Löwen und Bietigheim einig: „Es muss einen Aufstieg geben“ 

Vor DEL2-Start dreht sich viel um Regularien

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Meister geworden, aber nicht aufgestiegen in die 1. Deutsche Eishockey-Liga - diese Regelung ist  manch Trainer, Geschäftsführer und Sportdirektor ein Dorn im Auge. Der aktuelle Meister, die Löwen Frankfurt, trifft am Freitag auf Bietigheim, den Endspielgegner des Finales.

Frankfurt - Mit einer gemeinsamen Pressekonferenz des amtierenden Meisters Löwen Frankfurt und dem Final-Verlierer aus Bietigheim stimmte die 2. Deutsche Eishockey-Liga (DEL2) auf die neue Spielzeit ein, die am Freitag (19.30 Uhr) mit der erneuten Auflage des Endspiels beginnt. Von Uwe Lange 

„Es ist immer eine Herausforderung, zum ersten Match fit zu sein, zu sehen, ob wir unsere Hausaufgaben gut gemacht haben“, zeigte sich Löwen-Trainer Paul Gardner erleichtert, dass die Vorbereitung endlich vorbei ist.

Neben der Auftaktpartie spielte gestern aber vor allem die allgemeine Lage der Liga eine große Rolle. Größtes Ärgernis: Der Meister darf immer noch nicht aufsteigen. Ein einberufenes Schiedsgericht soll zwar in den nächsten Monaten (Entscheidung wohl nicht vor Ende November) über den Einspruch der Zweitliga-Klubs befinden und den von der 1. Liga (DEL) als Ausschlusskriterium benannten Formfehler bei den im März eingereichten Unterlagen für nichtig erklären.

Wirklich optimistisch sind die Beteiligten aber nicht: „Alles andere wäre für unseren Sport eine Katastrophe. Ich weiß nicht, ob Klubs, Fans und Sponsoren den Weg einer erneuten Bewerbung mitgehen würden, ohne eine genaue zeitliche Perspektive zu erhalten“, so DEL2-Geschäftsführer René Rudorsich.

Löwen-Geschäftsführer Stefan Krämer wurde noch deutlicher: „Unsere Sponsoren nehmen uns so langsam nicht mehr ernst, wir sind die einzige Sportart ohne geregelten Auf- und Abstieg nach oben“. Auch der kommende Gegner in Person von Bietigsheims Sportdirektor Marc St. Jean pflichtete Krämer bei: „Es muss einen Auf- und Abstieg geben. Ohne Wenn und Aber, alles andere zerstört unseren Sport und seine Glaubwürdigkeit.“ Positive Nachrichten gab es aber auch: So hat die Liga einen Rekordumsatz von 33 Millionen Euro erwirtschaftet.

Löwen Frankfurt feiern DEL2-Meisterschaft: Bilder

Kader der Löwen Frankfurt

Tor: Brett Jäger, Florian Proske, Hannibal Weitzmann (Förderlizenz Kölner Haie)

Abwehr: Mike Card, Pawel Dronia, Eric Stephan, Dalton Yorke (Tri-City Americans/USA), Maximilian Gläßl, Tim Schüle (Düsseldorfer EG), Dominik Tiffels (Förderlizenz Kölner Haie)

Angriff: Brett Breitkreuz, C.J. Strecht, Matt Pistilli, Clarke Breitkreuz, Nils Liesegang, Wade MacLeod (Allen Americans/USA), Vladislav Filin (Nürnberg Ice Tigers), Patrick Jarrett, Tylor Gron, Lucas Dumont, Eric Valentin, Stephan Seeger (Merrit Centennials/Kanada)

Abgänge: Christoph Pawlik (Krefeld), Keegan Asmundson (unbekannt), Matt Tomassoni (Bozen/Italien), Joel Kreussen (Krefeld), David Cespiva (Duisburg), Nico Oprée (Karriereende), Lukas Laub (Düsseldorf), Richie Müller (Riessersee), Roman Pfennings (Hannover), Nick Mazzolini (Karriereende), Ricco Ratajczyk (Rostock), Dennis Reimer (Revensburg), Eddy Rinke-Leitans (unbekannt)

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