Lions mit bestem Saisonspiel zum 6:3

Frankfurt (jowi) Die ohne ein halbes Dutzend Stammspieler angetretenen Frankfurt Lions schafften gestern gegen den Meister und Tabellenzweiten Eisbären Berlin der Deutschen Eishockey-Liga den vierten Sieg in Folge. Damit verteidigten die Lions nicht nur ihren vierten Tabellenplatz, sondern stehen nur noch einen Zähler hinter dem Dritten Mannheimer Adler und rücken auch den Eisbären Berlin (drei Punkte mehr) immer näher.

Am Sonntag sind die Lions wegen des auf Dienstag verlegten Auswärtsspiels in Nürnberg spielfrei. Die 7000 Zuschauer in der zum fünften Mal in dieser Saison ausverkauften Eishalle am Ratsweg feierten die erschöpften, aber glücklichen Sieger mit Ehrenrunden.

Zu Beginn gab es einen ausgeglichenen Schlagabtausch in einem superschnell geführten und von technischen Feinheiten geprägten Spiel. Der Meister von der Spree ging glücklich durch einen abgefälschten Schuss von Beaufait nach einer Viertelstunde mit 1:0 in Führung. Im zweiten Drittel holten die Gastgeber das versäumte nach - und wie! Innerhalb von genau zwei Minuten schossen die nun wie aufgedreht wirkenden Hessen vier herrliche Tore.

Nun schienen die Eisbären auseinander zu brechen, aber das zweitstärkste Auswärtsteam der DEL ließ dann wieder seine Klasse aufblitzen und nahm die Nackenschläge relativ gelassen hin. Der auf Seiten der Gäste überragende Beaufait schaffte in Überzahl den psychologisch wichtigen Anschlusstreffer zum 2:4 für die Berliner. Dies geschah nur knapp zwei Minuten nach der „Tor-Orgie“ der Gastgeber. Danach Pech für die Lions, als Heerema mit einem Schuss nur den Pfosten traf und die Chernomaz-Schützlinge ein über 90-sekündiges Überzahlspiel gegen nur drei Berliner vergaben. Das sollte sich prompt rächen, denn nach einem Fehler von Torwart Gordon konnte Felski (34.) auf 3:4 verkürzen. Wenigstens stellte Langfeld nach einem Konter aus dem Lehrbuch wieder den alten Zwei-Tore-Abstand her. Das Mitteldrittel hatte viele Kräfte gekostet. Aber so richtig in Gefahr kamen die Lions nicht mehr. Selbst eine zehnminütige Disziplinarstrafe gegen den Neuzugang Bryan Muir brachte die Eisbären nicht mehr ins Spiel zurück. Im Gegenteil: Gut drei Minuten vor Schluss zog Taylor mit dem 6:3 den Schlussstrich unter eines der besten Saisonspiele.

SR:Reichert (Lindau) - Z.: 7000 -Tore: 0:1 Beaufait (14:38), 1:1 Langfeld (20:54), 2:1 Danner (22:04), 3:1 Kavanagh (22:44), 4:1 Heerema (22:54), 4:2 Beaufait (24:43), 4:3 Felski (33:09), 5:3 Langfeld (34:13), 6:3 Taylor (56:07) - Strafmin.: 14 + Spieldauer Muir / 10

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