: TTC Seligenstadt stellt sich neu auf

3. Liga auch ohne Hain

Andreas Hain - Foto: paw

Seligenstadt - Mit dem Hessenderby beim bereits feststehenden Meister TTC Ober-Erlenbach beendet der TTC Seligenstadt die Premierensaison in der neuen 3. Liga. Das Fazit des Vorsitzenden Andreas Hain fällt positiv aus. Von Jörg Moll 

Und doch schwingt bei der Partie am Sonntag (14 Uhr) Wehmut mit. Dennis Müller bestreitet sein letztes Spiel. Hain will sich zur neuen Saison zurückziehen. Seine Aufgaben werden sich zwei Spieler teilen.

Sein Abschied als Funktionär des TTC und Manager der ersten Mannschaft ist langsam, aber stetig in ihm gereift. „Es sind viele Kleinigkeiten zusammengekommen“, sagt Andreas Hain. Das entscheidende K.o.--Kriterium aber ist „die Zeit, die mir fehlt“. Der Geschäftsführer des Tischtennisausrüsters Joola wohnt seit Jahren am Firmensitz in Landau. „Das sind 160 Kilometer einfache Fahrt zu Spielen“, verdeutlicht der gebürtige Seligenstädter, der in der jüngeren Vergangenheit maßgeblichen Anteil am Höhenflug seines Heimatvereins hatte. Mit allen organisatorischen Aufgaben, die er an Spieltagen übernahm, kamen für den Vater einer neun Monate jungen Tochter schnell zehn Stunden nonstop im Dienste des TTC zusammen. „Zuletzt hatte ich auch das Gefühl, dass sich alle zu viel auf mich verlassen haben.“

Und doch wird es kein Rückzug im Groll sein, wenn Hain bei der Mitgliederversammlung im Sommer sein Amt als Vorsitzender zur Verfügung stellen wird. „Ich werde mir weiterhin Spiele ansehen“, sagt Hain und lacht: „Aber ich kann dann um 14 Uhr in die Halle kommen und nicht wie bisher um 10 Uhr.“

Hain hinterlässt geordnete Verhältnisse

Der Multi-Funktionär in Sachen Tischtennis - Hain managt auch noch die Frauen des Bundesliga-Meisters TTC eastside Berlin - wird seinen bereits feststehenden Nachfolgern geordnete Verhältnisse übergeben. Die Spieler Matthias Bomsdorf, mit einer Bilanz von 7:1 Siegen bester Punktesammler, und Alexander Krenz (3:7) werden sich Hains Aufgaben künftig aufteilen. „Finanziell ist ein weiteres Jahr abgesichert“, betont Hain. Lediglich Dennis Müller (6:3/FSV Mainz 05) wird den Klub verlassen. Neben Bomsdorf und Krenz hat auch Ex-Bundestrainer Richard Prause (3:5) sein Bleiben zugesagt. Er soll künftig als Nummer zwei an die Platten gehen. Hain kündigte an, dass der TTC mit einer ausländischen Nummer eins antreten werde. Was bisher nur auf dem Papier stand - der Japaner Akihiko Maruyama kam die gesamte Saison nicht zum Einsatz - wird dann gelebte Praxis. Dazu könnte ein Talent hinzustoßen.

Die Premiere der 3. Liga wertet Hain auch in seiner Funktion als Vizepräsident Leistungssport im Hessischen Tischtennis-Verband als gelungen. „Sportlich ist das eine sehr anspruchsvolle Liga“, sagt er. Durch die auf vier Spieler reduzierten Teams seien die Partien schneller fertig. Das komme den Zuschauern entgegen. Im Schnitt 100 Besucher registrierte der TTC bei Heimspielen. Auch mit dem Abschneiden seiner Mannschaft ist Hain zufrieden: „Wir waren in keinem Spiel chancenlos.“ Platz fünf im Siebenerfeld ist schon sicher. „Wir wollten gut mitspielen, das ist uns gelungen“, konstatiert Hain.

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