Halbfinaleinzug nach Sieg gegen Kassel

DEL2: Löwen krönen irre Aufholjagd

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So sehen Sieger aus: Die Spieler des Eishockey-Zweitligisten Löwen Frankfurt feiern das 3:1 im sechsten Spiel in Kassel und den Einzug ins Halbfinale.

Frankfurt - Es ist vollbracht: Im sechsten Viertelfinalspiel der 2. Eishockey-Bundesliga haben die Löwen Frankfurt den ersten Matchpuck verwandelt und zogen mit einem 3:1 (0:1, 2:0, 1:0)-Sieg bei den Kassel Huskies ins Halbfinale ein. Dabei hatten die Löwen in der Serie noch mit 0:2 hinten gelegen.

Die knapp 5800 Besucher in der Kasseler Eishalle sahen von der ersten Sekunde ein temporeiches Derby, das zunächst von der Heimmannschaft dominiert wurde. Als die Löwen sich ein wenig aus der Umklammerung befreit zu haben schienen, war es der Ex-Frankfurter Tyler Gron, der die Schlittenhunde in Führung schoss und die fehlende Zuordnung in der Löwen-Defensive nutzte (17.).

Für den zweiten Abschnitt hatten sich die Frankfurter einiges vorgenommen, erhöhten noch einmal das Tempo und waren ebenbürtig. Förderlizenzspieler Lucas Dumont (Kölner Haie) erkannte früh eine Lücke in der Verteidigung, lockte Kassels Torhüter Mirko Pantkowski in die falsche Ecke und traf zum verdienten Ausgleich (27.).

Kurz vor der Pausensirene nutzten die Löwen eine Überzahlsituation zur 2:1-Führung: Der zuletzt treffsichere Brett Breitkreuz behauptete sich vor dem Tor und stocherte den Puck im zweiten Versuch über die Linie.

Das Schlussdrittel sah wütende Angriffe der Gastgeber, die von den Frankfurtern aber zumeist leicht zu durchschauen waren. Kassels Trainer Rico Rossi fiel wie bereits in den vorherigen drei Partien kein probates Mittel gegen den massiven und strukturierten Abwehrbund der Löwen ein, die konzentriert den knappen Vorsprung verteidigten und ihre Fehlerquote beinahe auf Null stellten. Zudem hatte der finnische Torhüter Antti Karjalainen einen sehr guten Tag erwischt, behielt in den wenigen kritischen Situationen stets kühlen Kopf.

Dann nahmen die Huskies zwei Minuten vor dem Ende ihren Schlussmann zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, was Nils Liesegang zum alles entscheidenden Treffer aus der Distanz ins verwaiste Tor nutzte. Dies war ihm bereits 48 Stunden zuvor geglückt, als die Löwen einen hart erkämpften, aber verdienten dritten 4:2-Sieg vor heimischer Kulisse erzielt hatten.

Bilder: Löwen Frankfurt in den Playoffs 2018

Sportdirektor und Interimscoach Franz Fritzmeier sah am Freitag zusammen mit den 7000 Fans „ein jederzeit packendes Match mit ständig wechselnden Spieltanteilen und dem besseren Ende für mein Team.“ Nils Liesegangs 3:2 sei der Lohn gewesen für „60 Minuten aufopferungsvollem Kampf aus der stabilen Defensive“.

Die Löwen warten nun gespannt auf ihren Halbfinal-Gegner, der jedoch erst am kommenden Dienstag nach der Begegnung Riessersee gegen Crimmitschau endgültig feststehen wird. Er lautet dann entweder Bietigheim oder Kaufbeuren. (ulan)

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